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Spielname:
Mario Party: The Top 100

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
NDCube

Genre:
Sonstiges

Release:
22.12.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Mario Party: The Top 100

Review: Mario Party: The Top 100

Tjark Michael Wewetzer, 21.12.2017

2889°

2

Test mögen: Weitersagen:

Ihr braucht kurz vor Weihnachten noch ein gemütliches, digitales Brettspiel, an dem sich die versammelte Familie wieder herzlich verkrachen kann, nur weil die Würfel einfach nicht mitspielen oder die KI unverschämt mogelt? Dann müssen wir euch an dieser Stelle direkt vorab enttäuschen, denn das bekommt ihr mit Mario Party: The Top 100 leider nicht. Der Name bezieht sich nämlich voll und ganz auf die Minispiele der Festspiele im Pilzkönigreich, von denen eben 100 aus den zehn nummerierten Hauptteilen der Reihe zusammengetragen wurden. Klar steckt noch ein wenig mehr unter der Haube, doch dass dies noch lange nicht für ein gutes Spiel reicht, zeigen wir euch in unserem Test.

Moment, ist das wirklich alles?
Allein schon die Auswahl an Spielmodi wirkt ernüchternd. So könnt ihr die 100 Minigames direkt ansteuern und frei spielen – sofern ihr sie denn auch freigeschaltet habt –, euch in Turnieren aus drei bis fünf Spielchen versuchen, Partien aus fünf oder zehn Disziplinen austragen oder euch auf einem einzigen, sehr kompakten und simplen Spielbrett nach den Regeln von Star Rush behaupten. Das ist alles, was ihr für den Multiplayer-Modus zur Verfügung habt. Dass hier schnell die Luft aus der Sause raus ist, versteht sich von selbst. Immerhin scheint im Brettspiel-Modus noch dieser altbekannte Mario Party-Geist ein wenig durch: Hier geht es nämlich um das klassische Sternesammeln, die mit in Minispielen ergatterten Münzen erworben werden müssen. Statt strikter Pfade könnt ihr euch hier frei auf dem gekachelten Feld bewegen – zumindest theoretisch. Praktisch ist das einzige Brett wie eine Acht geformt und bietet daher erschreckend wenig Spielraum. Ebenfalls mutet eher seltsam an, dass alle Spieler vor Beginn der Partie ein Minispielset bestehend aus fünf Disziplinen auswählen. Kommt es nun durch Einsammeln eines Minigame-Ballons zum Duell, könnt ihr eines der Spielchen vorschlagen und das Roulette entscheidet unter allen Vorschlägen dann die zu spielende Aufgabe. Zwar lassen sich Favoriten-Kisten und somit auch freiere Auswahlen anlegen, doch ein allgemeiner, zufälliger Pool an Spielchen wäre schlichtweg spannender gewesen. Und nein, die von allen Spielern ebenfalls anwählbaren Zufallsboxen erfüllen diesen Bedarf nicht vollständig. Immerhin: Der Multiplayer-Modus ist mit nur einem Exemplar des Spiels vollständig nutzbar.

Aber was macht man eigentlich, wenn man gerade keine Freunde zur Hand hat? Online geht nämlich wieder einmal nichts. Dann bleibt euch noch ein alibihafter Einzelspieler-Modus, bei dem ihr euch systematisch durch die 100 Spielchen auf der Karte durchackert. Je nach Platzierung in den Missionen ergattert ihr dabei Sterne, die sich in eurem Profil gut machen. Blöderweise wird dadurch eine der Kerneigenschaften mancher Minigames zum richtig üblen Ärgernis. Nichts frustet mehr, als bei einer vollkommen vom Zufall abhängigen Aufgabe einfach nicht auf den ersten Platz zu kommen, nur weil dem Spiel schlichtweg danach ist. An dieser Stelle sollten wir auch erwähnen, dass es – aus welchen Gründen auch immer – Leben gibt, die ihr bei einer Viertplatzierung verliert. Sind alle Leben weg, geht’s zurück zum letzten Checkpoint der aktuellen Welt. Ein nerviges wie auch unsinniges System, das zudem nicht einmal großartig mehr Spannung in den ohnehin ziemlich eintönigen Minigame-Marathon bringt.

