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Spielname:
Sonic & All-Stars Racing Transformed

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Sega

Developer:
SUMO Digital

Genre:
Racing

Release:
08.02.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1-8 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Sonic & All-Stars Racing Transformed

Review: Sonic & All-Stars Racing Transformed

Alexander Schneider, 05.03.2013

3460°

5

Test mögen: Weitersagen:

Bereits seit einiger Zeit beglücken die vielfältigen Sega-Charaktere rund um den „Star“ des Unternehmens - Sonic - viele Spieler auf den Heimkonsolen und auch auf den portablen Systemen. Die große Version des aktuellen Funracer-Ablegers ist von Fans und Presse zu großen Teilen bestens aufgenommen worden, während der Handheld-Fassung eine gehörige Portion Skepsis entgegenschwappt. Segas blauer Igel dringt mit seinem aktuellen Rennspiel Sonic & All-Stars Racing: Transformed nämlich nicht nur in ein Terrain ein, welches seit vielen Jahren fest in der Hand von Nintendos Mario Kart zu sein schien - nein, der mobilen Variante haften natürlich auch Vorurteile wie die des abgespeckten Inhalts und der zweckmäßigen Grafik an. Ob diese berechtigt sind und inwiefern sich das kleine Geschwisterchen der beliebten Konsolenversion in Sachen Spielmodi und Technik annähern kann, beleuchten wir natürlich in der nun folgenden Review.

Raserei mit gutem Einstieg - und dann?
Praktisch sofort nach dem Einwerfen des Games in den Modulschacht eures Lieblings-Handhelds kommt das aufwändig inszenierte Intro des Funracers auf - und dieses macht jedenfalls ordentlich Laune! Natürlich werden keine In-Game-Szenen gezeigt, sondern vorgerendertes Material aus dem Renngeschehen, welche direkt alle vorhandenen Charaktere und Fahrzeuge präsentieren. Doch nicht nur das: Das kurze Video beschäftigt sich maßgeblich mit der Vielfältigkeit der Fahrzeugformen, die euch in Sonic & All-Stars Racing: Transformed die Ehre erweisen. So werden eure Vehikel mit Rädern überraschenderweise ganz plötzlich flugfähig gemacht (Jet) oder auch wassertauglich (Hovercraft), damit ihr die ebenfalls auf den Strecken eingestreuten Flug- und Wasserabschnitte bewältigen könnt.

Die Spielmodi selbst wirken auf den ersten Blick schon ordentlich - so besteht der Einzelspieler-Part aus den Modi Grand Prix, Welttour, Zeit- und Einzelrennen. Klingt auf den ersten Blick ganz vernünftig, wenn da nicht der im Verhältnis zu großen Version extrem abgespeckte Welttour-Modus wäre. So gibt es in diesem eigentlich umfangreichen und abwechslungsreichen Herausforderungsmodus anders als in der eben benannten Fassung unter anderem keinerlei Drift-Rennen, keine Ring-Rennen und keine Verkehrsstau-Herausforderungen, was sowohl Umfang als auch Schwierigkeitsgrad extrem herunterschraubt. Auch die von vielen Spielern geschätzten Boss-Kämpfe mit einem schemenhaften Panzer fehlen – insgesamt wurde schlichtweg vieles umgebaut oder gar nicht erst berücksichtigt. So bleiben dem Sonic-Fan mit 3DS lediglich weniger spektakuläre Angelegenheiten wie Turbo-Zeitfahren, übliche Rennen und Einzelduelle gegen einen Rivalen oder auch Geisterwagen; und auch Checkpoints müssen auf so mancher Strecke abgefahren werden.

Dennoch gibt es auch einen Multiplayer-Modus, der allerdings ohne die bekannte Koop-Komponente daherkommt, dank derer man auf der Konsole die Rennen gemeinsam bewältigen konnte. Zudem gibt es noch Online-Duelle und lokale Mehrspieler-Rennen - die Nutzung des Online-Modus erweist sich aufgrund zu geringer Beteiligung der Fangemeinde zum Testzeitpunkt allerdings als wenig interessant. Bis zu acht Fahrer dürfen im Multiplayer gegeneinander antreten, online kommen jedoch selten so viele zusammen und auch die KI lässt sich in solchen Fällen leider nicht hinzuschalten. Macht euch also auf einige einsame Rennen gefasst. Immerhin lassen sich per StreetPass verschiedenste Herausforderungen empfangen und senden, sodass 3DS-typische Funktionen auch mal genutzt werden.

