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Spielname:
Gurumin 3D: A Monstrous Adventure

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
14,99 €

Publisher:
Mastiff

Developer:
Nihon Falcom

Genre:
Action Adventure

Release:
27.10.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Gurumin 3D: A Monstrous Adventure

Kurztest: Gurumin 3D: A Monstrous Adventure

Sebastian Mauch, 10.11.2016

1768°

1

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Neu ist der Titel keineswegs, so viel schon mal vorab. Vor kurzer Zeit erschien Gurumin 3D: A Monstrous Adventure aber endlich auch für die Nintendo 3DS-Familie. Ursprünglich kam es bereits Ende 2004(!) in Japan für den PC raus. Richtig „bekannt“ wurde es aber weltweit erst zur Zeit der PSP, wofür es hierzulande immerhin erst 2007 erschien. Nun haben wir bereits 2016 und auch die breite Masse darf sich ins Getümmel stürzen – puh, das hat gedauert! Gurumin stammt aus dem Hause Nihon Falcom und wird auch heute noch von Mastiff vertrieben. Kann dieses Urgestein trotz Moosansatzes noch entzücken? Finden wir es heraus!

Das „Alles-Ansprechen-Syndrom“
Oh je, Monster, schnell weg hier! Aber keine Bange, die Monster sind nämlich ausnahmsweise mal freundlich gesinnt. Beheimatet sind die kleinen Wesen im sogenannten Monster Village, einem kleinen Örtchen neben einer Menschenstadt. Dort beginnt auch unser Abenteuer in der Haut der jungen Parin. Die wurde nämlich von ihren viel umherziehenden Eltern dorthin geschickt, um fortan bei ihrem Großvater zu wohnen. Der ist natürlich komplett ahnungslos, heißt seine Enkelin aber trotzdem herzlich willkommen. Ab diesem Punkt erkunden wir auf eigene Faust die Welt von Gurumin 3D. Dabei fällt schon früh eine große Liebe zum Detail auf, man kann nämlich quasi jedes Objekt ansprechen. Auch mit den etwas eigenwilligen Stadtbewohnern – übrigens allesamt Erwachsene – können wir interagieren. Stehen wir beispielsweise in der Menschenstadt an einer bestimmten verdeckten Mauer, können wir diese „ansprechen“, was von Parin prompt als äußerst langweilig quittiert wird – herrlich!

Und schon stoßen wir auf den zweiten großen Pluspunkt, und das obwohl die Geschichte noch nicht einmal richtig begonnen hat. Die Dialoge mit den NPCs sind nämlich stellenweise so dämlich, dass sie schon wieder witzig sind. Eine Situation ist jedoch äußerst grenzwertig. Der handwerklich begabte Cylinder hat nämlich nichts Besseres zu tun, also die blutjunge Parin unentwegt anzugraben und sie bei jeder erdenklichen Situation zu einem Date zu überreden. Nun ja, so etwas hat in einem Spiel mit einer jungen Zielgruppe eigentlich nichts zu suchen. Zum Glück ist das aber die einzige unangenehme Situation, der Rest der Unterhaltungen weiß nämlich stets zu unterhalten.

Es war einmal ein Dorf namens Monster Village
Nach kurzer Erkundung in Tiese Town machen wir Bekanntschaft mit der zarten Pico, einem kleinen schüchternen Monster. Der Clou: Nur Parin als Kind kann die Monster sehen, darum schließen die beiden auch sogleich Freundschaft und wir werden durch einen Riss in der Stadtmauer zu einer magischen Tür geführt, die uns direkt ins angrenzende Monster Village bringt. Dort lernen wir jede Menge andere Monster kennen, allesamt mit ganz eigenen Macken. Eines gleicht einem französischen Gentleman, ein anderes tanzt andauernd und der Anführer ist eher ruhig und besonnen. Das sorgt beizeiten dafür, dass einem die kleinen Plagegeister ans Herz wachsen.

