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Spielname:
Sonic Generations

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Sega

Developer:
Sonic Team/Dimps

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
25.11.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Review: Sonic Generations

Tjark Michael Wewetzer, 27.11.2011

7796°

17

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Nintendo feiert einen großen Franchise-Geburtstag? Pah, das kann Sega auch! In diesem Jahr ist Sonic nämlich stolze 20 Jahre alt geworden. Zur Feier dieses Meilensteins gibt es auch ein passendes Jubiläumsspiel mit dem Titel Sonic Generations. Doch Moment, erinnern wir uns an das letzte Anniversary-Spiel zurück: Das unsägliche Sonic the Hedgehog für die Xbox 360 und PS3... Haben wir es hier ebenfalls mit einer Katastrophe zu tun? Wenn es nach dem Kritiker-Echo geht, sind zumindest die HD-Versionen von Anfang November geglückt. Nun, am anderen Ende des Monats, liegt uns die 3DS-Version vor. Ein verdorbener Kuchen oder ein süßer Jump-'n'-Run-Hochgenuss? Wir haben uns auf den Trip durch die Vergangenheit begeben, um dieser Frage nachzugehen.

Happy Birthday, Sonic!
Ausgangspunkt dieses Abenteuers ist eine Geburtstags-Party für den blauen Igel, zu der er allerdings stilecht viel zu früh erscheint und deswegen nur auf Tails bei den Party-Vorbereitungen trifft. Macht nichts, denn kurz darauf gesellt sich ein unheimliches Monster namens Time Eater zur Runde, welches Sonic und seinen Kumpel schnurstracks in eine fremde Dimension befördert, wo die beiden auf vertraut wirkende Welten stoßen... Oh, und ihre jüngeren Ichs. Zu einem Quartett zusammengeschlossen versucht das Team nun, einen Ausweg aus der Misere zu finden.

Spielbar sind davon allerdings nur die beiden Sonics, die sich in jeder der sieben Welten einen Level vornehmen. So rast ihr in Akt 1 mit dem Igel der Mega-Drive-Ära los, während sein moderneres Gegenstück in Akt 2 Geschwindigkeitsrekorde aufstellt. Das hat auch einen spielerischen Sinn, denn die beiden Helden verfügen über ein paar Eigenheiten. Classic Sonic etwa ist langsamer, kann lediglich mit dem Spin Dash nach etwas Aufziehzeit aus dem Stand beschleunigen und lernt erst im weiteren Spielverlauf den Zielsuchangriff - womit er sich, abzüglich der letzten Eigenheit, in etwa so spielt wie zu Mega-Drive-Zeiten. Modern Sonic mögen auf dem 3DS die richtigen 3D-Level der HD-Version abhanden gekommen sein, dafür erinnert seine Spielweise mit dem auf Knopfdruck ausführbaren Boost, der Stampfattacke sowie der Homing Attack immer noch an die Rush-Episoden für den DS.

Da werden Erinnerungen wach...
Nein, ihr bildet euch beim Anblick der Level nichts ein, die sind tatsächlich alle namentlich und vom Design her aus anderen Sonic-Teilen entliehen. Dabei hat es Sega aber natürlich nicht belassen und die Stufen teilweise ziemlich umgestaltet - auch, um die Fähigkeiten der beiden Igel ideal nutzen zu können. Wie üblich gibt es auf dem Weg zum Ziel, nach typischer Jump-'n'-Run-Manier irgendwo rechts vom Start ist, auch einiges an Abzweigungen und Abkürzungen zu entdecken, die man sich vor allem zur Verbesserung der Endpunktzahl gut einprägen sollte - zumindest wenn man an der Bestwertung in Form des S-Ranges interessiert ist und man sich nicht mit einem schnöden A oder lächerlichem D zufrieden geben möchte. Verborgene Boni wie die roten Sternenringe aus Colours vermisst man allerdings und die sieben Welten sind in Windeseile erledigt. Kaum mehr als drei bis fünf Stunden sollte der durchschnittliche Spieler hierfür benötigen. Und das obwohl die Stufen an manchen stellen ein eher fragwürdiges Design aufweisen.

