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Spielname:
The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Grezzo

Genre:
Action Adventure

Release:
17.06.2011 (erschienen)

Multiplayer:
-

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D

Review: The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D

Kevin Jensen, 13.06.2011

25k°

66

Test mögen: Weitersagen:

Haltet die Uhren an. Vergesst die Zeit. Wir wollen euch von einer Legende erzählen: Es begab sich zu der Zeit als die Rechtschreibreform ganz Deutschland verunsicherte, Monika Lewinskis Freizeitaktivitäten mit einem populären US-Präsidenten noch groß in den Medien waren und das solariumgebräunte Duo „Modern Talking“ ihr Comeback feierte. In jenem Jahr, also 1998, veröffentlichte Nintendo ein goldenes Modul für eine nebelbehaftete 64-Bit-Konsole, das fortan von den Fans vergöttert werden sollte: „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“. Mehr als 7,6 Millionen Exemplare des hochgelobten Titels konnten weltweit verkauft werden und viele Zelda-Puristen sind sich bis heute noch einig: „Unter den 3D-Zelda-Spielen ist Ocarina of Time seit jeher das Beste.“

Kein Wunder, dass das Erscheinen des Nintendo 3DS und die Bekanntgabe, dass Grünkäppchen Link in alter Zeitreise-Manier zurückkehren würde, für ein so großes Aufsehen sorgte. Doch nun stellt sich die Frage: „Kann Ocarina of Time heute noch mithalten, oder hatte Väterchen Zeit doch ein Wörtchen mitzureden?“. Wir haben uns in das Geschehen gestürzt und in unserem Test zu „The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D“ verraten euch wie gut das Kult-Remake wirklich ist!

Hey! Listen!
Schon zu Beginn des Spiels nervt weckt uns die Fee Navi förmlich aus dem Schlaf und der verdutzte Link wird ins kalte Wasser geschmissen. Es gibt Probleme im Kokiri-Wald und der Deku-Baum braucht unsere Hilfe. Wer will was von wem!? Naja, egal... Links Rettungsinstinkt schlägt natürlich sofort an - da ist jemand in Gefahr! Schnappen wir uns Schwert und Schild und stürzen uns in ein Abenteuer. Um es gleich vorwegzunehmen, die Geschichte hinter „The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D“ und die Art und Weise, wie sie erzählt wird, ist für viele auch heute noch ein Paradebeispiel. Nach und nach wird man über sämtliche Angelegenheiten aufgeklärt, erfährt mehr über das Zusammenspiel von Gut und Böse, lernt sich in der großen Welt von Hyrule einzuordnen und gegen das drohende Schicksal anzukämpfen. Ganondorf, der finstere König der Gerudos, ist einer der drei Triforce-Segmentträger. Sollte es ihm gelingen, das Relikt der Götter zu vereinen, steht ihm unbegrenzte Macht für seine finsteren Machenschaften zu...

Wir wollen natürlich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, doch ihr könnt sicher sein, dass euch die Geschichte des Spiels von Anfang an fesseln wird und bis zum Schluss nicht loslässt. Doch was ist „Ocarina of Time“ eigentlich und was muss man tun? Mit Schwert und Schild zieht man in die weite Welt von Hyrule los. Anfänglich noch als Jüngling mit güldenem Haar, später sogar als erwachsener Link, der dem Sonnenuntergang auf seinem Schlachtross Epona entgegenreitet. Das Hauptabenteuer kann man in rund 20 bis 30 Stunden absolvieren, daneben gibt es aber zahlreiche Sidequests, die für Spannung und Abwechslung sorgen. Wer wirklich alle Nebenaufgaben erledigt, alle Herzteile und Skultullas sucht, der wird noch einige Zeit mehr mit dem Spiel verbringen können.

