PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Dr. Kawashimas diabolisches Gehirnjogging: Können Sie konzentriert bleiben?

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Denkspiel

Release:
28.07.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Jetzt Bestellen:
Zum Shop:


Dr. Kawashimas diabolisches Gehirnjogging: Können Sie konzentriert bleiben?

Review: Dr. Kawashimas diabolisches Gehirnjogging: Können Sie konzentriert bleiben?

Sebastian Mauch, 06.08.2017

1640°

0

Test mögen: Weitersagen:

Das Spiel mit dem wohl längsten Titel der Industrie und der gefühlt längsten Releasespanne zwischen Japan und Europa. Und das Sahnehäubchen: Das Spiel ist nicht mal ein richtiges Spiel! Potzblitz! Der nunmehr dritte Ableger der Gehirn-Jogging-Serie des japanischen Gehirnforschers Dr. Kawashima versteht sich nämlich eher als Trainingsprogramm. In Dr. Kawashimas diabolisches Gehirn-Jogging: Können Sie konzentriert bleiben? gibt es nämlich erneut allerlei fordernde Aufgaben, um das eigene Gedächtnis in Schuss zu halten. Während Japaner schon länger ihren Denkmuskel trainieren dürfen, mussten wir gefühlt ein halbes Jahrhundert warten, um auch endlich in den Genuss zu kommen. Nach unzähligen Funkpausen und Verschiebungen ist es nun aber doch mal so weit gekommen und das Tool erschien am 28. Juli auch bei uns. Ob sich der Lauf lohnt und was man zu erwarten hat, das klären wir im folgenden Test!

Können Sie konzentriert bleiben, können Sie?
Zwar bietet die Software allerlei verschiedene Übungen an, doch wie der Titel unschwer vermuten lässt, liegt der Hauptaspekt definitiv auf dem diabolischen Gehirn-Jogging. Diese Aufgaben sollen vor allem die Leistungsfähigkeit des Arbeitsgedächtnisses, also das Kurzzeitgedächtnis, trainieren. Dazu muss man sich in den meisten Fällen etwas Bestimmtes merken, sich dann weitere Elemente wie Rechenergebnisse merken und dann das zuletzt Gemerkte als Antwort eingeben. Zu Beginn steht hierbei nur das diabolische Zahlenmerken zur Verfügung. Kommt man täglich wieder und hinterlässt im Kalender für jeden Tag einen Stempel, schaltet man stets neue Aufgaben frei. Von Dr. Kawashima wird empfohlen, jeden Tag mindestens eine Aufgabe aus dem teuflischen Sortiment zu erledigen.

Dort wird man jedes Mal ganze fünf Minuten mit einer bestimmten Disziplin konfrontiert. Das Spannende an der Sache: In diesem Zeitintervall passt sich die Schwierigkeit immer an das Niveau des Spielers an. Hat man den größten Teil der Antworten richtig angegeben, steigt die Stufe an. Im Umkehrschluss fällt die Stufe ab oder bleibt gleich, wenn man nur wenig oder mäßig viel richtig hatte. Dadurch trainiert man quasi stets am Limit der eigenen Denkfähigkeiten. Dabei ist Überforderung durchaus ein gewollter Faktor, da man nur so über seine Grenzen hinauswächst. Das Programm bleibt aber während der teils bockschweren Übungen stets fair, denn kommt man mal komplett durcheinander, kann man jederzeit aufgeben oder das Set neustarten. Außerdem beschwichtigt der digitale Doktor den Übenden immer wieder mit motivierenden und beruhigenden Hinweisen. Es geht also vor allem darum, sich selbst herauszufordern und nicht irgendwelche Rekorde zu knacken.

Zusatztraining, Gehirn-Jogging und Entspannung
Die in der Überschrift genannten Kategorien machen quasi den Rest des diabolischen Gehirn-Joggings aus. Das Zusatztraining versteht sich dabei als optionales Extra-Workout. Hier wird nicht die Merkfähigkeit des Gedächtnisses gestärkt, der Fokus liegt stattdessen auf der Geschwindigkeit. So muss man in altbekannten Übungen wie „Rechnen 20“ so schnell wie möglich simple Rechenaufgaben lösen, indem man die Antwort unten auf dem Touchscreen eingibt. Bei Zahlen klappt die Handschrifterkennung wie gehabt überwiegend gut. Muss man jedoch Wörter oder Buchstaben eintippen, kommt die Software leider zu oft an ihre Grenzen. So geschieht es nicht selten, dass man eigentlich das Richtige aufschreibt, aber man trotzdem einen Fehler angerechnet bekommt. Irgendwann lernt man aber sich damit zu arrangieren, weshalb dieses Ärgernis nicht allzu schwer wiegt.

In der Abteilung Gehirn-Jogging geht es einfach nur noch darum, das Gehirn allgemein anzuregen. Dort kann man sich etwa im Kartenlegespiel Patience behaupten, oder man plant in „Erobern“ taktische Schachzüge. Unter „Entspannung“ kann man dann wiederum wie in Dr. Mario auf Bazillenjagd gehen oder andere eher spielerische Aufgaben lösen. Hier hat man weder Druck noch irgendwelche Wertungen, was sich tatsächlich dafür eignet, einfach mal etwas abzuschalten.