Fetziges Spielerlebnis mit großer Charakter-Auswahl
Ganz unabhängig von der grafischen Darstellung, auf die wir später zurückkommen werden, erwartet den geneigten Käufer eine große Vielfalt an bunten, farbenfrohen und exotischen Strecken, welche erfinderisch und liebevoll gestaltet wurden. Das Repertoire reicht von asiatischen Elementen wie im Falle der Strecke „Jahreszeiten“, über maritime Anspielungen wie im „Meeresblick“, welcher euch direkt zu Beginn erwartet, bis hin zu industriell wirkenden Strecken wie der „Träger-Zone“, welche mit einem Flugzeugträger aufwarten kann. Allesamt sind sie diversen Spieleserien aus Segas Repertoire nachempfunden, darunter zum Beispiel Skies of Arcadia, und sorgen für ein herrlich nostalgisches Feeling.

Im Streckenverlauf kann es durchaus möglich sein, dass sich euer Gefährt wandelt, um so zum Beispiel als Hovercraft zum Wellenreiter zu werden. Im Jet-Modus hingegen sind in luftigen Höhen mitunter auch Stunts kein Ding der Unmöglichkeit. Salti und Flugrollen geben euch fahrzeugunabhängig nach Ankunft auf dem Boden einen Turboschub. Das sorgt für reichlich Abwechslung im Renngeschehen. Wie in Mario Kart könnt ihr sehr häufig Items einsammeln, die in Boxen quer über die Rennstrecke verteilt sind. So könnt ihr euch Turboschübe gönnen oder auch Extras, die den Gegnern schaden, wie beispielsweise mit Feuerwerksraketen oder auch den Kugelfisch, der entweder als Geschoss oder stationäre Falle verwendet werden kann. Defensive Items wie den Handschuh, der gegnerische Angriffe abwehrt, gibt es natürlich ebenfalls.

Ferner stehen drei verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Auswahl - Leicht, Mittel und Schwer, wie man sich denken kann. Die leichte Stufe wird niemanden vor Probleme stellen, während die beiden anderen schon etwas tückischer ausfallen, sodass nicht selten fahrerisches Geschick vonnöten ist. Der Experten-Level aus den großen Versionen ist allerdings – wie so viele andere Dinge – bei der Umsetzung der Schere zum Opfer gefallen.

Allerdings vermag der Racer bei der Charakter-Auswahl zu überzeugen, denn mit Sonic (natürlich!), Knuckles, Tails, Amy, AiAi (Super Monkey Ball), Ulala aus Space Channel, B.D. Joe aus Crazy Taxi, Ralph aus Ralph reichts und vielen mehr schlägt Sega mit Charakteren aus dem firmeneigenen Universum und darüber hinaus nur so um sich! Klar, dass jeder Fahrer so seine Vorzüge wie die Beschleunigung, Turbo etc. hat. Ihr könnt im Spielverlauf auch noch weitere Spielfiguren freischalten. Auch hält sich Sega die Option offen, das Fahrerfeld und Streckenkontingent per DLC zu erweitern. Der Erstauflage des Spiels liegt ein Gutschein für Metal Sonic und den Out Run-Kurs bei, Späteinsteiger müssen für diese Inhalte Geld auf die virtuelle Theke legen.

Steuerung:
Indessen gestaltet sich die Steuerung als sehr einprägsam und simpel, was dem dynamischen Spielerlebnis nur zugute kommt. So könnt ihr mit der A-Taste Gas geben, während das Schiebepad zum Lenken befähigt. Mit der linken Schultertaste feuert ihr Items ab, die R-Taste dagegen bringt euch zum Driften. Ab und an reagiert die Steuerung ein wenig unpräzise und träge, dies fällt allerdings nicht allzu sehr ins Gewicht. Es kann also konstatiert werden: Funracer-typische Bedienung - so, wie es sich auch gehört.

