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Spielname:
Story of Seasons: Trio of Towns

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Marvelous

Genre:
Simulation

Release:
13.10.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Story of Seasons: Trio of Towns

Review: Story of Seasons: Trio of Towns

Tjark Michael Wewetzer, 13.10.2017

1466°

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Warum nur die Gesellschaft zweier Nachbarschaften genießen, wenn man auch gleich drei haben kann? Der neueste Teil der ehemals unter dem Namen Harvest Moon laufenden Bokujou Monogatari-Reihe entführt euch nämlich in eine kompakte, kleine Gegend, in der drei völlig unterschiedliche Kulturen nur einen Steinwurf voneinander entfernt sind. Ob das Gimmick aber auch reicht, um für ein frisches Spielerlebnis zu sorgen? Nach dem eher schnörkellosen Vorgänger wäre das zumindest wünschenswert. Begleitet uns also bei unserem Ausflug aufs Land und findet heraus, was Story of Seasons: Trio of Towns alles zu bieten hat!

Leb' deinen Traum
Eine Überraschung folgt direkt zu Beginn: Wir haben eine Familie! Mit Eltern und Schwester! Sapperlot! Und von genau dieser setzt sich unser kleiner Nachwuchs-Bauer auch prompt ab, um sein (oder ihr) neues Leben auf dem Land zu beginnen. Allerdings ist der werte Herr Papa nicht ganz von dem Vorhaben überzeugt und will euch daher mit Hilfe seines Bruders und Farmer-Veteranen Frank auf die Probe stellen. Es liegt also an euch, das Familienoberhaupt zu überzeugen und zu einem respektablen Bauern aufzusteigen. Trotz des vorgegaukelten Drucks müsst ihr euch jedoch keine Sorgen bezüglich irgendwelcher Zeitlimits machen. Ihr habt alle Zeit der Welt, die väterlichen Prüfungen abzuarbeiten – was angesichts der eher gemächlichen Startphase des Spiels womöglich auch besser so ist.

Von den beworbenen drei Städten ist zu Beginn nämlich nur das im Wildwest-Stil angehauchte Westown betretbar. Überhaupt lässt euch Trio of Towns zu Beginn einerseits ausreichend freie Hand zum Experimentieren, schränkt eure tatsächlichen Möglichkeiten in den ersten zwei Wochen jedoch ziemlich stark ein. Nach einer umfassenden – und auch komplett überspringbaren – Einführung in die Grundlagen des Farmerlebens werdet ihr auf euren kleinen Hof losgelassen und könnt direkt loslegen. Ganz wie im Vorgänger zeigt sich die Landwirtschaft auf angenehme Art vereinfacht: Mit der Hacke werden direkt 3x3 Quadrate große Felder ausgehoben, auf denen sich dann das Saatgut verstreuen und täglich bewässern lässt, bis ihr die ausgewachsenen Früchte eurer Arbeit mit einem simplen Klick einstecken könnt. Allerdings seid ihr hierbei auf im Vorfeld platzierte Ackerflächen angewiesen, die ihr erst im später freigeschalteten Baumodus umstellen könnt. Zwei Ställe bieten zu Beginn auch direkt Platz für eine Kuh und ein Huhn, um für etwas Abwechslung im zu Beginn noch recht simplen Alltag zu sorgen.

Langzeitprojekte erhalten die Freundschaft
Spannend wird es, sobald die zweite Dorf-Pforte ihre Tore öffnet. Im tropischen Lulukoko lebt nämlich der Baumeister Ludus, der nicht nur eure nun in diversen Kategorien aufrüstbaren Werkzeuge verbessern kann, sondern auch allerlei Gebäude und Deko-Einrichtungen für euren Hof anfertigt. Die richtigen Materialien vorausgesetzt, könnt ihr so in Windeseile neue Ackerflächen oder Stallungen schaffen – genügend Platz, von dem sich im Spielverlauf noch einiger freischalten lässt, natürlich vorausgesetzt. Das ist auch der Punkt, an dem Trio of Towns so langsam an Fahrt gewinnt und sich euer Aktionsspielraum spürbar erweitert. Ferner wird sowohl hier als auch beim Anbeginn des ersten Sommers ein weiteres Kernelement wichtiger: Die Stadtverbundenheit und euer Farmerfolg.

