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Spielname:
James Noir’s Hollywood Crimes 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Adventure

Release:
24.11.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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James Noir’s Hollywood Crimes 3D

Review: James Noir’s Hollywood Crimes 3D

Tjark Michael Wewetzer, 03.12.2011

5275°

2

Test mögen: Weitersagen:

Ihr sucht nach einem englischen Gentleman? Pah, da könnt ihr lange suchen. Das hier ist Hollywood. Ein Ort des Glamours. Ein Ort des Ruhms. Hier wird Geschichte geschrieben! Doch leider finden sich neben den Stars und Sternchen an so einem Ort auch eher niedere Gesellen ein. Verbrecher, Räuber, Mörder - sowas eben. Um Morde und Rätsel dreht sich auch das Adventure James Noir's Hollywood Crimes 3D aus dem Hause Ubisoft. Umso rätselhafter mag vielleicht für manchen erscheinen, mit was wir es hier überhaupt zu tun haben. Taugt es was? Macht es Spaß? Unterhält es lang? Wir haben ermittelt.

Quiz-Show sucht Puzzle-Profi
Der Hauptcharakter von Hollywood Crimes seid niemand anderes als ihr. Zu Beginn des Spiels meldet ihr euch für die Quiz-Show The Incredible Puzzle Masters an, macht ein Foto von euch, gebt Namen und Geburtsdatum ein. Sowas eben. Ihr werdet auch recht fix von der Crew angenommen und findet euch bald in der ersten Runde der Show. Danach trefft ihr jedoch auf einen alten Freund, der jetzt als Ermittler tätig ist und gerade an einem besonderen Fall sitzt: eine Mordserie, bei der seltsamerweise die Opfer allesamt Sieger der Sendung sind, an der ihr gerade teilnehmt. Und mit jeder Leiche gibt es neue Puzzles, bei denen die Polizei eure Unterstützung braucht. Da ihr an eurem Leben hängt, geht ihr der Sache natürlich auf den Grund.

Wobei „gehen“ vielleicht das falsche Wort ist. Das Spiel spart sich nämlich sämtliche überflüssigen Latschereien und zieht euch strikt von Szenario zu Szenario. So verfolgt ihr linear den Handlungsstrang, der lediglich hin und wieder durch ein kleines Puzzle oder Minispiel unterbrochen wird. Oder gar besonders viele Puzzles, wenn ihr euch in einer der sechs Runden von The Incredible Puzzle Masters befindet. Dann nämlich müsst ihr so lange Rätsel lösen, bis ihr einen bestimmten Punktwert erreicht habt. Erst danach geht es mit der eigentlichen Handlung weiter. Anfangs wirkt dies noch recht witzig, im späteren Spielverlauf fühlen sich die Runden jedoch eher wie Spielzeitstrecker an.

Wer hat denn diesen Würfel hier liegen gelassen?
Die eigentlichen Rätsel laufen stets in einem separaten Bildschirm ab. Ein kurzer Erklärtext weist euch auf die geltenden Regeln bzw. die Aufgabenstellung hin, alles weitere ist euch überlassen. Mal müsst ihr eine versteckte Lösung in der Szenerie finden, indem ihr mit dem Schiebepad euren Blickwinkel verändert, an anderer Stelle will ein farbiger Spielzeugwurm nach bester Schieberätsel-Manier durch enge Gänge mit weiteren Würmern geführt werden. Ein häufiges Motiv: der Würfel. Ob ihr nun zwei paar Uhrzeiger so ausrichten müsst, dass sie auf die selben Zeichen zeigen, oder einen Weg durch ein auf dem Kubus aufgemaltes Labyrinth finden müsst - Würfel spielen eine erschreckend große Rolle bei den Rätseln.

Solltet ihr mal bei einem Puzzle nicht auf die richtige Lösung kommen, könnt ihr auch optionale Hilfen hinzuschalten. Bei der Quiz-Show stehen euch pro Rätsel drei Hinweise zur Verfügung. Viel absurder wird es bei den Ermittlungen: Hier könnt ihr auf ein Hinweiskontingent zugreifen, das von der Anzahl eurer Fans abhängig ist. Fans erhaltet ihr durch gute Leistungen bei The Incredible Puzzle Masters. In Windeseile habt ihr gut 50 Hinweise in der Tasche, mit denen ihr jederzeit nach Hilfe rufen könnt. Perfekt für leicht frustrierte Rätsel-Neulinge, für Fortgeschrittene kann das jedoch etwas zu viel des Guten sein.