Doch die Idylle trügt, das Dorf wird nämlich sogleich von den üblen Phantomen - angeführt von ihrem Prinzen – zerstört. Unsere Aufgabe in Gurumin 3D ist es also fortan, Monster Village wieder aufzubauen und dem Phantom-Pack das Handwerk zu legen. Zu allem Überfluss haben unsere Widersacher auch noch alle Möbel der Monster gestohlen. Wir suchen uns also folglich auf der Oberwelt einen Dungeon unserer Wahl aus und erkunden diesen. Dabei stoßen wir auf zahlreiche Fallen und Mini-Phantome. Anfangs noch recht leicht, steigt der Schwierigkeitsgrad im Laufe des Spiels langsam aber stetig an. Bei Erfolg endet man entweder bei einem der zahlreichen und sehr fesselnden Bosskämpfe, oder sackt alternativ eines der verloren Möbelstücke ein. Gibt man diese seinen Besitzern zurück, deckt deren Dankbarkeit wiederum neue Gebiete der Oberwelt auf. Als Nebeneffekt baut sich so auch Stück für Stück Monster Village wieder auf.

Gameplay, wie vom Bohrer durchbohrt
Zwar ist Gurumin offiziell ein Action-RPG, doch die Rollenspielelemente sind wahrlich nicht der Rede wert. Man kann nämlich lediglich gegen Geld seine Moves und damit das Angriffsportfolio von Parins legendärem Bohrer erweitern, sowie mit diversen Hüten Parins Eigenschaften leicht verändern. Können wir mit der Schwimmbrille etwa unbeschadet im Wasser schwimmen, gewährt uns die Gasmaske hingegen Resistenz gegen giftige Dämpfe. Die Steuerung ist zwar gegen Ende des Spiels relativ komplex, fühlt sich aber durchweg echt schwammig an, und nicht selten schlugen wir daneben oder landeten in einem Hüpfabschnitt im Nirvana. Hinzu kommt, dass die Dungeons im Grund immer ähnlich aussehen, teilweise sogar nur verkehrt herum durchlaufen werden. Da kommt leider zwangsläufig eine gewisse Monotonie auf.

Dafür ist das Geschehen ansprechend musikalisch untermalt und die Dialoge sogar größtenteils in englischer Sprache vertont – auch wenn die Sprecher nicht immer situationsgemäß agieren. So richtig störend wurde aber erst ein Soundbug, der die Hintergrundmusik bei jedem Szenenwechsel kurz stottern ließ. Leider können wir nicht sagen ob das Problem auch auf anderen Plattformen auftritt, störend und unnötig ist es aber allemal. Auch die Gegner in Dungeons sehen allesamt gleich aus und stellen nie wirklich eine Gefahr dar. Dafür sind sie aber stets mit unterschiedlichen Panzerungen versehen, die wir mit aufgeladenen Attacken zunächst abschlagen müssen. Den fallengelassenen Schrott können wir anschließend in Tiese Towns Shop gegen Upgrades für unsere Kopfbedeckungen eintauschen. Im Laufe des Spiels findet man für Parins Bohrer außerdem diverse Elemente wie Feuer oder Eis. Wirklich großen Einfluss auf das Kampfgeschehen hat das aber nicht.

Fazit:
Gurumin 3D: A Monstrous Adventure ist alt, und das merkt man dem Spiel auch an. Trotzdem wissen der charmante Grafikstil und die sonstige Szenerie die meiste Zeit zu überzeugen und erzeugen einen Sog, der den Spieler zunächst ordentlich ans Gerät fesselt. Mit der Zeit offenbaren sich aber Schwächen, die schon ziemlich störend sein können. Allein die widerspenstige Kamera kostete uns oft einiges an Nerven. Die Dialoge und die kleine Geschichte rund um die bösen Phantome reißt aber vieles wieder raus. Zusätzlich darf sich die 3DS-Version über einen 3D-Modus freuen, den wir jedoch die meiste Zeit ausgeschaltet ließen, da es selbst auf dem New 3DS zu einer langsameren Darstellung führte. Für den geringen Preis bekommt man jedoch ein liebenswertes, kleines Action-Adventure mit starken Charakteren und doch irgendwo sehr fesselndem Gameplay. Wir können Gurumin also jedem empfehlen, der über altersbedingte Schwächen hinwegsehen kann.

Möblierung geht auch ohne Ikea: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Nicht so monströs wie der Titel vermuten lässt, aber dennoch ein sehr liebenswertes Action-Adventure.

Wertung

Witzige Dialoge

Interessante Charaktere

Teilweise gut vertont

Hakelige Steuerung

Im Prinzip wenig Abwechslung

Soundaussetzer beim Gebietswechsel

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