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Spielname:
Driver: Renegade 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Racing

Release:
01.09.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

Screenshots:
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Review: Driver: Renegade 3D

Kevin Jensen, 09.09.2011

6087°

11

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Mein Name ist Tanner, John Tanner. Und ich esse Chuck Norris‘ Unterwäsche zum Frühstück. Warum ich das tue? Weil mich Gedankenkontrolle verrückt macht! Spontan auf der Straße in ein anderes Fahrzeug wechseln und da soll ich noch normal im Kopf bleiben? Darum habe ich meinen Entwickler-Freunden von der 3DS-Version gesagt, sie sollen mich zum Psychiater bringen und therapieren. Gesagt, getan. Sieht man Abenteuer auf dem 3DS etwas anders aus als auf den großen Konsolen. Einfacher, klassischer. Driver halt. Und bleib‘ ja im Wagen!

Es ist Driver, das Auto ist eure einzige Waffe!
Es ist schon ein Weilchen her, als das erste Spiel der Driver-Serie die Ladenregale unsicher machte. Genau genommen sorgte die Serie erstmals im Jahre 1999 für Aufsehen und erschien damals für den PC, Mac, auf der PlayStation und sogar auf dem Game Boy Color. Entwickelt wurde das ganze von Reflections Interactive, die mittlerweile von Ubisoft akquiriert wurden und nun Ubisoft Reflections heißen. Und 12 Jahre später, was kann man da verbuchen? Insgesamt 7 verschiedene Spiele, 16 Millionen verkaufte Einheiten und viele, viele Fans.

Wenn man sich die Entwicklung von Driver auf den Nintendo-Handhelds genauer anschaut, gibt es auch einige spannende Geschichten zu erzählen. Denn was viele nicht wissen: C.O.P. - The Recruit sollte ursprünglich als Driver: The Recruit erscheinen. Somit erscheint mit Driver Renegade 3D erstmals nach 7 Jahren wieder ein Spiel der Driver-Serie auf einem Nintendo-Handheld. An dieser Stelle nochmals Kondolenz- und Sympathie-Gedanken an den guten alten GBA...

Dabei zeichnete sich die Rennspiel-Serie mit einem Merkmal besonders aus: Sie war stets stark storygetrieben. Während man auf den großen Konsolen sprichwörtlich in die spirituelle Ebene abdriftet, bleibt man auf dem Nintendo 3DS seiner althergebrachten Linie treu. Ex-Cop und wahnwitziger „Driver“ John Tanner erledigt ein paar mehr oder minder schmutzige Jobs hinter den Kulissen des Gesetzes.

Jetzt wird richtig gerockt!
Das eigentliche Spiel ist aufgeteilt in zwei große Hauptmodi: Der Abenteuer- und der Karrieremodus. Während des Abenteuers entfaltet sich die Geschichte von John Tanner, der als Ex-Undercover-Ermittler nun für Senator Ballard arbeitet und New York von fünf großen Gangsterbossen befreien möchte. So warten diverse Missionen auf den Spieler wie Zeitfahren, Gegner zerstören oder Kopfjagden. Spielt man auf der Schwierigkeitsstufe „Schwer“, so werden nach und nach neue Fahrzeuge für den Karrieremodus freigeschaltet. Genau dieser erinnert an Spieleserien wie Burnout und oder Midnight Club auf den großen Konsolen, bei denen man in großen Städten nach Open-World-Muster diverse Rennmissionen erfüllt. Hier gibt es insgesamt sieben unterschiedliche Modi, wie beispielsweise Checkpoint-Rennen, Demolition-Derby oder Straßenkrieg. Für jede Spielvariante gibt es 12 Missionen und zusammen mit den 20 Leveln aus dem Abenteuermodus bekommt man satte 104 Herausforderungen. Hört sich doch nach ordentlich Holz vor den Hütten an. Lasst euch aber gesagt sein, John Tanner trägt einen Wonder-Bra. Denn viele dieser Missionen lassen sich unter einer Minute durchspielen und andere werden nur künstlich in die Länge gezogen, da man monotone Jagden durch die Stadt fährt, um stets wehrlose Gegner zu zerstören, die nur einen Vorteil kennen: Sie sind schneller.

Zudem ist befremdend, dass Tanner im Spiel fast an jeder Kurve einen Kommentar ablässt, was schnell monotoner wird als die Fußballkommentatoren bei einer bestimmten Fußballserie... Man stelle sich einfach diese drei Sätze vor, die Tanner immer und immer wieder an den schier unglaublichsten Stellen des Spiels von sich gibt: „Jetzt werde ich aber richtig sauer!“, „Jetzt wird richtig gerockt“, „Auf Nimmerwiedersehen du Arschl#!*!“. Ja, Kraftausdrücke sind bei dem Spiel keine Seltenheit. Dies und auch die Tatsache, dass man Edelnu... äh, „Freudenmädchen mit Niveau“ im Storymodus beschützen muss, sorgten wohl für die USK-16-Einstufung. Denn bekanntlich ist bei Driver das Auto die einzige Waffe!

Wer also nur ein wenig im Matheunterricht aufgepasst hat, kann sich jetzt ausmalen, wie lange man im Durchschnitt brauchen wird, um Driver Renegade 3D abzuschließen. Geübte Spieler subtrahieren nochmals 10% von der Summe, Anfänger addieren 20% drauf. Überfordert? 104 Missionen bei einer Durchschnittsspielzeit von 1-3 Minuten. Plus eventuelle Zusatzversuche, wenn man zu oft vor die Wand fährt... Macht nach Adam Riese? Jetzt seid ihr aber wirklich selbst dran...