Grafik:
Selbstredend war zu erwarten, dass die 3DS-Version grafisch nicht im Ansatz an die großen Pendants heranreichen und eher optische Magerkost bieten würde - dazu fällt Nintendos Mobilkonsole technisch zu sehr ab, wenn es zum Vergleich mit den stationären Konsolen kommt. Dennoch muss an dieser Stelle betont werden, dass massig Grafikdetails und Effekte schlicht fehlen, wobei die Strecken ansonsten doch recht opulent erscheinen und hin und wieder sicherlich für ein wenig Begeisterung sorgen werden. Leider ist die Framerate absolut mangelhaft, was sich in zahlreichen Rucklern oder gar im Einfrieren des Bildes äußert - vor allem dann, wenn auf der Piste viel los ist. Dies kann in manchen Rennen zum einen spielerisch ein Nachteil sein, zum anderen ist es ein technisches No-Go und ein Affront gegen die eigentlichen Möglichkeiten des 3DS. Der rudimentäre 3D-Effekt täuscht darüber leider ebenfalls nicht hinweg. Hinzu kommen diverse Grafik-Bugs wie ausbleibende Transformations-Sequenzen oder eine Rücksetzfunktion, die euch manchmal stets im Nichts statt auf der Strecke absetzt. Insgesamt trüben die Mängel das Spielerlebnis schon in einem hohen Maße, auch wenn die abgespeckte Grafik dennoch einigermaßen ansehnlich aussieht.

Sound:
Der Soundtrack fällt wie betont dynamisch, fetzig und eingängig aus, was immerzu zum Spielgeschehen passt. Futuristisch anmutende Melodien paaren sich mit einprägsamen Ohrwürmern, sodass die Soundkulisse insgesamt durchaus als gelungen bewertet werden kann. Je nach Strecke passt sich eben diese an die Piste und Umgebung an und sorgt so für musikalische Vielfalt, auch wenn man natürlich kein bombastisches Lob für einen spacigen Funracer-Soundtrack aussprechen kann.

Fazit:
Es ist ernüchternd. Ernüchternd, dass ein Spiel mit solch großem Potenzial und mit so lichten Momenten in der Bedeutungslosigkeit versinken wird, weil die Entwickler es nicht geschafft haben, für eine solide Technik und für mehr Spielmodi zu sorgen. Die Bildrate wurde leider absolut verhunzt, und auch die beschriebenen Bugs sind absolut unmöglich - Qualität ist etwas anderes und ein richtiges Geschwindigkeitsgefühl will da auch nicht immer aufkommen. Wer vom geringen Umfang und von so mancher Lieblosigkeit absehen kann, darf durchaus zugreifen, denn Sonic & All-Stars Racing Transformed bietet sympathische Charaktere, liebevoll erdachte Strecken und obendrein durchaus feines Gameplay, welches mit Tempo und Charme überzeugen kann. Auch die Transformationen der Karts sind eine wunderbare Idee. Niemand sollte allerdings erwarten, dass der 3DS-Ableger das Niveau der Heimkonsolen-Varianten erreichen kann, denn dazu wurde einfach zu viel gestrichen. Solltet ihr eine spaßige, mobile Alternative zu Mario Kart suchen und keine Möglichkeit haben, zu den großen Versionen zu greifen, welche mehr als gelungen sind, könnt ihr euch durchaus Gedanken über den Kauf machen. Andernfalls raten wir vorher zum Anspielen, denn Sonics neuerlicher Ausflug in die Welt der Rennfahrer bleibt trotz aller Vorzüge nicht selten unter seinen Möglichkeiten.

Hatte mit Sonics Ausflug in den Rennsport Freud und Leid: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Ok
Deine Wertung:

-
Lustige Mario Kart-Alternative, getrübt durch unübersehbare technische Mängel und Bugs

Wertung

MULTIPLAYER:

7.0

STRECKENDESIGN:

8.0

TECHNIK:

4.0
6
von 10

Liebevoll gestaltete Strecken

Viele SEGA-Charaktere

Innovative Transformationen

Ordentlicher Multiplayer

Temporeiches Gameplay

Passender Sound

Detailarme Grafik

Massiv störende Bugs

Inakzeptable Bildrate

Spielmodi abgespeckt

Zum Testzeitpunkt online wenig los

3D-Effekt nur marginal

Steuerung manchmal unpräzise

Wie werten wir?

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5 Kommentare