Über tägliche Routine und Auszeichnungen
Neben den ganzen Hirn-malträtierenden Übungen ist vor allem auch ein Aspekt sehr bei Dr. Kawashimas diabolisches Gehirn-Jogging zu loben: Der Motivationsfaktor. Schaut man täglich rein, begrüßt der Doktor uns immer wieder mit sogenannten Gehirnseminaren, in denen man allerlei lehrreiches über das Gehirn vermittelt bekommt. Außerdem hinterlässt man wie auch in den Vorgängern täglich seinen Stempel. Bis zum Zeitpunkt des Tests spielten wir darüber hinaus täglich neue Übungen frei und haben noch viel vor uns. Beim Erreichen besonderer Leistungen, wie etwa sieben Tage in Folge zu „spielen“, bekommt man zudem Aufzeichnungen spendiert. Davon gibt es ähnlich wie in der Street Pass-Lobby unzählige, was einige Spielertypen ziemlich motivieren dürfte.

Gibt man sich dem Denktraining voll hin, entsteht irgendwann tatsächlich so etwas wie eine tägliche Routine. Auch nach einigen nur etwa 30-minütigen Sessions merkt man recht schnell, wie man immer besser mit den Aufgaben umgehen kann und neue Dimensionen erreicht. Dinge wie „Motivation“ und „Durchhaltevermögen“ werden von Dr. Kawashimas schwebendem Kopf übrigens immer mal wieder angesprochen: „Trainieren Sie immer an der Grenze Ihres Denkvermögens, nur dann zeigt das diabolische Gehirn-Jogging seine wahre Wirkung!“. Solche Sprüche hat man irgendwann so oft gehört, dass es schon fast zu viel des Guten ist. Aber wo er recht hat, hat er recht, nicht wahr?

Steuerung:
In dieser Kategorie braucht sich die Software keineswegs zu verstecken. Zwar ist die Schrifterkennung hier und da etwas ungenau, doch ist das bei unserer Sauklaue auch keine Schande. Abseits dieses Mankos kann man entspannt durch die aufgeräumten Menüs navigieren, wahlweise per Tasten oder mit dem Stylus. Da man im Prinzip alles über den Touchscreen regeln kann, fühlt sich die Bedienungen auch entsprechend intuitiv an.


Grafik:
Dass Grafik kein Pro der Nintendo 3DS-Familie ist muss wohl nicht gesondert betont werden. Bis auf ein leichtes Upgrade in Sachen Schriftschärfe und allgemeiner Erscheinung bleibt sich die neue Ausgabe des Hirntrainings weitestgehend selbst treu. Im Grunde wirkt alles wie in den Vorgängern, was auch gut so ist. Immerhin handelt es sich hierbei um eine Lernsoftware, und nicht um fabelhafte Fantasywelten.

Sound:
Auch hier merkt man wieder, dass es sich nicht wirklich um ein klassisches Spiel handelt. Zwar sind im Menü und den einzelnen Übungen jeweils eigene Melodien untergebracht, wirklich hervorstechen tun diese aber nicht. Lediglich die Pianostücke einer Übung am digitalen Klavier sind eine Wohltat für die Ohren. Alles andere sorgt eher für eine entspannte, konzentrierte Stimmung als dass es den Kreislauf in Schwung bringen würde. Ebenfalls muss man sehr lobend hervorheben, dass Dr. Kawashimas Alter Ego auch in deutscher Sprache bessere Artikulation beherrscht als manch ein Einheimischer.

Fazit:
Eine kleine Odyssee hatte das Lernprogramm ja schon hinter sich, bis endlich auch Europa in den Genuss dieses vorzüglichen Trainingsprogramms kam. Dafür glänzt Dr. Kawashimas diabolisches Gehirn-Jogging: Können Sie konzentriert bleiben? aber auch mit einer astreinen Übersetzung und vor allem Vertonung. Die schiere Masse an Übungen und der Variabilität in den Aufgaben zeugt von guter Arbeit. Trainiert man täglich, macht sich das früher oder später echt bemerkbar und man lernt haufenweise Interessantes dazu. Bis auf kleine Makel wie die teils zickige Schrifterkennung oder die irgendwann sehr repetitiv wirkenden Lektionen gibt es hier auch nicht wirklich etwas zu beanstanden. Für 30 Euro bekommt man eine Software, die wirklich einen Nutzen bringt und noch dazu Spaß macht. Aus diesem Grund können wir hiermit ein uneingeschränktes Kaufrezept ausstellen!

Der Kopf platzt bald vor lauter Gehirnseminaren: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Das Warten hat sich gelohnt: Das diabolische Training klotzt sowohl mit Umfang als auch mit Finesse und bringt den Denkapparat spürbar in Schwung.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

10

SUCHTFAKTOR:

8.0

TRAININGSEFFEKT:

9.0
9
von 10

Training bringt tatsächlich bessere Leistungen hervor

Große Auswahl an Übungen

Lehrreiche Lektionen des Doktors…

Motivierendes Freischaltsystem

Statistiken und Vergleich mit Freunden/Familie

Schrifterkennung teils zu ungenau

Zu wenige Aufgaben machen von der Buchfunktion Gebrauch

…die sich irgendwann ins Hirn eingebrannt haben

Wie werten wir?

Kommentare anzeigen

0 Kommentare