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Spielname:
Dead or Alive Dimensions

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Team Ninja

Genre:
Fighting

Release:
20.05.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Dead or Alive Dimensions

Review: Dead or Alive Dimensions

Tjark Michael Wewetzer, 24.05.2011

11k°

11

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Es ist nicht immer leicht, aufzufallen. Während „Street Fighter II“ Fans von 2D-Prüglern beschäftigte und „Tekken“ sowie „Virtua Fighter“ im 3D-Komsos für blaue Flecken sorgten, fasste ein Trupp Entwickler, der später als Team Ninja bekannt werden sollte, einen gewagten Entschluss: Ihr Konkurrenz-Fighter sollte die Spieler mit angewandter Physik in seinen Bann ziehen. Und mit „angewandter Physik“ meinen wir „wackelnde Oberweiten von weiblichen Figuren“. Das war 1996 und die Geburtsstunde von „Dead or Alive“. 15 Jahre und drei Nachfolger später blieb die Reihe den meisten wohl aufgrund der wohlproportionierten Frauen im Gedächtnis - kein Wunder, hatte man die Mädels doch in den letzten beiden Spin-offs für Xbox 360 und PSP in den leicht bekleideten Urlaub geschickt. Zum Serien-Jubiläum wird allerdings nicht gefeiert, sondern wieder gekämpft. Und das sogar auf Nintendos schmuckem 3D-Handheld. Klingt vielversprechend, oder? Ob „Dead or Alive Dimensions“ aber auch mit den Fighting Games der heutigen Zeit mithalten kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Was bisher geschah...
Nehmen wir mal an, ihr seid Neueinsteiger in der Welt der Ninjas, Industriegiganten und teuflischen Experimente. Einen besseren Einstiegspunkt als „Dead or Alive Dimensions“ könntet ihr kaum finden. In der Chronik, dem großen Story-Modus des Spiels, geht ihr nämlich in insgesamt fünf Kapiteln plus Prolog die gesamte Handlung der „Dead or Alive“-Reihe durch - vom ersten Turnier, an dessen Ende der finstere Raidou auf euch wartet, bis hin zu „Dead or Alive 4“ und dem bis dato letzten Gefecht mit den Häschern des durchtriebenen DOATEC-Konzerns. Erzählt wird dies in langen, wenngleich nicht vollständig animierten Zwischensequenzen, die gelegentlich durch ein paar zünftige Kämpfe und Tutorials aufgelockert werden. Trotz all der Mühen lässt sich jedoch nicht verschleiern, dass die „Dead or Alive“-Story kein Meisterwerk der Erzählkunst ist. Nett aufbereitet ist sie aber dennoch.

Aber ernsthaft, wer spielt eigentlich schon ein Beat 'em Up für die Story? Hier geht es nur um eines: spannende, schweißtreibende Fights Mann gegen Mann! Oder Mann gegen Frau. Oder auch Frau gegen Frau... Wie dem auch sei, abseits der Chronik gibt es natürlich noch weitere Modi, an denen ihr euch versuchen könnt.

Mit dabei sind Genre-Standards wie Arcade, Survival, Training und Versus, aber auch Einzigartigkeiten der Marke Partner-Matches und Throwdown. Während die meisten Modi selbsterklärend sind, bedarf sicherlich Throwdown zusätzlicher Erläuterung. Dahinter verbirgt sich nämlich die StreetPass-Komponente des Spiels. Solltet ihr unterwegs auf andere Zocker treffen, wird unter dieser Kategorie eine Art Geist-Datei geparkt, gegen die ihr dann nach Bedarf antreten dürft. Nach einmaligem Gefecht verschwinden die Daten allerdings auch wieder von eurer 3DS-Karte.

Stein, Schere, Papier auf Ninja-Art
Die Kämpfe selbst laufen nach einem klassischen 3D-Fighting-Schema ab. Zwei Kontrahenten stehen sich im Ring gegenüber und decken sich so lange mit Schlägen ein, bis nur noch einer stehen bleibt. Zur Verfügung stehen hierbei Schläge, Tritte und Würfe. Mit einer separaten Block-Taste werden Angriffe abgefangen und in Kombination mit den Richtungstasten sogar gekontert. All diese Elemente fügen sich nach einem Stein, Schere, Papier-ähnlichen Prinzip zusammen. Griffe schlagen Angriffe, mit Würfen kommt ihr an Block- und Konterversuchen vorbei und wenn euer Gegner euch herumschleudern möchte, parkt ihm euren Fuß im Gesicht. Was nach gesundem Prügelspielverstand klingt, hat aber auch seinen spielerischen Sinn: Agiert ihr nämlich nach dieser Gegenschlag-Struktur, fügt ihr eurem Kontrahenten ein klein wenig mehr Schaden zu. Es lohnt sich also, in der blitzschnellen Action einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht auf blinde Button-Mashing-Taktiken zurückzufallen. Diese können im Duell gegen einen geübten Spieler nämlich mächtig nach hinten losgehen.

Doch wozu die ganze Keilerei? Gibt es abseits des Gefühls des Sieges noch irgendwelche Belohnungen? Klar. Durch fleißiges Voranschreiten in den diversen Modi lassen sich weitere der insgesamt 26 Charaktere aus der gesamten Serien-Geschichte freischalten, ebenso warten einige Kostüme und Stages darauf, freigelegt zu werden.

Nicht zuletzt will noch die Vitrine gefüllt werden. Dieser Sonderpunkt im Hauptmenü beherbergt nämlich eine Sammlung von 3D-Figuren, die ihr vor einem Hintergrund aufstellen und aus verschiedenen Blickwinkeln fotographieren dürft. Hier kommt dann übrigens auch der Gyro-Sensor des Handhelds zum Einsatz. 1000 Figuren warten darauf, freigespielt zu werden - mit ausreichend Game Coins könnt ihr den Vorgang sogar beschleunigen.