An den Banden zu den drei Städten könnt ihr praktisch direkt von Beginn ihrer Verfügbarkeit an werkeln. Das ist sogar auf vielerlei Art möglich: Durch Einkäufe bei örtlichen Händlern, die Ausübung von Teilzeit-Jobs und das Versenden von Gütern steigert ihr nach und nach euren Städterang und schaltet bei jedem Meilenstein weitere Nettigkeiten wie neue Produkte an den Verkaufsständen der Kommune frei. Die Herausforderungen eures Ingame-Vaters hingegen sind für die Erweiterung eures Hofes notwendig und lassen sich beinahe als erweitertes Tutorial verstehen. Angefangen bei einfachen Aufgaben wie dem Erwerb einer zweiten Kuh – für die ihr erst einen neuen Stall bauen müsst – leitet man über in neue Herausforderungen wie die Qualitätssteigerung eurer Erzeugnisse. Dadurch wird, zusammen mit der ebenfalls schnell folgenden Freilegung der dritten und letzten Stadt, schnell ein motivierender Spielfluss für zielorientierte Zocker aufgebaut. Auf der anderen Seite wird der Verbundenheitsaufbau natürlich auch zur ziemlich lästigen Fleißarbeit, weswegen man sich vielleicht nicht zu sehr darauf versteifen und auf Teufel komm raus alle verfügbaren, insgesamt eher eintönigen Nebenjobs des Tages abstottern sollte – wir sprechen da aus eigener Erfahrung.

Leben zwischen drei Stühlen
Ähnlich wichtig wie die statistische Verbundenheit zu dem titelgebenden Dörfer-Gespann ist selbstverständlich die eigentliche Anwohnerschaft. Die zeigt sich dank der grundverschiedenen Ortschaften auch ziemlich abwechslungsreich. Während die am Strand angesiedelten Leute von Lulukoko in der Regel eher entspannter drauf sind, gibt sich das Volk des asiatisch angehauchten Tsuyukusa eher höflich und aufrichtig. Deren Charakter kommt in den für Bokujou Monogatari-Verhältnisse erstaunlich zahlreichen Dialogen ziemlich gut zur Geltung und sorgt dafür, dass der regelmäßige Plausch mit den Anwohnern nicht allzu schnell langweilig wird. Und natürlich bietet auch Trio of Towns wieder ein paar potentielle Ehepartner, in deren Herzen ihr euch stehlen könnt. Die japanischen Bonusoptionen Woofio und Stephanie sind in der europäischen Version leider nicht vorinstalliert. Ob wir die noch in Form eines kostenlosen Updates oder – ähnlich wie in den USA – als Bezahl-DLC nachgereicht bekommen, ist noch offen.

Stichwort Kosten: Eine Auffälligkeit beim vorherigen Story of Seasons betraf die erstaunliche Kostspieligkeit diverser Produkte und den dank starkem Ausdauerlimit ziemlich harten Einstieg ins Spiel. In Trio of Towns nahm man sich diesen Problemen nur teilweise an. Die eigene Ausdauer ist zu Beginn weiterhin ziemlich stark limitiert und anständige Geldbeträge lassen sich nur etwas zäh anhäufen. Allerdings gibt es reichlich verscherbelbaren Sammelkram als Ausgleich und verzehrte Speisen versorgen euch nun mit hilfreichen Status-Boostern – es gibt also deutlich mehr Möglichkeiten, um den Umständen Herr zu werden. Und wem das alles immer noch zu lästig ist, der kann natürlich abermals im Anfänger-Modus spielen, der den Ausdauerverbrauch und die Einkaufspreise spürbar senkt.

