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Spielname:
Die Sims 3

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Maxis

Genre:
Simulation

Release:
25.03.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Review: Die Sims 3

Tjark Michael Wewetzer, 28.03.2011

7236°

6

Test mögen: Weitersagen:

Wie spannend kann es schon sein, jemandem beim Leben zuzuschauen? Augenscheinlich sehr, wenn man den Erfolg von Will Wrights „Die Sims“ so betrachtet. Seit etwas mehr als zehn Jahren tummeln sich die virtuellen Menschen auf den PC-Bildschirmen der Welt und kosten nicht wenigen Personen Stunden über Stunden. Nachdem EA den aktuellsten Ableger, „Die Sims 3“ für sämtliche Heimkonsolen und den DS umgesetzt hat, liefert das Team nun zum 3DS-Start das obligatorische 3D-Update. Lebt es sich gut mit der räumlichen Tiefe? Wir haben uns in das Spiel des Lebens hineingewagt.

Dein Sim, dein Haus, deine Geschichte
Und so beginnt das Spiel, wie so üblich für die Serie, mit der Erstellung eures Alter Egos. Beim Sim-Bau seid ihr allerdings -insbesondere zu Beginn- ziemlich eingeschränkt. Zwar könnt ihr das Gesicht eures Sims weitestgehend frei oder sogar, wenn auch mehr schlecht als recht, nach einer Foto-Vorlage zusammensetzen, beim Körper könnt ihr allerdings nur zwischen dem Geschlecht und zwei Volumen (rundlicher und schlank) wählen. Der Kleiderschrank gibt sich auch limitiert, hier habt ihr aber immerhin die Möglichkeit, im Spielverlauf neue Modeartikel freizuschalten. Darüber hinaus könnt ihr eurer Kreation auch drei verschiedene Charakter-Eigenschaften sowie ein Lebensziel auf Basis besagter Eigenschaften zuweisen.

Wer noch nicht mit dem allgemeinen Konzept von „Die Sims“ vertraut ist, hier die kurze Zusammenfassung: Als Verstand und Aufpasser der kleinen Computermenschen ist es eure Aufgabe, für das Wohlergehen des euch anvertrauten virtuellen Lebens zu sorgen. Das ist zumindest der Plan, praktisch könnt ihr euren Schützling aber auch durch die Hölle und zurück wandern lassen und aufs diabolischste quälen, sollte das eher eurer Idee eines unterhaltsamen Nachmittags entsprechen. Allerdings solltet ihr dabei bedenken, dass ihr nur eine einzige Familie auf der 3DS-Karte speichern könnt. Diese startet darüber hinaus auch stets mit nur einem Sim.

Das Sim-Rundum-Glücklich-Aktivtitätenprogramm
Im Spiel nach normalen Regeln versucht ihr, euren Schützling bei Laune zu halten und vielleicht sein Lebensziel zu erfüllen. Dies würde ihn zumindest immens glücklich machen. Um das zu schaffen, muss der Sim, simpel ausgedrückt, ein normales Leben leben. Ihr lasst ihn kochen, wenn er hungrig ist, schickt ihn bei drückender Blase auf die Toilette oder setzt ihn bei Arbeitsstress zum Zocken vor den PC. Euer Heim könnt ihr mit diversen Möbeln einrichten, die ihr entweder direkt über den jederzeit aufrufbaren Shop-Bildschirm oder in einem der beiden anderen Areale in speziellen Läden erwerbt.

Wie? Andere Areale? Jepp, zwei zusätzliche Spielwiesen öffnen sich für die Sims, die jederzeit aufgesucht werden können - sogar ganz ohne richtigen Zeitverlust, da bei eurer Rückkehr ins traute Heim die Uhr stets zum Zeitpunkt eures Aufbruchs zurückgesetzt wird. Hier findet ihr allerlei öffentliche Einrichtungen, in denen ihr für das Wohlergehen eurer Sims sorgen könnt, und auch diverse andere Menschen, mit denen sich eure Figur anfreunden kann. Diese sogenannten Townies könnt ihr sogar selbst um eigene Kreationen ergänzen und per StreetPass an andere „Sims 3“-Spieler verschicken. Insgesamt bleiben aber die beiden zusätzlichen Gegenden recht überschaubar und bieten leider nicht allzu viel zusätzliches.

