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Spielname:
Luigi's Mansion 2

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Next Level Games

Genre:
Action Adventure

Release:
28.03.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Review: Luigi's Mansion 2

Tjark Michael Wewetzer, 21.03.2013

11k°

4

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Er ist zurückhaltend, schreckhaft und wird doch immer wieder in größere Abenteuer hineingezogen. Die Rede ist von Marios grün bemütztem Bruder Luigi, der nun zur Abwechslung mal wieder aus dem Schatten seines berühmteren Verwandten direkt ins Rampenlicht gezerrt wird. Wobei, so ganz korrekt ist das ja nicht. Denn auf dem GameCube präsentierte sich die Survival-Horror-Persiflage Luigi's Mansion trotz typisch cartoonhaftem Look recht düster. Knapp 11 Jahre nach dem Europa-Release eben jenen Titels steht uns mit Luigi's Mansion 2 nun endlich ein Nachfolger ins Haus – und die Entwickler versprechen wahrlich Großes mit dem Gruselausflug auf dem 3DS! Ob sie dies auch einhalten konnten, verraten wir in unserem Test... wenn ihr euch traut, hineinzublicken.

Das ist kein Mond...
Eigentlich sind Geister gar nicht schrecklich. Im Nachtschattental, wo der verschrobene Professor Immanuel Gidd lebt, helfen die spektralen Wesen sogar fleißig bei der Forschungsarbeit! Das ändert sich aber schlagartig, als ein nur allzu bekannt wirkender Geist den violett leuchtenden Finstermond in Stücke haut. Die Folge: Sämtliche Gespenster des Tals ticken aus, erobern das Land und I. Gidd muss sich zu seinem Notfallbunker zurückziehen. Wen rufen wir in einer solchen Situation zur Hilfe? Klarer Fall, Luigi! Flugs nimmt der Prof Kontakt mit Grünkäppchen in seiner beschaulichen Villa auf, teleportie-, äh, „voxelt“ ihn zu sich rüber und schickt ihn auch gleich los ins geisterverseuchte Tal, um die verstreuten Splitter des Finstermondes einzusammeln.

Euer erster Halt stellt dabei die alte Behausung von I. Gidd dar, wo ihr zunächst eure Ausrüstung sammeln müsst. Luigi ist nämlich von sich aus nur mit einer einfachen Taschenlampe bewaffnet und anders als im Vorgänger lassen sich die Geister davon nicht mehr beeindrucken. Also erkundet ihr das Gemäuer, treibt Staubsauger, Blitz- und Düsterlicht auf und wappnet euch so für das rund 15 Stunden umfassende Abenteuer, das euch durch mehrere Geisterhäuser führt. Wirklich freie Hand gewährt man dabei übrigens nicht: Vor jedem Ausflug sucht ihr euch eine der Missionen des Spiels aus, die ihr in linearer Weise durchackert. Euer Ziel ist damit immer klar vorgegeben.

Sightseeing in Ghost Town
Aber keine Bange, trotz der Erkundungstouren im Häppchenformat gibt es noch immer allerhand zu entdecken. Schließlich sind nicht alle Räume für den aktuellen Auftrag relevant und verbergen zumeist zusätzliches Geld, womit sich im Spielverlauf euer Arsenal in wenigen Stufen aufrüsten lässt, Edelsteine oder natürlich auch mal wieder die guten, alten Buu Huus, die ganz wie im Vorgänger je mit einem Wortspiel im Namen daherkommen und sich an teils ziemlich vertrackten Stellen verstecken. Auch sind die Missionen des Spiels alles andere als kurz und nehmen schon mal gerne um die 30 Minuten pro Stück in Anspruch. Auf der anderen Seite könnt ihr jedoch nicht ohne weiteres zwischenspeichern, sondern müsst euren aktuellen Auftrag entweder zu Ende führen oder ihn abbrechen und noch einmal von vorne beginnen – nur zwischen den Akten wird euer Fortschritt automatisch gesichert. Ebenfalls unschön: Geht ihr während eurer Mission hops, müsst ihr sie komplett von vorne beginnen. Dies könnt ihr aber immerhin verhindern, wenn ihr einen der in praktisch jedem Level versteckten goldenen Hundeknochen einsammelt.