Steuerung:
Warum das Rad neu erfinden, wenn es vorher doch so gut funktioniert hat? Das Steuerungskonzept aus dem vorherigen Spiel wurde praktisch nahtlos übernommen. Über ein Schnellmenü habt ihr jederzeit Zugriff auf eure Werkzeuge und Saatgut, während sich eure aktuellen Nebenjob-Aufgaben oder Farmerprüfungen jederzeit über ein auf dem Touchscreen untergebrachtes Untermenü einsehen lassen. Neu hinzugekommen ist übrigens die niedliche Geste, dass ihr vorbeigehende Figuren mit der L-Taste grüßen könnt. Ob das einen wirklich praktischen Nutzen hat, erschloss sich uns zwar nicht, aber man möchte ja nicht unhöflich sein!

Grafik:
Der Fokus auf drei verschiedene Ortschaften bringt allem voran eines: Optische Abwechslung, wie sie für Serienverhältnisse sonst eher unüblich ist! Die drei Städte mögen zwar eher kompakt ausfallen, sind dafür jedoch stilisisch passend in Szene gesetzt und ordentlich anzusehen. Der bunte Grafikstil passt ohnehin weiterhin ziemlich gut zur locker-flockigen Atmosphäre der entspannten Landwirtschafts-Simulation. Da verzeiht man auch, dass der 3D-Tiefeneffekt eher vernachlässigbar ist und höchstens durch ins Bild wirbelnde Blüten mal hin und wieder auffällt.

Sound:
Was braucht man noch für eine lockere Atmosphäre? Klar, den passenden Soundtrack! Die Stücke sind allesamt wieder eingängig komponiert und setzen sich nur zu gerne in euren Gehörgängen fest. Das Thema von Westown kriegen wir jedenfalls nicht mehr so schnell aus dem Kopf! Leider bieten die drei Städte auch jeweils nur ein einziges Lied, das über alle Jahreszeiten hinweg durchdudelt. Ziemlich schade, wo doch die musikalische Abwechslung durch den Wetter-Wechsel auf eurem Hof erfrischend wirkt.

Fazit:
Während der Vorgänger bereits nach wenigen Momenten in die Vollen geht, braucht Story of Seasons: Trio of Towns leider wieder ein wenig Anlaufzeit, bis der Funke überspringen möchte. Doch lasst euch gesagt sein: Die Geduld wird belohnt! Sobald das letzte der drei Stadttore geöffnet ist, entfalten sich erst die ganzen Möglichkeiten, die euch die Simulation zur Verfügung stellt. Man freundet sich in Windeseile mit den liebenswerten Menschen der Kommunen an, erledigt kleine Gefallen und kümmert sich nebenbei natürlich auch um die eigene Farm, die mit der Erfüllung diverser, stets einsehbarer Ziele langsam wächst. Für Leute, die nach dem eher offenen vorherigen Spiel etwas Zielorientierteres benötigen, ist Trio of Towns auf jeden Fall besser geeignet. Doch ebenso steht es euch frei, die Dinge langsam anzugehen, den vielfältigen Phrasen der Anwohner zu lauschen und einfach ein paar entspannte Tage auf einem idyllischen Bauernhof zu verbringen. So oder so: Trio of Towns ist ein kurzweiliges Farmvergnügen, bei dem die Zeit wie im Flug vergeht!

Sonnt sich am Strand von Lulukoko: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Eine liebenswerte Bauernhof-Sim, in der man sich wieder wunderbar verlieren kann!

Wertung

SPIELTIEFE:

8.0

AUTHENTIZITÄT:

7.0

SPIELFLUSS:

8.0
8
von 10

Reichlich gestaltbare Farmfläche

Abwechslungsreiche Städte

Sympathische Charaktere

Hilfreiche Nahrungsmittel-Boosts

Mitreißender Spielfluss

Zielvorschläge helfen Einsteigern

Etwas langsamer Einstieg

Ausdauer zu Beginn ziemlich limitiert

Verbundenheitssteigerung endet in Fleißarbeit

Eintönige, supersimple Teilzeit-Jobs

Wie werten wir?

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