PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Alphadia

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
9,99 €

Publisher:
Kemco

Developer:
Exe-Create

Genre:
Rollenspiel

Release:
11.02.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Kurztest: Alphadia

Sebastian Mauch, 28.02.2016

1691°

0

Test mögen: Weitersagen:

Könnt ihr euch eigentlich noch vor lauter Spielen retten? Wir können es nicht und selbst das Rollenspielgenre für sich allein beschäftigt unsere Redaktion schon genug. Während die RPG-Profis des Teams sich aktuell um die großen Titel wie Bravely Second, Project X Zone 2 und The Legend of Legacy kümmern, wollen aber auch kleinere Rollenspiele wie Alphadia beachtet werden. Vor ewiger Zeit auf Smartphones erschienen und später dann für andere Konsolen portiert, findet der Titel nun seinen Weg auf den 3DS. Ob Alphadia etwas taugt und ob man in Zeiten wie diesen nicht doch besser auf bewährte Marken setzen sollte, klären wir nun im folgenden Test.

Ein Haus, eine Familie, ein Leben
Dass das Genre „Rollenspiel“ von der Story lebt, ist kein Geheimnis, darum geht es auch hier zu Beginn recht textlastig zur Sache. Wir starten in einem kleinen Häuschen in einem kleinen Örtchen. Dort leben wir mit unseren Geschwistern Karim und Eclair (nicht der zum Essen) sowie unserem Vater zusammen. Wir in der Rolle vom blauhaarigen Ash (nicht der aus Pokémon) arbeiten zusammen mit unserem Bruder übrigens als Wachen für den Ort Heiland. Doch die Idylle soll schon bald ihr Ende finden, denn schnell erfahren wir, dass der irre Anführer des Königreiches aus heiterem Himmel einen Krieg beginnt, obwohl eigentlich extra dafür ein Waffenstillstand zwischen den kriegerischen Parteien geschlossen wurde. Irgendwann finden die Truppen des verrückten Herrschers auf der Jagd nach Prinzessin Shion und ihrem ritterlichen Beschützer Wied ihren Weg auch in unsere Gefilde. Unsere tapferen Helden helfen den beiden natürlich bei der Flucht und suchen von nun an nach dem Anführer des Widerstands, um dem üblen Treiben von Shions Vater ein Ende zu setzen.

Obwohl der Plot eines Rollenspiels generischer nicht klingen könnte, macht der Einstieg irgendwie Lust auf mehr. Nur ist Alphadia leider Gottes eines von diesen Spielen, das auch nach stundenlangem Spielen nie richtig in Fahrt kommt. Hier mal jemandem helfen, zu dieser Stadt reisen, dort ein Monster besiegen, Person XY finden und befragen und so weiter und so fort. So geht es im Grunde die ganze Zeit. Dabei muss man sich noch nicht einmal anstrengen, da man zumindest in der Oberwelt alle Zielorte angezeigt bekommt. Übrigens ist es schon fast eine anerkannte Kunst, eine Oberwelt so dermaßen linear zu gestalten. Hier mal ein Dörfchen, da ein Tempel oder eine Waldlichtung mit ein paar NPCs beziehungsweise etwas Beute wären schon wünschenswert gewesen. So dackelt man eben nur stumpf von einem Zufallskampf in den Nächsten.

Top-Schutz aus Pokémon wäre ein Segen
Besagte Kämpfe sind leider auch nicht das Gelbe vom Ei. Man kämpft rundenbasiert gegen lieblos und statisch illustrierte Gegner, die sich noch dazu ständig wiederholen und je nach Gebiet höchstens mal die Farbe wechseln. Kommt man dann doch mal zu einem der eher selten vorkommenden Bosse, erwarten euch nicht etwa gigantische Monstrositäten oder Ähnliches, sondern Widersacher, die vom Design her locker als Zubat in einer Höhle durchgehen könnten. Witzigerweise haut man die kleinen Fische praktisch das gesamte Spiel über mit einem Schlag um, vorausgesetzt man macht sich ein paar Gedanken zum Equipment. Bossgegner halten hier auch nicht wirklich viel aus, etwa zehn bis zwanzig Angriffe sollten schon reichen und an Lebenspunkten mangelt es unseren Helden ebenfalls fast nie. Da man immer mit vier Helden in den Kampf geht, kann man einen Licht-Kämpfer getrost als Heiler abstellen und mit den anderen Einheiten in Ruhe Schaden verursachen, auf Wunsch sogar mit aktiviertem Autoplay, um die Monotonie dem Spiel selbst zu überlassen. Die Elementareigenschaften wie beispielsweise Erde, Wasser und Luft, die einem jedem Charakter von Geburt an innewohnen, kommen übrigens nie so richtig zum Tragen, da man sich nie sicher sein kann, welchem Typ die Gegner angehören. Lediglich unsere Begleiterin „1417“ vom Schattentyp teilt ganz ordentliche Schadenszahlen oder auch den „Soforttod“ aus.

Von der Kampfmechanik abgesehen wirkt auch der Rest des Spiels ziemlich lieblos hingeklatscht. Neben den lahmen Grafiken ist die Bildrate für ein so altes und vor allem GBA-taugliches Spiel noch zusätzlich ruckelig, sodass dass man sich stets so vorkommt als würde man in Zeitlupe durch ein Gebäude laufen. Der immer gleiche Soundtrack mag anfangs vielleicht ganz nett sein, geht einem aber früher oder später doch so dermaßen auf den Geist, dass man lieber stumm in die Tasten haut. Selbst die Nebenquests, wie der dem Maskentausch in Ocarina of Time gar nicht mal so unähnliche Kartentausch, sind total linear geraten – was bleibt da noch viel zu sagen?

Fazit:
Rollenspiele müssen oft erst in Fahrt kommen, dessen waren wir uns jederzeit bewusst und haben uns stolze zehn Stunden durch Alphadia gequält, durch hunderte von automatischen Kämpfen, teils sinnfreien und langen Dialogen und triste Orte. Wenigstens wurde nach etwa acht Spielstunden zumindest die Geschichte noch etwas interessanter und hielt zum Weiterspielen an. Doch der Gedanke an den öden Spielablauf schreckte uns letztlich zu sehr ab. Dazu gesellen sich Faktoren wie die rein englische Textausgabe und der fehlende 3D-Modus. Da gab es schon Hobbyprojekte basierend auf dem RPG Maker, die in nur zwei Wochen mehr Charme auf den Bildschirm gezaubert haben. In Anbetracht dessen wird Alphadia in der momentanen RPG-Welle wohl nicht allzu viele Spieler neugierig machen.

Hat für die nächsten drei Jahre wieder genug von Rollenspielen: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Liebloses und arg lineares Pseudo-Rollenspiel, das auch auf lange Sicht nicht motivieren kann.

Wertung

Story nimmt im Spielverlauf zumindest etwas an Fahrt auf

Monotoner Spielablauf

Stumpfes Kampfsystem

Miese Technik

Kommentare anzeigen

0 Kommentare