Doch was haben wir davon, dass wir den Sims ihre Wünsche erfüllen, werden sich sicherlich manche fragen. Die Antwort ist leicht: Für jeden erfüllten Wunsch erhaltet ihr Karma-Punkte. Diese könnt ihr in verschiedene Karma-Kräfte investieren, die nach einem von drei verschiedenen Mustern ausgelöst werden. Für die Erbeben-Kraft müsst ihr zum Beispiel euren 3DS ordentlich schütteln, um einen kleinen Geldsegen heraufzubeschwören. Doch Vorsicht: Seid ihr zu gierig, schwingt die Kraft schnell ins katastrophale um. Dann etwa werden die goldglänzenden Beutel durch weitaus weniger erfreuliche Großbrände ergänzt.

Steuerung:
Wie es sich für ein Spiel mit Point-and-Click-Steuerung gehört, wird hier alles mit dem Stylus erledigt. Während auf dem Topscreen die 3D-Action tobt, habt ihr auf dem unteren Bildschirm stets die Möglichkeit, aus der Vogelperspektive auf das Geschehen einzuwirken. Aufgrund des recht kleinen Screens wird dabei schon einiges an Klick-Arbeit nötig, gerade bei Objekten mit vielen Interaktionsmöglichkeiten - doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran.

Den Bildausschnitt bewegt ihr dabei entweder, indem ihr ihn zieht oder indem ihr das Circle Pad bzw. das Tastenkreuz verwendet. Auf den Kamerawinkel des 3D-Bildschirm könnt ihr nur marginal einwirken. Dieser ist im Live-Modus stets auf euren aktiven Sim gerichtet, im Bau- bzw. Kaufmodus hingegen steht das aktive Möbelstück im Vordergrund. Ihr könnt lediglich bestimmen, wo um diesen Fokuspunkt herum die Kamera positioniert ist.

Grafik:
Die Handheld-Kur ist den Sims zumindest optisch nicht allzu gut bekommen. Zwar ist das Spiel noch etwas davon entfernt, wirklich katastrophal auszusehen, die Texturen wirken aber allesamt eher matschig und auch Kantenflimmern ist stets präsent. Wenigstens hat EA das stereoskopische 3D ziemlich überzeugend umgesetzt. Die räumliche Tiefe führt einen fast schon in Versuchung, über die optischen Mängel hinwegzusehen - aber nur fast.

Sound:
Sie leben in ihrer eigenen Welt und haben auch ihre eigene Sprache: Das „Simlisch“ ist allgegenwärtig, gehört aber eben einfach zum Charme des Spiels dazu. Musik gibt es simulationsgetreu auch nur, wenn ihr gerade ingame eine Stereoanlage aufgedreht habt oder die teils doch etwas ausufernden Speicher- bzw. Ladebildschirme betrachtet. Alles auf serientypischem Niveau.

Fazit:
Eigentlich ist die 3DS-Umsetzung von „Die Sims 3“ eine Zumutung. Der Sims-Baukasten hat beim Sprung auf den kleinen Bildschirm einige Federn lassen müssen, auch an sonstigen Inhalten lässt der virtuelle Sandkasten mehrere Features vermissen. Im Vergleich den Heimkonsolen-Gegenstücken oder dem PC-Ursprung ist das schon etwas enttäuschend. Auch die optische Umsetzung ist nicht ganz gelungen, wenngleich der 3D-Effekt gut zur Geltung kommt. Und doch kann man nicht bestreiten, dass das Konzept von „Die Sims“ auch hier irgendwie noch aufgeht. Wie auch die großen Gegenstücke kann das kleine Puppenhaus mit seinem Charme punkten und für die ein oder andere überlange Zocksession sorgen. Im Zweifelsfall seid ihr aber mit den anderen Fassungen immer noch besser beraten. Die 3DS-Version ist daher nur kaufenswert, wenn ihr über keine Alternative verfügt.

Genießt den Alltag in 3D: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Ok
Deine Wertung:

-
Technisch biedere und umfangsarme Umsetzung eines sonst soliden Spiels.

Wertung

SPIELTIEFE:

6.0

AUTHENTIZITÄT:

8.0

GESTALTUNGSFREIH.:

6.0
6
von 10

Schmucke Nutzung der 3D-Kapazitäten

Typischer Sims-Charme

Trotz der Macken noch immer ein Süchtigmacher

„Die Sims 3“ Light

Technisch lieblos umgesetzt

Nur ein Spielstand

Zu Beginn stark eingeschränkter Sim-Baukasten

KI-Aussetzer

Wie werten wir?

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