Die Legende ist bald erzählt, aber das Werk nicht so schnell getan.
Die Zeit in Hyrule verbringt ihr natürlich serientypisch in diversen Städten, Dungeons und den unterschiedlichsten Teilen der Oberwelt. In Städten unterhaltet ihr euch mit diversen Leuten und macht euer nächstes Ziel klar, spielt Minispiele, um euer Inventar aufzustocken oder neue Waffen zu ergattern. Neben dem roten Faden, der Story des Spiels, könnt ihr euch an dem ein oder anderen Nebenauftrag versuchen. Weiß man gar nicht mehr weiter, helfen einem die neu eingebauten Shieka-Steine weiter. Einmal in den Schlund hineingekrabbelt und schon kann man Visionen der nächsten Haupt- und Nebenaufträge im Videoformat bestaunen. Natürlich liegt gerade der Reiz an Zelda, selbst auf des Rätsels Lösung zu kommen, doch wenn man sehr verzweifelt ist, helfen hier alle Mittel um auch das härteste Verlies zu meistern. Gerade in den Dungeons ist euer Abenteurergeist gefragt - denn hier gilt es durch die labyrinthartigen Gemäuer zu wandern, Schlüssel zu ergattern, um Türen zu öffnen; stets einen speziellen Gegenstand zu finden, um weiter zu kommen und schlussendlich den finsteren Endboss zu besiegen. Just diese speziellen Gegenstände machen den Reiz aus und ermöglichen es neue Gebiete zu erkunden und weiter ins Geschehen einzutauchen. So kann man sich beispielsweise mittels Enterhaken in luftige Höhen schwingen, mit der Zora-Rüstung auch Unterwasser atmen oder mit der legendären Okarina effektvolle Lieder trällern.

Schön anzusehen sind auch die 3D-Effekte bei bekannten Endgegnern. Hat man beispielsweise den Pfeil und Bogen ergattert, gilt es einen Boss in einem 360°-Raum zu finden und abzuschießen. Mittels Nintendo 3DS könnt ihr wählen, ob ihr per Slide-Pad den bösen Schurken ganz normal erledigt, oder euch die Neigungsteuerung zu eigen macht und das Drehen im Raum tatsächlich auch als Spieler ausführt. Diese kleinen Details sorgen für ein neues Spielerlebnis - das gilt auch für die alten Zelda-Hasen, die schon an jeder Möhre genagt haben. Wenngleich solche „Das ist neu“-Momente nicht im Überfluss zu finden sind.

Steuerung:
Das Circle-Pad ermöglicht es einem, sich endlich auf dem Nintendo 3DS vernünftig in dreidimensionalen Spielen bewegen zu können. Dies ist auch bitter nötig und man merkt erst wie feinfühlig es wirklich ist, wenn man in schwindelerregenden Höhen auf den schmalsten Plattformen balanciert. So hat man alles voll im Griff und kann sich mühelos durch das Abenteuer navigieren. Touchscreen sei Dank hat man auch sein Inventar stets vor Augen und kann blitzschnell neue Items zuordnen und diese auswählen. Sehr praktisch!

Grafik:
In Sachen Optik hat Nintendo einiges getan. Schaut man sich beispielsweise Mimik und Gestik der Charaktere an, so wurden diese mit einer Rundum-Kur behandelt. Emotionen auf den Gesichtern können wie ein Buch gelesen werden und auch sonst hat man viele, viele kleine Detailveränderungen integriert. Wer behauptet, dass die ersten Bilder zu „bunt“ gewesen seien und wer um die düstere Atmosphäre bangte, denen kann gesagt sein, dass dem nicht so ist. Hier und da hätten manche Texturen noch etwas mehr Feinschliff benötigt, dennoch ist das Gesamtbild mehr als gut gelungen. Und auch in Sachen 3D-Effekt bekommt man mit „The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D“ das wohl bisher beste Erlebnis auf dem Nintendo 3DS. Egal ob Feenstaub, Blütenpollen oder Hühnerfedern, man bekommt ordentlich etwas ins Gesicht gepustet. Die Tiefen des Raums erzeugen ein völlig neues Gefühl von Freiheit und wer beispielsweise auf den Turm von Kakariko klettert, wird wissen, wie tief tief wirklich sein kann.