Steuerung:
Die vier Aktionstasten sind alles, was ihr an Knöpfen für dieses Spiel braucht. Auf den Schultertasten des 3DS nehmen lediglich Kürzel für Tastenkombinationen (etwa Schlag + Tritt) Platz. Frei konfigurieren lässt sich dies alles jedoch nicht, stattdessen wählt ihr aus zwei Setups aus. Und auch wenn der Kampf in drei Dimensionen stattfindet, bietet sich für „Dead or Alive“ am besten noch immer die Steuerkreuz-Variante an. Diese ist schlicht und ergreifend präziser als die Kontrolle per Schiebepad. Wirklich unkomfortabel geraten ist allerdings die optionale Touchscreen-Steuerung. Durch simples Antippen der Aktion auf der Kombo-Liste führt euer Recke automatisch sämtliche Bewegungen aus. Da die Liste allerdings umfangreich ist, bietet sich diese Variante in der Praxis höchstens für kompliziertere Würfe an. Für den Hausgebrauch ist das ständige Durchscrollen der Liste nicht wirklich geeignet.

Grafik:
Wenn Team Ninja für etwas bekannt ist, dann sind es bildschöne Figuren, die sich hervorragend animiert bewegen. „Dead or Alive Dimensions“ ist da keine Ausnahme. Wenn die Kamera mal zu nah an einen Charakter ranzoomt oder die Figur im Bild auf den Namen Tengu hört, zeigt sich zwar mal die ein oder andere unschön verpixelte Textur, generell kann sich das Spiel aber deutlich sehen lassen. Auch mit dem stereoskopischen 3D haben die Macher nicht gespart - bei den etwas wilderen Kamerafahrten im Kampf, den Interface-Elementen und in den Zwischensequenzen kommt die räumliche Tiefe gut zur Geltung. Auch ein leichter Pop-Out-Effekt lässt sich wahrnehmen. Allerdings hat die Sache auch einen Haken: Mit eingeschaltetem 3D läuft das Spiel bei weitem nicht so flüssig wie in der klassischen Ansicht. Die Spielbarkeit nimmt aber selbst im Schaukastenmodus keinen Schaden, trotz geringerer Framerate.

Sound:
Melodien aus der ganzen „Dead or Alive“-Reihe sind mit an Bord und dudeln gemütlich im Hintergrund vor sich hin. Generell gut, wenn auch nicht überragend. Gleiches gilt für die Sprachausgabe, die ihr wahlweise auf Englisch oder Japanisch genießen könnt. Diese kommt vor allem in der Chronik zum Tragen, da hier sämtliche Zwischensequenzen löblicherweise komplett vertont sind.

Multiplayer:
Computergesteuerte Kämpfer zu verprügeln wird auf die Dauer langweilig - deswegen ist eine starke Mehrspieler-Komponente von tragender Bedeutung. Leider mangelt es „Dead or Alive Dimensions“ ein wenig an Optionsvielfalt. Ihr könnt euch lokal mit einem zweiten Spieler duellieren oder mit ihm kooperativ die Tag-Team-Herausforderungen bestehen. Allerdings benötigt euer Spielpartner eine eigene 3DS-Karte; Download Play wird nicht unterstützt. Findet sich in eurer Umgebung kein Spielgefährte, bietet sich immer noch ein Online-Modus an. Hier könnt ihr mit Freunden alles machen, was auch lokal möglich ist, und Gegnern aus Europa oder gar der ganzen Welt in 2-Sieg- oder 3-Sieg-Matches verprügeln. Das war es aber auch schon mit den Einstellungsmöglichkeiten. Filter-Optionen, die etwa den Einsatz des Touchscreens untersagen oder euch einen gleichermaßen starken Gegner heraussuchen, glänzen durch Abwesenheit. Sogar die Möglichkeit, euren Kontrahenten nach dem Kampf zu einer Revanche einzuladen, fehlt. Dafür laufen die Online-Gefechte zumindest größtenteils flüssig - wobei es auch schön wäre, wenn man über die Verbindungsqualität in irgendeiner Form informiert werden würde.



Fazit:
Probe bestanden: Auch wenn es fünf Jahre seit dem letzten Beat 'em Up-Ableger her ist, zeigt „Dead or Alive Dimensions“, dass hinter den hübschen Rundungen der weiblichen Figuren noch immer eines der spannendsten und rasantesten Prügelspiele unserer Zeit steckt. Besonders Einsteiger kommen hier voll auf ihre Kosten, da sie behutsam an das Spektakel herangeführt und so langsam auf die harten Kämpfe im Online-Modus vorbereitet werden. Und gut aussehen tut das ganze auch noch. Da ist es schade, dass der Multiplayer-Part leider zu wenig Einstellungsmöglichkeiten liefert oder der 3D-Modus die Framerate herunterzieht. Dennoch ein gelungener 3D-Fighter, den man sich guten Gewissens ins Haus holen kann und der auch ohne Probleme mit Capcoms Konkurrenztitel mithält.

Zieht mit Hitomi in den Kampf: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Flottes 3D-Geprügel, das trotz erstarkter Konkurrenz zu begeistern weiß.

Wertung

EINSTEIGERHILFEN:

10

MULTIPLAYER:

8.0

GRAFIK:

8.0
8
von 10

Pfeilschnell in 2D...

Solider Story-Modus...

Große Kämpferriege

Ausführliches Tutorial für Einsteiger

...nicht ganz so flüssig in 3D

...trotz 08/15-Plot

Zu wenig Multiplayer-Optionen

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11 Kommentare