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Spielname:
Unholy Heights

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
5,99 €

Publisher:
Bergsala Lightweight

Developer:
mebius

Genre:
Strategie

Release:
23.06.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Unholy Heights

Tjark Michael Wewetzer, 06.07.2016

994°

0

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Den lieben langen Tag im Büro verbringen, monotone Arbeiten erledigen und sich von seinen Vorgesetzten anschreien lassen? Da machen wir nicht länger mit! Der Job wird gekündigt und die Menschheit muss für diese Schmach bezahlen! Es braucht nur eine geeignete Armee an Monstern zur Eroberung der Welt und dann liegt man UNS zu Füßen! So zumindest der Plan unseres Spielercharakters in Unholy Heights, der zu diesem Zweck einen heruntergekommenen Wohnkomplex kauft und ihn für Kreaturen wie Skelette, Blumlinge und Zentauren herrichtet. Ob die Mischung aus Tower Defense und Management-Simulation auch funktioniert, klären wir im Kurztest.

Gute Miete zum bösen Spiel
Das Spielprinzip ist dabei recht schnell erklärt: Ihr müsst schlichtweg dafür sorgen, dass sich eure Mieter wohlfühlen und damit über die Kraft verfügen, einfallende Möchtegern-Helden in die Flucht zu schlagen. Zu Beginn stehen euch dafür gerade einmal vier Wohnungen zur Verfügung, die von potentiellen Mieter-Monstern besichtigt werden. Gefällt ihnen das, was sie sehen, und wollt ihr den Schützling in eure Reihen aufnehmen, könnt ihr das mit einem einfachen Klick tun. Von da an dürft ihr die Unterhaltskosten über eine simple Preisschraube bestimmen und gelegentlich etwas von eurem Budget für Wunschmöbel opfern – alles der Zufriedenheit halber. Die ist von entscheidender Bedeutung, denn je glücklicher eure Kreaturenschar ist, desto stärker wird sie.

Und diese Kraft wird dann nötig, wenn euer Unterschlupf von wagemutigen Menschen heimgesucht wird. Entweder auf Quasi-Befehl über das Quest-Brett oder auch gerne mal zufällig marschieren mehrere Gegner auf euer eigenes Zimmer am obersten Ende des Wohnkomplexes zu. Durch kurzes Anklopfen an den Türen eurer Mieter lassen diese sich dann herausrufen und zum Kampf auffordern. Dabei agiert eure Monsterschar weitestgehend automatisch, durch gut abgestimmtes Anklopfen könnt ihr jedoch auf die Positionierung Einfluss nehmen und euch so einen kleinen taktischen Vorteil verschaffen.

Klingt nach tiefgründigen Möglichkeiten, fällt schlussendlich allerdings doch sehr flach aus. Selbst unter optimalen Bedingungen hatten wir das Gefühl, dass Sieg oder Niederlage eher vom Glück als allein vom Können abhängen – gerade zu Beginn, wenn eure potentielle Streitmacht noch sehr klein ausfällt. Dieses Gefühl wird ferner dadurch gestärkt, dass eure Zöglinge auch ein Eigenleben führen und beispielsweise der Arbeit oder ihren Hobbys nachgehen. Soll heißen: Wenn ihr eine Quests initiiert habt, besteht die Möglichkeit, dass eure geplante Armee bei Eintreffen der Helden plötzlich komplett außer Haus ist und ihr praktisch wehrlos seid. Ärgerlich! Insgesamt bleibt der Spielablauf auch eher simpel gestrickt. Was wir euch erzählt haben, beschreibt praktisch schon alles Wichtige. Klar lassen sich noch einige interessante Kreaturen rekrutieren, die nur unter bestimmten Bedingungen – etwa den passenden Möbeln – einziehen, doch selbst das verleiht Unholy Heights nicht den Tiefgang, den man von der Genre-Mischung erwartet.

Fazit:
Die Prämisse von Unholy Heights klingt zugegebenermaßen ziemlich cool. Als erfolgloser Geschäftsmann versucht man seine Hand an der Eroberung der Welt und macht dies, indem man Monsterscharen in einer Mietskaserne versammelt. Ein schön schräges Szenario, das durch die humorvollen, wenn auch teils etwas holprig übersetzten englischen Texte noch gestützt wird. Leider bietet das Spiel aber auch nicht wirklich viel mehr. Der Management-Anteil fällt äußerst flach aus, mehr als die Mietpreisregulierung und das gelegentliche Anschaffen von Möbeln steht euch nicht offen. Die Verteidigungsgefechte fühlen sich zudem teils zu sehr vom Zufall abhängig an – sei es, weil uns die Streitmacht aufgrund ihrer regulären Arbeitszeiten fehlt oder weil uns die gegnerischen Helden durch schieres Glück überrollen. Das macht den kuriosen Mix insgesamt zwar zu einem interessanten Konzept, dem aber eindeutig der Feinschliff fehlt.

Sieht sich nach einem anderen Beruf um: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
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-
Interessante Ansätze, halbgare Umsetzung: Ein extrem seichter Mix aus Tower Defense und Management-Sim.

Wertung

Farbenfrohe Monsterschar

Netter Humor

Wenig Tiefgang

Wird schnell eintönig

Keine deutschen Texte

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