Steuerung:
Wie schon erwähnt: So wirklich viel zu steuern gibt es nicht, da die Bewegung eurer Figur vollkommen automatisiert ist. In den Puzzles kommt zu einem guten Teil lediglich Point-and-Click-Hausmannskost zum Einsatz, gemischt mit ein wenig Gekritzel oder gelegentlichen Perspektivdrehereien mit dem Schiebepad bzw. Tastenkreuz. Ein paar Eigenheiten gibt es aber dennoch: An einigen Stellen wird der Gyrosensor des 3DS genutzt, was auch gut funktioniert. Eher schlecht als recht ist jedoch der Zielpunkt, den man bei manch Puzzle per Touchscreen über den 3D-Bildschirm führen muss. Das klingt nicht nur seltsam, sondern klappt aufgrund des trägen Cursors auch eher suboptimal.

Grafik:
Vielleicht erinnern sich manche an die Anfänge einer gewissen, blutigen Fighting-Game-Reihe. Da hat man anstelle computergenerierter Figuren digitalisierte... nennen wir sie mal „Schauspieler“ benutzt. Etwas ähnliches kam wohl bei Hollywood Crimes zum Einsatz, zumindest erinnern die Charaktere samt nicht ganz so toller Animationen an die gute, alte FMV-Ära. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für uns hat diese unfreiwillige Komik jedenfalls ihren Charme. In Kombination mit dem Intro im 60er-Jahre-Stil könnte man sogar auf die Idee kommen, dass das beabsichtigt war. Abgesehen davon ist das Spiel kein optischer Überflieger, liefert aber immerhin einen soliden Einsatz des 3D-Effekts - inklusive 3D-Fotos in Schwarz-Weiß im Jahre 1961. Jepp.

Sound:
Wo wir gerade beim 60er-Jahre-Stil sind: Der wird auch von der Musikbegleitung herrlich unterstützt. Man fühlt sich in alte Zeiten zurückversetzt. Wesentlich moderner ist da die deutsche Sprachausgabe. Denn, man mag es kaum glauben, sämtliche Dialoge des Spiels sind vollständig vertont worden! Zwar nicht immer optimal, aber zumindest brauchbar.

Features:
Augenscheinlich hat die Sprachausgabe aber ihren Preis: Die Handlung von Hollywood Crimes ist nicht sonderlich lang. Rund fünf Stunden dauert es, bis man den Rätsel-Mörder gefasst hat. Aber natürlich wären auch die Professor Layton-Spiele wesentlich kürzer, wenn es da nicht einen ganzen Stapel Bonus-Puzzles gäbe. Mangels Pixel-Absucherei kriegt man diese hier in Form von Fanbriefen zugesteckt, wo sie dann brav darauf warten, dass ihr ihnen etwas Aufmerksamkeit schenkt. Nett gemeint, großartige Boni gibt es für das Absolvieren dieser Puzzles jedoch nicht. Letztenendes hätten wir uns etwas mehr vom Story-Modus erwünscht.

Fazit:
Wer jetzt auf das erste große Adventure für den 3DS oder gar einen geeigneten Layton-Ersatz gehofft hat, ist bei James Noir's Hollywood Crimes 3D leider an der falschen Adresse. Das Spiel macht keinen Hehl darum, dass es im Prinzip nur ein Film ist, der an bestimmten Stellen von kleinen Puzzles und Minispielen unterbrochen wird. Die Animationen der Figuren erinnern ebenfalls an alte FMV-Zeiten - sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Das alles hat auch einen gewissen Charme, dem wir dem Spiel nicht abstreiten möchten. Allerdings macht dies allein kein gutes Knobel-Abenteuer aus. Solltet ihr einen Puzzle-Snack für zwischendurch mit einer halbwegs brauchbaren Handlung sowie Rätseln suchen, könnt ihr Hollywood Crimes eine Chance geben. Ansonsten solltet ihr die 60er Jahre einfach begraben lassen.

Raucht der Kopf: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Mäßig
Deine Wertung:

-
Ein etwas zu kurz geratenes, suboptimales Krimi-Abenteuer in den 60er Jahren mit FMV-Charme.

Wertung

RÄTSEL:

6.0

STORY:

7.0

UMFANG:

6.0
6
von 10

Interessante Aufmachung...

Viele Puzzles

Tolle 60er-Jahre-Atmosphäre

...die technisch nicht begeistern kann

Linearer geht’s kaum

Sprecherqualität schwankt

Schnell vorbei

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2 Kommentare