Wisst ihr aber, was ihr noch sichern müsst? Die Gegend natürlich! Immerhin schwirren überall Geister herum! Der Kampf mit den Schemenwesen ist dabei äußerst simpel: Zuerst ladet ihr euer Blitzlicht auf, richtet es dorthin, wo ihr die Brut vermutet und sobald sie dann geblendet sind, zückt ihr den Staubsauger und zieht, was das Zeug hält. Manche Exemplare verlangen euch auch etwas mehr Geschick ab, etwa wenn sie sich mit Objekten vor dem Blitz schützen oder sich im Mobiliar verstecken.Wirklich anspruchsvoll werden die Kämpfe dabei aber eher selten, der Schwierigkeitsgrad bleibt niedrig. Immerhin sorgen einige der immer wieder eingestreuten Bosskämpfe für etwas Abwechslung und fordern euch zumeist mit gut durchdachten Puzzles.

Spinnenwebenbeseitigung für Fortgelaufene
Mit besagten Denkaufgaben seid ihr ohnehin mindestens genauso lang beschäftigt wie mit den geisterhaften Gefechten, im Vergleich zum Vorgänger hat die Rätseldichte nämlich stark zugenommen. So ist zum Beispiel I. Gidds Häuschen entweder zwischenzeitlich von Spinnen überrannt worden oder der alte Herr hält seine Bude nicht wirklich gut in Schuss. Das Ergebnis: Ein paar ziemlich kräftige Spinnenweben versperren euch den weiteren Weg und euer treuer Staubsauger kommt gegen dieses mächtige Netz überhaupt nicht an. Nun ist guter Rat teuer... Ob die Kerzen hier vielleicht irgendwie helfen? Da es aber anders als beim Vorgänger keine Elementar-Münzen mehr gibt und ihr euren Staubsauger daher nicht groß umfunktionieren könnt, müsst ihr die Flammen anderweitig zum störenden Hindernis tragen.

Überhaupt halten sich die Upgrades stark in Grenzen. Mehr als die drei Start-Objekte – den Schreckweg-Staubsauger als Allzweckwaffe, die Stroboblitz-Lampe zum Schocken von Geistern sowie Öffnen von Türen und das Dunkellicht zum Enttarnen verborgener Objekte – bekommt ihr nicht in die Hand gedrückt. Sämtliche Rätsel beschränken sich daher auch auf dieses übersichtliche Arsenal. Entsprechend wirkt sich das auch auf den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben aus, der generell eher einfach gehalten ist. Nichtsdestotrotz hat sich das Team, wie bereits erwähnt, einige wirklich nette Puzzles ausgedacht.

Steuerung:
Staubsaugen ist kein Hexenwerk und die Handhabung entsprechend einfach. Mit den Schultertasten bedienen wir den Schreckweg, mit A wird das Blitzlicht geladen und per Y-Taste machen wir Unsichtbares sichtbar. Mit B und X kann Luigi außerdem runter oder nach oben schauen und entsprechend auch seine Werkzeuge ausrichten – alternativ geht dies übrigens auch per Motion Sensor. Und wenn ihr dann einen Geist mit dem Staubsauger am Wickel habt, zerrt ihr per Schiebepad an seiner Lebensenergie und könnt ihn sogar, eine gefüllte Ruck-Leiste vorausgesetzt, mit A noch ein Stück stärker schädigen. Alles in allem ein durchdachtes Kontroll-Schema, an das ihr euch in Windeseile gewöhnt und schon bald wie ein Ghostbuster durch die Hallen der Herrenhäuser fegt.

Grafik:
Teil 1 zementierte seine Rolle als leichtherziges Pendant klassischer Survival-Horror-Titel durch seine dichte Atmosphäre in dem düsteren Herrenhaus. Atmosphärisch ist auch der Nachfolger, derartig düster allerdings nicht mehr. Klar seid ihr noch bei Nacht unterwegs und kleine, neckische Schocker gibt es immer noch, doch der Fokus liegt mehr auf dem humoristischen Aspekt. Und trotz recht eintöniger Geister-Designs kommt dieser ziemlich gut rüber, allein weil die Charaktere – ob tot oder lebendig – unheimlich lebhaft animiert sind. Auch die Umgebungen im stylisch-kantigen Comic-Look können sich durchaus sehen lassen. Schade nur, dass die Framerate dabei des Öfteren ein wenig einknickt – vor allem, wenn man den netten 3D-Tiefeneffekt dazuschaltet.