Steuerung:
Es ist schon beachtlich. Wir leben im Jahr 2011 und kaum ein Entwickler bietet alternative Steuerungsoptionen an. Somit müssen wir leben, mit dem was uns aufgetischt wird, auch wenn es Grützwurst ist... So nutzt man die L- und R-Tasten, um Gegner zu Rammen. Gas geben wurde auf dem B-Knopf platziert und der Turbo versteckt sich auf dem A-Knopf. Und letzteres Features fühlt sich eher an wie eine Schnecke auf der Rutschbahn, als ein ernstzunehmender Nitro. Wirklich schneller wird man nämlich kaum. Auch ansonsten hätte man noch ein wenig an der Fahrzeugphysik arbeiten können, denn oftmals fühlen sich die Autos zu leicht an und schlittern schnell unkontrolliert über die Straße.

Grafik:
Optisch macht Driver Renegade 3D eine gute Figur. Die Straßentexturen sind gelungen und auch der Lichteinfall bei Dämmerung sorgt für strahlende Effekte. Die Engine bleibt stets flüssig, auch wenn man durch diverse Trümmer auf Straßenbaustellen fährt und viele Gegner um sich herum hat. Doch leider hat auch die Optik mit einigen Mankos zu kämpfen. So tauchen viele Texturen spät auf und auf Entfernung sieht alles ein wenig „matt“ aus. Der 3D-Effekt ist passabel umgesetzt, nur wundert man sich, warum die Entwickler an den oberen Ecken des Bildschirms schwarze Schleier eingebaut haben. Sprichwörtlich ein Trauerspiel, denn dieser Grafikeffekt sorgt für Schwierigkeiten bei der Sweet-Spot-Findung. Der untere Bildschirm wird genutzt, um dauerhaft die Stadtkarte einzublenden. Das ist extrem hilfreich, da man sich schon in der großen Metropole schnell verfahren könnte. Andererseits muss man so stets auf zwei Sachen achten: Nicht gegen die Wand zu rasen und zeitgleich das eigene Navigationssystem zu spielen. „An der nächsten Baustelle bitte links abbiegen!“... „Sie haben ihr Ziel erreicht.“ Warte... wo bin ich hier?

Sound:
Während man im Storymodus nur vorgefertigte Hetzjadgdmusikstücke präsentiert bekommt, darf man sich im Karrieremodus selbst den Radiosender aussuchen. Zur Wahl stehen Rock, Funk und Techno. Wem das Genre egal ist, der kann auch alle drei zusammen bekommen. Schöne Funktion! Gelobt werden kann auch die deutsche Synchro. Die Sprecher leisten gute Arbeit und die Story-Comics versprühen eine besondere Atmosphäre. Dazu kommen die bereits erwähnten Kommentare, die auf Dauer aber dann doch mehr als nur nervtötend sind.

Features:
Wie steht es doch in großen Lettern auf der Verpackungsrückseite geschrieben: Über 100 Missionen und Herausforderungen. Stimmt, damit kann sich Driver Renegade 3D wirklich rühmen. Es gibt auch 50 freispielbare Autos, die man in der Werkstatt sogar noch andersfarbig lackieren kann. Dennoch erwartet man von einem modernen Spiel etwas mehr als bloß die Basiselemente auf der Checkliste abzuhaken. Vor allem der fehlende Mehrspielermodus, von einem Onlinemodus ganz zu schweigen, sorgt bei einem Rennspiel dafür, dass der ADAC-Pannendienst vorbeischaut...

Fazit:
Angenehme Grafikengine, Open-World-Rennelemente in einer großen Stadt, diverse Missionen sowie Rennziele und was fehlt? Das gewisse Etwas, das dem Spiel Leben einhaucht. Es wirkt wie eine leere Hülle, die darauf wartet, mit Inspiration gefüllt zu werden. Klar, man bekommt einen soliden Arcade-Racer, diverse Zusatzrennen und die Story-Comics sind nicht nur gut gemacht sowie komplett in die deutsche Sprache vertont worden, sondern auch spannend mitzuverfolgen. Doch etwas fehlt einfach: Spielwitz. Wenn man schon bei Größen wie Burnout und oder Midnight Club abschaut, dann könnte man auch Elemente einbinden, die den Spieler länger bei Stange halten als ein paar ausgedehnte Stunden an einem verregneten Herbstwochenende. Driver: Renegade 3D hat somit viel Potential verschenkt und versucht diese mittels Story zu überblenden, doch Spieler schauen hinter die Fassade...

Bleibt weiterhin bei Ridge Racer: Kevin Jensen für Planet3DS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Ok
Deine Wertung:

-
Gute Open-World-Ansätze, aber inspirationsarm und unausgereift.

Wertung

MULTIPLAYER:

0.0

FAHRZEUGVERHALTEN:

6.0

STRECKENDESIGN:

8.0
5
von 10

Große Open-World-Stadt zum Umherfahren

Viele Missionen...

Gelungene Story-Comics

Mäßige Gegner-KI

... die oftmals sehr kurz und eintönig sind

Kein Multiplayer

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11 Kommentare