Sound:
Koji Kondos epische Klänge haben sich schon in die Hirne der Videospielergemeinde festgebrannt. Während die Minilautsprecher des Nintendo 3DS zwar nicht ganz an die Brillanz einer High-End-Anlange rankommen, widerfährt einem noch immer das Gänsehautgefühl, wenn man als Serienkenner die bekannten Melodien hört. Die Abenteuer um Link und Co. wären nur halb so schön, wenn diese Töne nicht aus den Lautsprechern schallen würden. Erstklassig.

Features:
Sagen wir es so: Alles was wir uns von einem Remake erhofften ist in dem Rundum-Sorglos-Paket enthalten, außer eventuell ein kleiner Zusatzdungeon. Aber schon bei „The Legend of Zelda: Link‘s Awakening DX“ hat man gemerkt, dass solche Boni nicht wirklich nachträglich in das Spiel implementiert werden können, ohne dabei auszusehen wie ein mäßiger chirurgischer Eingriff. Und wer will schon aussehen wie Britney Spears Bauchnabel-Piercing? Viel besser ist es, wenn man gleich acht neue Dungeons geboten bekommt. Ja, nicht einer, nicht zwei ... nein das ganze Komplettprogramm. In Form des Master Quests könnt ihr nach einmaligem Durchspielen der Legende auch gleich weitermachen und Lord Zipfelmützchen bekommt es hier nicht nur mit neuen kniffligen Rätseln zu tun, sondern direkt auch mit einem Härtegrad, der es in sich hat. Es muss was heißen, wenn selbst Goronen sich ihre Zähne auf Stein ausbeißen. Oder nicht? Und wer noch immer nicht genug hat, der tobt sich im Boss Rush-Modus aus und versucht seine Bestzeiten im Bösewicht-Besiegen zu perfektionieren. Highscores... Böse Falle!



Fazit:
Und? Sprengt „The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D“ die Wertungskala? Natürlich handelt es sich um ein Remake. Ein altes Spiel im neuen Gewand. Es ist aber weitaus mehr als ein Trabbi-Motor versteckt in der Karosserie eines Mercedes. „Ocarina of Time 3D“ ist ein Stück wiederbelebte Videospiel-Kultur. Es gehört in die Sammlung eines jeden Spielers, egal ob Jung oder Alt. Wer gerne spannende Abenteuer erlebt, knifflige Rätsel löst und gerne die Freiheit einer großen Welt genießt, macht bei diesem Spiel nichts falsch.
Und selbst für Besitzer des N64-Originals oder sämtlicher Alternativen auf dem GameCube oder Wii können erneut zugreifen. Liebevolle Detailänderungen, ein grandios implementierter 3D-Effekt und die schier endlosen Magic Moments sorgen dafür, dass das Abenteuer des grünbemützten Schwertschwingers das bisher beste Spielerlebnis auf dem Nintendo 3DS ist. Bravo!


Legt sich in Ocarina of Time nicht mit Hühnern an: Kevin Jensen [Iceman] für Planet3DS.de

Herzlichen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

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Deine Wertung:

-
The Legend of Zelda: Ocarina of Time ist ein Stück Videospiel-Kultur, das in jede Sammlung gehört.

Wertung

SPIELWELT:

10

ABWECHSLUNG:

9.0

RÄTSEL:

10
10
von 10

Riesige Welt mit jeder Menge zu entdecken

Episches Abenteuer mit Suchtpotential

Musik mit Ohrwurmgefahr

Bisher bester 3D-Effekt

Der Akku ist schneller leer als einem lieb ist!

Kenner des Originals werden nicht überrascht

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