Sound:
Wir hoffen, ihr mochtet die Titelmelodie des ersten Spiels. Ihr werdet sie nämlich auch in Luigi's Mansion 2 vielerorts und häufig zu hören bekommen – natürlich immer an das aktuelle Geschehen musikalisch angepasst. Macht aber nichts, denn der Soundtrack passt wunderbar und manchmal merkt ihr erst spät, dass ihr es eigentlich mit der Abwandlung eines anderorts mehrfach gehörten Stücks zu tun habt. Die Geister mit ihrem hämischen Gelächter und ihren neckischen Geräuschen unterstützen die leichtherzige Atmosphäre, die Humor und Horror gekonnt paart, ebenfalls gut.

Multiplayer:
Euch wir die Jagd nach den Splittern des Finstermondes zu öde? Für den Fall wartet der Wirrwarr-Turm auf euch, die Mehrspieler-Spielwiese. Hier können sich bis zu vier Luigis in drei Spielmodi austoben. Bei „Jäger“ muss das Team sämtliche Geister auf einer Etage innerhalb von fünf Minuten beseitigen. In „Tempo“ gilt es wiederum, innerhalb eines knappen Zeitlimits das Ziel zu erreichen, und bei „Pinscher“ jagt ihr possierliche Geisterhunde. Alle Modi sind in Marathon-Runden von fünf bis 25 Etagen verfügbar und machen auch recht viel Spaß. Besonders löblich: Ihr könnt sowohl online als auch im lokalen Mehrspielermodus zocken und per Download-Play Geisterjäger ohne eigenes Exemplar des Spiels einladen – komplett ohne Beschränkungen und inklusive der Option, als Download-Gast ebenfalls online zu zocken. Die zufällig zusammengestellten Etagen sind allerdings designtechnisch eher öde.

Fazit:
Größer, umfangreicher und irgendwie auch besser: Das ist Luigi's Mansion 2 auf den Punkt gebracht. Der Nachfolger von den Mario Strikers-Machern Next Level Games legt dabei leider ein wenig die Kinder-Grusel-Wurzeln des Vorgängers ab und dürfte bei Fans dieses Stils für enttäuschte Gesichter sorgen, doch im Austausch bekommen wir vieles geboten: Mehrere Spukhäuser zum Erkunden, damit auch einiges an Abwechslung in Sachen Raumgestaltung, durchdachte, wenngleich etwas einfache Rätsel, viele kleine Geheimnisse in den Gemäuern und natürlich eine kräftige Schippe Humor, der von den verspielt animierten Charakteren gekonnt rübergebracht wird. Mit rund 15 Stunden Spielzeit mag Luigi's Mansion 2 zwar noch immer kein absolutes Umfangsmonster sein, doch eines ist sicher: Der Ausflug ins Nachtschattental lohnt sich allemal und jeder 3DS-Besitzer mit einem Herz für charmante Action-Adventures sollte sich die Grusel-Tour von Marios schreckhaftem Bruder nicht entgehen lassen.

Schläft nur noch bei Licht: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Großer Auftritt für Marios Bruder: Ein schaurig-humorvolles Abenteuer, bei dem es viel zu entdecken gibt.

Wertung

SPIELWELT:

8.0

ABWECHSLUNG:

8.0

RÄTSEL:

7.0
8
von 10

Charmanter Comic-Look

Schöner Humor

Mehrere Villen zum Erkunden...

...und viele Geheimnisse zum Aufdecken

Netter Mehrspieler-Modus

Nicht wirklich fordernd

Überschaubare Geister-Varianten

Technisch nicht ganz ausgereift

Ödes Leveldesign im Multiplayer

Wie werten wir?

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4 Kommentare