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Spielname:
Cooking Mama 4

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
505 Games

Developer:
Cooking Mama Ltd.

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
25.11.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Review: Cooking Mama 4

Tjark Michael Wewetzer, 18.12.2011

5594°

4

Test mögen: Weitersagen:

„Oh Gott, geht das schon wieder los...“, werden sich einige beim Anblick dieses Titels denken. „Hatten wir denn nicht genug Casual-Mist auf dem DS? Muss der 3DS auch leiden?“ Glaubt uns, wir würden auch gerne auf lieblose Kurzspielchen verzichten, die von manch Entwicklungsstudio für den schnellen Euro zwischendurch auf den Markt geschmissen werden. Doch Cooking Mama gehörte nie so recht in diese Kategorie. Vielmehr waren die DS-Episoden ein Beweis dafür, dass ein unscheinbares Spiel mit einer damals irgendwie absurd klingenden Idee charmant, solide und unterhaltsam sein kann. Dass der Kochspaß auch auf den 3DS überschwappt, war nur eine Frage der Zeit. Hat die 3D-Fassung aber auch nichts von dem Reiz der vorangegangenen Episoden verloren? Wir geben ab ins Planet3DS-Kochstudio!

Küchenglanz in einer neuen Dimension
Auch wenn sich Mama auf einer neuen Konsole die Ehre gibt, bleibt inhaltlich doch alles weitestgehend mit den Vorgängern identisch. Ihr könnt vom Fleck weg zwischen vier verschiedenen Spielvarianten wählen und in der Galerie die virtuelle Küchenfee umkleiden oder eurer Arbeitsfläche einen neuen Anstrich verpassen – wobei ihr bei letzterem mehr Auswahlmöglichkeiten habt, sobald ihr im Spiel vorangeschritten seid. Dazu wählen wir den Modus mit dem bezeichnenden Namen „Lass uns kochen!“ aus.

Hier erwarten euch zu Beginn gleich sechs der insgesamt 60 Rezepte, die auf der 3DS-Karte gespeichert sind. Um die restlichen Gerichte freizuspielen, müsst ihr euren bestehenden Katalog nach und nach abarbeiten. Egal, für welche Mahlzeit ihr euch entscheidet, der generelle Ablauf ist identisch: Vor jedem Arbeitsschritt wird euch erklärt, was als nächstes zu tun ist. Danach geht es gleich ans Eingemachte und ihr schneidet Fleisch zurecht, zupft Salatblätter oder stellt die Temperatur an der Mikrowelle richtig ein. Das ganze ist simpel aufgemacht; weiterführende Anweisungen lenken euch in die richtige Richtung, solltet ihr mal nicht wissen, was für eine Stylus-Aktion gefordert ist. Je nachdem, wie geschickt ihr euch anstellt, werdet ihr am Ende jedes Abschnitts mit einer Medaille belohnt. Für Goldmedaillen – die Höchstwertung – ist in der Regel kein absolut perfekter Lauf nötig, allzu viele Fehler dürft ihr euch hier aber nicht leisten. Alternativ könnt ihr auch vor Rezept-Antritt eine Übungsrunde starten und alle Schritte einzeln sowie ohne Punktedruck durchgehen. Sind alle Schritte erledigt, werden die Punkte zusammengezählt und ihr bekommt eine Abschlussmedaille für eure Mühen. Und natürlich auch ein weiteres Rezept sowie andere Boni in Form von Galerie-Gegenständen, wenn ihr besonders gut gekocht habt.

Kombiniere, Watson! ...äh, ich meine Mama!
Jetzt mag die Anzahl der Speisen im Vergleich zu den Vorgängern - Cooking Mama 2 bot zum Beispiel 80 Stück – gering erscheinen. Dies will der vierte Teil aber auf zweierlei Art wieder wettmachen. Variante A lässt euch bestimmte Rezepte miteinander kombinieren. Das geschieht wiederum in zwei verschiedenen Ausführungen. Die wesentlich simplere davon ist ein Minispiel, in welchem ihr die Gerichte nach einem vorgegebenen Muster zusammenpanscht. Ihr füllt zum Beispiel im Akkord Reis-Schalen, um danach ein leckeres, selbstgemachtes Eis oben darauf zu platzieren. Sollte euch das zu anspruchslos sein, könnt ihr aber auch die Kombination im Wettbewerbs-Modus vornehmen. Hierbei werden in einem Rutsch alle Arbeitsschritte abgeackert, bis das Gericht fertig ist. Aber Obacht: Anders als im Hauptmodus bedeutet ein vergeigter Schritt einen Abbruch eurer Kocherei und die schlechteste Bewertung für euer Punktebuch.

Als weitere Nebenbeschäftigung lassen sich 17 Bonus-Spiele freischalten, die unter dem „Lass uns helfen!“-Label laufen. Dazu gehört etwa das Staubsaugen, Raustragen von Müllbeuteln oder Sortieren von Abfällen, alles verpackt in eine kurzweilige Spielerei mit Punktzahl als Motivationsfaktor. Diese sind auch für sich gesehen ganz nett, wirken aber nicht so durchdacht oder spaßig wie die eigentlichen Kochschritte, zu denen es uns letzten Endes immer wieder hinzieht.

