PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Breath of Fire II

Typ:
Virtual Console Spiel

Original-System:
SNES

eShop Preis:
7,99 €

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Rollenspiel

Release:
06.10.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Kurztest: Breath of Fire II

Sebastian Mauch, 19.10.2016

1892°

1

Test mögen: Weitersagen:

Ein Relikt aus alten Zeiten - charmant, aber gnadenlos veraltet. So könnte man den ersten Teil von Capcoms Rollenspielserie aus SNES-Zeiten beschreiben. In unserem Kurztest des ersten Teils könnt ihr erfahren, warum das so ist. Hier hingegen wagen wir einen Blick auf den Nachfolger, der ebenfalls vor kurzem als Virtual Console-Titel für den New 3DS veröffentlicht wurde. Ist Breath of Fire II genauso zäh und altbacken, oder macht es gar einiges besser als die Vorlage? Das versuchen wir euch im folgenden Kurztest zu veranschaulichen.

In einem Land voller seltsamer Gestalten
Das wohl eindringlichste Merkmal dieses Rollenspielveteranen ist wohl die Gestaltung der zahlreichen Bewohner der Fantasy-Welt. Auch hier bekommt man es wieder mit einer (teils merkwürdigen) Mischung aus Mensch und Tier zu tun, was aber durchaus zu überzeugen weiß, da sich so gewisse typische Eigenschaften der tierischen Hälfte in der Persönlichkeit der Protagonisten wiedererkennen lassen. Wie in der Serie üblich starten wir unser Abenteuer erneut als Drachenjunge, den ihr ganz nach Belieben benennen könnt – in unserem Testfall schlichtweg Hans. Standardmäßig hört er auf den Namen Ryu.

Unsere Reise beginnt mit einem kurzen Flashback in Ryus Kindheit, in der er zusammen mit dem Mädchen Yua unter der Obhut des hiesigen Priesters Ganer, einem Helden im Kampf gegen Dämonen, aufwächst. Yua ist jedoch wieder einmal abgehauen, weshalb wir uns natürlich direkt auf die Suche machen. Etwas nördlich gelangen wir schließlich zu einer Höhle, deren Eingänge durch einen riesigen, schlafenden Drachen versiegelt sind, um das Böse dort gefangen zu halten. An diesem Ort scheint die kleine Yua gern zu spielen, dumm nur das sich dort auch wilde Monster herumtreiben. Ehe wir uns versehen werden wir auch schon angegriffen, als mit einem Stock bewaffneter Knirps können wir allerdings nicht viel ausrichten. Doch in letzter Sekunde kommt Ganer zur Hilfe und bringt die beiden Heim. Der gesamte Abschnitt lief in schwarz-weiß ab, was dem Spieler deutlich macht, dass man sich in der Vergangenheit bewegt. Die Hintergründe kannten wir jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht, weshalb dieser Flashback eher zur Verwirrung als zu einem gelungenen Einstieg beitrug.

Ein Dieb und sein Freund
Einige Jahre später beginnt dann auch die Haupthandlung, in der Ryu nun fast schon erwachsen ist und sich mit seinem treuen Freund Bow über Wasser hält. Bow ist übrigens ein menschlicher Hund mit leicht adipöser Gestalt und einem Hang zur langfingrigen Tätigkeiten. Im kleinen Örtchen Hometown bekommt Bow von einem reichen Mann den Auftrag, ein gestohlenes Objekt zurückzuholen, doch weiter als bis zum Einbruch kommt das Hundewesen nicht, da sich ein Mädchen mit Flügeln bereits vorher mit dem Objekt aus dem Staub gemacht hatte. Zu Unrecht beschuldigt muss man anschließend seinen treuen Freund in Sicherheit bringen und den wahren Dieb ausfindig machen. Mit diesem recht gelungen Einstieg nimmt die Story im Laufe des Spiels einen stetigen, aber stets unterhaltsamen Lauf. Auf der Suche stößt man – mal allein, mal mit Helfern – auf zahlreiche Stolpersteine und nimmt sogar vorübergehend die Identität einer anderen Person an.

Nicht ganz so vorbildlich wie die Erzählung ist hingegen der Spielfluss an sich. Kämpfe kamen uns anfangs recht undurchschaubar vor, was aber einfach der (zu Beginn) extrem niedrigen Agilität unseres Helden geschuldet ist. So kam es oft vor, dass uns die Gegner einfach mehrfach angriffen und wir so quasi direkt das Zeitliche segneten. Recht früh im Spielverlauf gelangt man außerdem an einen Gebirgspass, an dessen Ende ein Trio aus Harpyien auf uns wartet. Doch schon unterwegs muss man sich durch zahlreiche Zufallskämpfe boxen. An sofortiges Durchlaufen mit anschließendem Sieg ist an dieser Stelle leider nicht zu denken. Stattdessen trainiert man sich an einer Heilquelle stumpf ein paar Level oben drauf, um so mehr einstecken und sich ein paar Heilkräuter leisten zu können. Solche Probleme lockern sich zwar später mit Anwachsen der Heldengruppe auf, dafür rutscht man aber mit der Zeit in eine arge Monotonie ab und lässt den Auto-Modus kämpfen. Teils sehr humorvolle Dialoge und hervorragend authentische Charaktere wie das Katzenmädchen Katt lassen den Spieler dann aber doch irgendwie am Ball bleiben. Features wie das Erstellen von Spielständen über das Virtual Console-Menü lernt man lieben, und der Soundtrack veranlasst nicht selten zum mitsummen.

Fazit:
Breath of Fire II ist ähnlich zäh wie der Vorgänger, überzeugt aber erneut durch eine recht packende – wenn auch langgezogene – Story und tolle Dialoge. Das täuscht tatsächlich etwas über den sonst eher trägen Spielverlauf hinweg. Alles andere an Breath of Fire II ist genretypisches Zeugs: Aufleveln, Ausrüstung, Schätze finden, um nur einige anzuführen. Schade ist außerdem, dass das Spiel lediglich in englischer Sprache verfügbar ist. Trotzdem können Rollenspielfans durchaus ihren Spaß mit dem Titel haben. Da die Serie größtenteils auf getrennte Geschichten setzt, muss man Teil Eins dabei nicht zwangsläufig gespielt haben.

Den dunklen Mächten auf der Spur: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Altbackenes, aber irgendwie bezauberndes Fantasy-Rollenspiel mit einzigartigen Charakteren.

Wertung

Teils witzige Dialoge…

Authentische Charaktere

Tolle Schauplätze

…leider nur auf Englisch

Zäher Spielverlauf

Teils künstlich schwer

Kommentare anzeigen

1 Kommentar