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Spielname:
One Piece: Unlimited Cruise SP 2

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Namco Bandai

Developer:
Ganbarion

Genre:
Action Adventure

Release:
27.07.2012 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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One Piece: Unlimited Cruise SP 2

Review: One Piece: Unlimited Cruise SP 2

Tjark Michael Wewetzer, 03.08.2012

7011°

9

Test mögen: Weitersagen:

Na das ging doch mal schnell: Erst diesen Februar veröffentlichte Namco Bandai mit Schützenhilfe von Nintendo One Piece: Unlimited Cruise SP in Europa. Dabei schmiss man aber unerfreulicherweise die Hälfte des Spiels über Bord und machte aus dem als Komplettsammlung konzipierten Modul einen Episodentitel, wie man es vom Wii-Original kennt. Jetzt liegt uns die zweite Hälfte in 3DS-Kartenform vor und wir nennen euch weitere Gründe, weswegen ihr diese dreiste Aufteilung von Unlimited Cruise SP besser im Händlerregal versauern lassen solltet.

Previously on One Piece: Unlimited Cruise...
Fans der Serie werden vielleicht wissen, dass es eigentlich um den titelgebenden Riesenschatz geht, den Hauptfigur Monkey D. Ruffy und seine exzentrische Crew suchen. Doch wie so oft macht die Suche auch bei Unlimited Cruise Pause, denn die Strohhut-Piraten stoßen auf eine mysteriöse Inselkette, auf der ein anderer großer Schatz versteckt sein soll. Dies stellte sich jedoch am Ende von Episode 1 als gefährliche Falle heraus, die den zu Beginn des Abenteuers angelachten Allesfresser Gabri auf die Größe einer handlichen Kugel reduzierte. Ruffy und seine Freunde trauern nicht lange über den Verlust ihres neuen Kameraden, sondern suchen flugs nach einer Möglichkeit, ihn wieder ins Leben zurückzuholen - und dazu müssen sie erneut einige Prüfungen auf den neu erschienenen Inseln des Gewässers ablegen.

Übersetzt ins Gameplay bedeutet das, dass ihr nach und nach vier recht überschaubare Insel-Areale abklappern müsst. Eure Reise beginnt hierbei auf einer ziemlich öden Wüsteninsel und führt euch zum Beispiel in ein Sumpfgebiet, wo modernde Zombies an jeder Ecke lauern und ihr bestimmte Areale nur mit einem kleinen Beiboot erreichen könnt. Euer Ziel ist dabei recht simpel: Irgendwo auf den Schauplätzen verbergen sich zwei große Bossgegner, die euch im Kampf der oben genannten Prüfungen unterziehen. Um diese überhaupt erreichen zu können, müsst ihr allerdings reichlich basteln, wofür wieder Gegenstände benötigt werden.

Piraten auf Hamstertour
Der Grund dafür? Nicht selten gelangt ihr an Punkte, bei denen entweder das handwerkliche Geschick eures Cyborg-Gefährten Franky oder die magischen Fähigkeiten der Gabri-Kugel benötigt werden. Diese können ihren Zauber aber natürlich nicht einfach so wirken, sondern brauchen Rohstoffe. Welche das genau sind, erfahrt ihr am Punkt, an den ihr die Talente der beiden nutzen müsst. Und dann heißt es: Die Insel(n) auf den Kopf stellen, alles zerstörbare in Schutt und Asche legen, Items einsammeln und -falls nötig- die passenden Dinge von Erfinder Lysop, Koch Sanji oder Arzt Chopper zusammenstellen lassen. Man hat eindeutig Wert auf das Crafting-Element des Spiels gelegt, was für optionale Dinge wie verbesserte oder gar neue Waffen oder hilfreiche Unterstützungsobjekte ganz nett ist, im weiteren Verlauf aber in mühsame und eintönige Routine ausartet.

##Gleiches gilt auch für die Gefechte, die ihr mit den überall auflauernden Sand-Golems, Marine-Soldaten, Zombies und was es sonst noch alles gibt (und zum Großteil aus Episode 1 recycelt wurde) regelmäßig austragen müsst. Die Kämpfe arten in der Regel schnell in hirnfreies Button-Mashing aus, und das obwohl man zumindest versucht hat, sowas wie Taktik in die Scharmützel zu bringen. Führt ihr nämlich alle in einer Combo-Liste auf dem Touchscreen aufgeführten Kommandos aus, teilt ihr kurzzeitig mehr Schaden aus und garantiert, dass euer Opfer einen Gegenstand nach seinem Ableben für euch hinterlässt. Praktisch kommt euch dieses Feature aber lediglich bei Item-Sammeleien oder den Bossfights zu Gute - obwohl letztere dank simpler Angriffsmuster und teils unverschämt hoher Trefferpunkt-Werte trotz allem größtenteils anspruchslos und öde ausfallen.