Steuerung:
Apropos Minigames: Da sie die Stars dieser Veranstaltung sind, haben sich die Macher zumindest bei der Umsetzung ebendieser Mühe gegeben. Egal ob nun N64-Klassiker, GameCube-Evergreens oder gar moderne Wii U-Beschäftigungen – jede Dispziplin wurde für 3DS-Bedürfnisse angepasst und bietet teils sogar neue Steuerungsmethoden. Das Flaggenhissen aus Mario Party 8 wird nun beispielsweise mit dem Stylus anstelle von Wiimote-Drehbewegungen durchgeführt, während das aus Mario Party 4 importierte Koopa-Panzer-Enlochen auf einem kippbaren Brett per Bewegungssteuerung gehandhabt wird. Das funktioniert glücklicherweise tadellos und dank eingängiger Spielkonzepte reicht oftmals die simple Startanweisung, damit man den Kern der Spielchen begreift.

Grafik:
Auch optisch wurden die aus vier Konsolengenerationen zusammengetragenen Spielchen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. Dadurch wirken N64-Nostalgiedisziplinen gleich um einiges hübscher, während die des HD-Zeitalters natürlich nicht mehr in ihrer vollen, alten Pracht erstrahlen. Die Vereinheitlichung wirkt aber stimmig und sieht zudem auch recht solide aus – egal ob es nun um Slot-Car-Rennen in luftigen Höhen oder dem Ausweichen von in Richtung Meer marschierenden Pinguinen geht.

Sound:
Ebenso wie die Spielchen an sich einen gewissen Nostalgie-Faktor genießen, gilt dies gleichermaßen für die Begleitmusik. Alle Stücke wurden dabei für ihren 3DS-Auftritt neu eingespielt und klingen genau so fröhlich und munter, wie man es von ihren Originalen kennt. Sogar die Siegesmelodien aus den Serienablegern wurden übernommen! Insgesamt also zumindest eine Kategorie, in der The Top 100 eher wenig falsch macht.

Fazit:
Man bekommt langsam das Gefühl, als wüsste Nintendo nicht mehr, was man mit der Mario Party-Reihe anstellen soll. An sich ist die Idee hinter der Zelebrierung der beliebten Minispiele ja nicht verkehrt, doch die Umsetzung von Mario Party: The Top 100 wirkt einfach durch die Bank weg ernüchternd. Durch den beinahe kompletten Wegfall des Brettspiel-Parts fehlt den vielfältigen Disziplinen schlichtweg das Element, das sie zusammenkittet. Stattdessen spielt man entweder im schrecklich eintönigen Solo-Modus mühsam alle enthaltenen Spielchen frei, indem man sie nach und nach systematisch durchgeht, oder man versucht sich an einem mal mehr, mal weniger zufällig arrangierten Turnier für bis zu vier lokale Teilnehmer. Das eine Alibi-Spielbrett im Star Rush-Stil reißt es leider auch nicht raus, denn dieses lässt an spannenden Gimmicks vermissen. Was bleibt, ist ein lieblos wirkender Minigame-Marathon, den man sonst nur aus den Extra-Modi der Hauptspiele kennt. Und ehrlich gesagt können wir uns durchaus etwas spannenderes vorstellen, als eine halbgare Minispiel-Sammlung, die außer 100 Aufgaben nicht viel vorzuweisen hat. So feiert man jedenfalls keine Marke!

Würde sich eher nochmal mit dem ersten Teil die Hände wundrühren: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Lieblose Minispielsammlung, die eine der Kern-komponenten von Mario Party vermissen lässt: Die abwechslungsreichen Spielbretter!

Wertung

UMFANG:

3.0

MULTIPLAYER:

4.0

FRUSTFAKTOR:

7.0
3
von 10

100 abwechslungsreiche Minigames

Nur ein Modul für lokalen Multiplayer nötig

Einfallslose Spielmodi

Öder Einzelspieler-Modus…

…bei dem zufallsabhänige Minispiele nerven

Nur ein einziges, klassisches Spielbrett…

…welches auch noch eintönig gestaltet ist

Kein Online-Modus (nicht, dass ihn jemand spielen würde)

Wie werten wir?

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