Steuerung:
Wer die Vorgänger kennt, fühlt sich hier wieder sofort wie Zuhause. Jedes Minispiel wird komplett mit dem Stylus gesteuert und das in der Regel mit einer löblichen Präzision, wie sie bei dem gerne auch mal hektischen Ablauf benötigt wird. An manchen Stellen kommt auch das Mikro zum Einsatz. Aber Moment, verspricht die Verpackung nicht auch neue Steuerungsmethoden? Ja, auch der Bewegungssensor findet Verwendung. Allerdings wird euch in Form einer Lupe bei der Rezeptauswahl nur angedeutet, wann dies der Fall ist - etwa beim Verteilen von Fett auf einer Bratpfanne. Einen großen Mehrwert bietet dieses Konzept nicht, abschalten lässt es sich allerdings auch nicht. Also Obacht bei den bewegungssensitiven Arbeitsschritten!

Grafik:
Wenn man auf die Verpackung schaut, erwartet man eigentlich ein riesiges Regenbogen-Gewitter, wie es schon zum Beispiel beim zweiten DS-Teil zu sehen war. Ihr könnt eure Sonnenbrillen aber ruhig wieder wegpacken. Cooking Mama 4 ist farbenfroh, ja, aber von der Aufmachung her ist der charmante Comic-Look wieder am ersten Spiel orientiert. Abgesehen von den 3D-Modellen, die jetzt fast überall beim Kochen zum Einsatz kommen. Lasst euch davon aber nicht täuschen: Das stereoskopische 3D ist eher vernachlässigbarer Natur. Gelegentlich werden Zutaten auf dem Topscreen herumgewirbelt, in der Regel seht ihr aber nur die 2D-Mama vor einer 2D-Kulisse mit einer 2D-Uhr – auf verschiedenen Ebenen. Das bringt auf den Touchscreen verlagertes Gameplay eben so mit sich. Spart euch die Akkuleistung und dreht den Tiefenregler beim Kochen runter.

Sound:
Was braucht es für die richtige Küchenatmosphäre? Richtig! Melodien, die glatt aus einer Kochsendung stammen könnten! Die findet sich erwartungsgemäß auch hier wieder, garniert mit typischen Soundeffekten aus dem Nahrungsmittel-Zubereitungsbereich. Oh, und deutschen Sprachclips von durchschnittlicher Qualität. Die ebenfalls auf dem Modul befindliche englische Version klingt da schon etwas besser, wir trauern aber immer noch der unfreiwillig komischen Stimme mit starkem, japanischen Akzent nach.

Multiplayer:
Was darf nicht fehlen? Klar, die obligatorische - und nur lokal verfügbare - Download-Play-Option zur Unterhaltung von bis zu vier Spielern. Mit nur einer 3DS-Karte könnt ihr entweder Geräte von Freunden mit einer knappen Demo versorgen oder sie zu kleinen Duellen herausfordern. Bei letzterem misst ihr euch in fünfzehn Disziplinen, bei denen jeweils eine bestimmte Kochaktivität um die Wette ausgeführt wird. Wenn ihr schon immer wissen wolltet, wer am schnellsten Fleisch zerkleinern kann, findet hier die Erfüllung seiner Träume. So wirklich spaßbringend ist dies jedoch auf die Dauer nicht. Vielmehr hätten wir uns gewünscht, dass wir in einem richtigen kleinen Kochduell ganze Rezepte durchgehen könnten.

Fazit:
Das mag manch einen vielleicht schockieren, aber auch wie seine Vorgänger ist Cooking Mama 4 ein gutes Spiel geworden. Eines, das man immer wieder zwischendurch einlegen kann, um nach Lust und Laune ein virtuelles Gericht auf den 3D-Screen zu zaubern. Eines, bei dem man sich in einem Marathon beweisen kann, der dem Spieler einen Arbeitsschritt nach den anderen vor die Füße wirft. Aber auch eines, das uns ein heftiges Déjà-vu beschert. Klar, ein nennenswerter Teil der Rezepte ist neu, aber das Drumherum kennt man einfach zu gut und die neuen Helfer-Minispiele sind von gemischter Qualität. Wer schon alle drei Vorgänger im Haus hat, kann diese Partie gerne aussetzen - es sei denn, er kriegt einfach nicht genug vom Handheld-Kochkurs. Das ändert aber nichts daran, dass auch die 3DS-Version noch immer viel Freude bereiten kann. Solltet ihr noch nicht das Vergnügen mit der digitalen Küchenfee gehabt haben, findet mit Teil 4 einen guten Einstiegspunkt.

Legt die Kochschürze an: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an 505 Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Leckere Minispielsammlung, die noch ein wenig Pepp vertragen könnte.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

7.0

STEUERUNG:

8.0

SUCHTFAKTOR:

7.0
7
von 10

60 Rezepte + Kombinationen

Für Einsteiger und Perfektionisten

Charmante Präsentation

Halbgarer Mehrspieler-Modus

Mäßige Nutzung der Bewegungssteuerung...

...und des 3D-Effekts

Gekochtes lässt sich nicht essen (Gemeinheit!)

Wie werten wir?

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4 Kommentare