Aber ist der Story-Modus wirklich alles? Natürlich nicht! Es gibt nämlich insgesamt 100 kleine Missionen, die man zusätzlich bewältigen kann. Davon werden im Spielverlauf einige so freigeschaltet, den Rest kann man entweder per StreetPass oder mit Spielmünzen freilegen. Letztere könnt ihr übrigens auch einsetzen, um die durch besagte Missionen freigeschalteten Belohnungen sofort zu erhalten. Wenn ihr also keinen Bock darauf habt, einen kniffligen Level zu beenden, ohne dabei einen Treffer zu kassieren, nur um am Ende dann ein Musikstück aus der Sonic-Historie freizuschalten, welches nur im Sound-Test hörbar ist, könnt ihr das Spielmodul gerne bestechen. Ehrenhafte Spieler bezwingen die Herausforderungen natürlich.

Steuerung:
Gewöhnt euch an das Steuerkreuz, denn mit dem Schiebepad tut ihr euch bei einem 2D-Jump-'n'-Run wie Sonic Generations absolut keinen Gefallen. Mit diesem lässt sich der Turbo-Igel dann auch ziemlich gut über den Bildschirm scheuchen, nur selten wünschen wir uns noch etwas mehr Präzision und Kontrolle.

Grafik:
Ein zweischneidiges Schwert... Über weite Strecken sieht das Zeitreise-Abenteuer der Igel ordentlich aus und kann auch mit netten, kleinen 3D-Spielereien überzeugen - auch wenn diese höchstens bei den mit ständigen Kamerawinkelveränderungen gesegneten Modern-Sonic-Abschnitten zum Tragen kommen. Allerdings finden sich hier und da ein paar unschöne, unscharfe Texturen und das Wasser der Emerald Coast erinnert mehr an smaragdgrünen Glibber als an einladende Wogen. Von der eher lieblos präsentierten Rahmenhandlung, die über Dialogboxen mit leicht animierten 3D-Figuren erzählt wird, brauchen wir eigentlich keine Worte mehr verlieren.

Sound:
Zwanzig Jahre Sonic bedeutet auch zwanzig Jahre erstklassiger Musikstücke mit Ohrwurmpotenzial. Für die Jubiläumsausgabe wurden die Themenmelodien aller enthaltenen Level geschnappt und angepasst - je nachdem, ob ihr mit dem Mega-Drive-Igel oder dem grünäugigen, schnelleren Pendant unterwegs seid. Die Melodien können auch überzeugen, Fans werden aber ein paar wenige Ungereimtheiten bei der Soundkulisse bemerken. Allen voran das Ausbleiben der traumatischen Ertrink-Musik. Das ist jedoch verschmerzbar.

Multiplayer:
Was darf bei einem Handheld-Sonic natürlich nicht fehlen? Klar, ein Versus-Modus! Sowohl offline als auch im World Wide Web könnt ihr in allen Levels des Spiels zum Hochgeschwindigkeitswettbewerb antreten. Das unterhält auch ein wenig, wird aber durch die Framerate-Einbußen im Duell gemildert - und das obwohl euer Kontrahent sowieso nur als Symbol auf eurem Screen auftaucht. Schade! Wollt ihr bei stabiler Bildrate kompetitiv bleiben, könnt ihr euch immerhin noch an dem Time-Attack-Modus versuchen, wo ihr eure Bestzeiten auf eine Online-Rangliste übertragen könnt.

Fazit:
Es muss ja nicht jedes Jubiläum in einer Vollkatastrophe enden: Mit Sonic Generations hat Sega dem blauen Igel auch im Handheld-Format ein gutes Geschenk gemacht. Zwar trüben einige Design- und Grafik-Schwächen den Gesamteindruck ein wenig und außerdem ist das Abenteuer auch schon viel zu schnell wieder vorbei, doch das Level-Best-of macht einfach Laune und bietet sowohl klassische als auch moderne Sonic-Kost, wie man es von dem Igel gewohnt ist. Trotz der Konkurrenz aus dem Hause Nintendo ist der Titel für Jump-'n'-Run-Freunde eine Runde wert.

Auf weitere 20 Jahre! Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Zwar nicht ganz so grandios wie die DS-Vorgänger, aber immer noch ein fetziges Abenteuer mit Segas Maskottchen.

Wertung

LEVELDESIGN:

8.0

ABWECHSLUNG:

6.0

WIEDERSPIELWERT:

7.0
7
von 10

Gute Stufen-Auswahl...

Kurzweilige Unterhaltung

Viele Missionen zum Freispielen

...mit einigen Design-Patzern

Optisch nicht immer sauber

Niedrige Framerate im Multiplayer

Kurzes Vergnügen

Wie werten wir?

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