Steuerung:
Unlimited Cruise SP wird größtenteils nach klassischer Action-Adventure-Manier gesteuert. Per Schiebepad wird die Figur dirigiert, mit B gehopst bzw. ausgewichen, mit Y nehmt ihr Feinde ins Visier, die L-Taste dient zur Kamera-Zentrierung und mit R wird gerannt. Die restlichen Aktionstasten sind den Angriffen zugewiesen, von denen ihr allerdings zu Beginn nur wenige habt. Erst nach und nach entfaltet sich durch stetigen Kampfeinsatz der gesamte Move-Pool der Strohhüte. Das macht allerdings gerade die Anfangsphase bei jeder Figur unglaublich öde. Immerhin könnt ihr eure Kampf-Level von Episode 1 übernehmen, sofern ihr die durchgespielt habt. Ebenfalls nervig: Hin und wieder passiert es, dass die Sprung-Taste erst mit einer bemerkbaren Verzögerung auf eure Eingabe reagiert. Das macht die paar ohnehin schon hakeligen Sprungpassagen nicht gerade leichter. Der Touchscreen kommt übrigens auch reichlich zum Zug - etwa in den Menüs, zur Charakterwahl bei den Erkundungen oder der Nutzung von Hilfsobjekten und Werkzeugen, wie zum Beispiel der Angel.

Grafik:
Dafür, dass die Macher euch zum Erkunden der Inseln ermutigen wollen, schauen diese leider oft sehr uninteressant aus. Kleine optische Wachmacher wie die Bernstein-Gebilde im Strandparadies von Episode 1 bietet die Fortsetzung leider kaum. Schlimmer noch: Gerade bei hohem Gegneraufkommen leidet das Spiel unter teils enormen Rucklern. Besonders auffällig ist das bei aktiviertem 3D, wo Unlimited Cruise nur selten eine stabile Framerate aufrecht erhalten kann. Zum optimalen Spielgenuss empfehlen wir daher, auf den rudimentären Tiefeneffekt, der höchstens bei den Cutscenes recht gut zur Geltung kommt, zu verzichten. Apropos Zwischensequenzen: Viel Erfolg beim Entziffern der viel zu klein geratenen deutschen Untertitel. Sie sind noch lesbar, klar, ein bisschen größer hätten die Buchstaben aber schon ausfallen dürfen. Bei all der Rüge müssen wir aber auch gestehen, dass zumindest die Charaktermodelle detailliert ausgefallen und schön anzusehen sind. Immerhin etwas.

Sound:
Um ein weiteres gutes Haar an dem Spiel zu lassen: So simpel die Melodien auch sein mögen und so wenige Lieder es gibt -pro Insel eines, hin und wieder durch Kampfmucke aufgelockert- so haben sie es doch geschafft, sich irgendwie in unser Hirn einzubrennen. Zumindest die Titelmelodie summen wir noch vor uns hin. Freunde des O-Tons wird es übrigens erfreuen, dass sämtliche Figuren auf Japanisch schnattern. Wer aber angesichts des von Namco Bandai angeführten Platzknappheits-Arguments auch auf Vertonungen in anderen Sprachen hofft, wird enttäuscht - Übersetzungen finden sich nur in den Untertiteln.

Features:
Unlimited Cruise SP 2 beinhaltet zusätzlich zum 10 bis 15 Stunden umfassenden Hauptabenteuer die selben Bonus-Modi wie die vorangegangene Episode. Das heißt, ihr könnt im Marineford-Modus die aus dem Manga entnommene Geschichte um die Exekution von Ruffys Bruder Ace erleben, die über zahlreiche mäßige Bossfights erzählt wird. Auch Survival- und Boss-Rush-Modus sind wieder mit an Bord, der Versus-Modus der Wii-Vorlage glänzt hingegen weiterhin durch Abwesenheit. Eure Leistungen in diesen Modi könnt ihr übrigens nahtlos aus dem ersten Spiel übernehmen. Ihr müsst also nicht noch einmal der Vollständigkeit halber das gesamte Marineford-Kapitel erleben.

Fazit:
Erlebt ihr auch gerade ein schweres Déjà vu? Das liegt vielleicht daran, dass One Piece: Unlimited Cruise SP 2 wirklich nur die nachgereichte zweite Hälfte der 3DS-Portierung ist. Keine der alten Schwächen wurde ausgebügelt, vielmehr wirken die neuen Landschaften noch um einiges öder und die Gegenstandssammelei für den Spielfortschritt nerviger. Auch wenn die europäische Version von Unlimited Cruise SP beide Episoden auf einer 3DS-Karte vereint hätte, wäre es höchstens etwas für beinharte Fans der Vorlage, die sich für den Sammelmarathon begeistern und über die starken technischen Schwächen hinwegsehen können. Tut euch einen Gefallen, wenn ihr wirklich mit Ruffy die unendliche Ödnis erleben wollt, greift lieber zur günstigeren Wii-Version. Generell seid ihr jedoch in anderen Gewässern besser aufgehoben.

Sucht lieber andere Schätze: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Namco Bandai Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Eintönige Fortsetzung der unendlichen Sammelei. Das haben Ruffy und Co. nicht verdient.

Wertung

SPIELWELT:

5.0

ABWECHSLUNG:

4.0

UMFANG:

6.0
4
von 10

Japanische Original-Sprecher

Zahlreiche bekannte Gesichter aus der Serie

Das Paradies für Sammelwütige und 100%-Zocker

Eintönige Kämpfe und Areale

Nervige Item-Sammelei

Ständige Ruckler...

...vor allem in 3D

Nur die zweite Hälfte

Wie werten wir?

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9 Kommentare