PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Autor: Tjark Michael Wewetzer

Datum: 30.01.2014, 11:30 Uhr

Typ: Allgemein


Stichworte:

Nintendo 3DS, Nintendo, Briefung, Investoren, Geschäft, Business, Strategie, Wii U, 3DS, Nintendo Network, NNID, ID

News mögen:

Weitersagen:

2039°

10

Nintendo über Zukunftsstrategien und Einbindung von Smartphones

Keine Sorge, Nintendo wird kein großer Handy-Entwickler!

Wohin man derzeit im videospielaffinen Internet blickt, überall wird über die Schwierigkeiten berichtet, mit denen Nintendo derzeit zu kämpfen hat. Analysten raten dem Unternehmen dazu, als Dritthersteller die Konkurrenz oder Smartphones zu bedienen und vor allem die Wii U mit Karacho einzustampfen. Dass Nintendo diesen Weg jedoch nicht gehen möchte und wird, bekräftigte Firmenpräsident Satoru Iwata bei einer Investoren-Konferenz in der vergangenen Nacht.

Zunächst einmal gesteht Iwata diverse Schwächen bei Nintendos Vorgehensweise in den vergangen Jahren ein. Bei der Wii U habe man zum Beispiel dem allgemeinen Markt nicht angemessen vermitteln können, dass es sich hierbei um eine komplett neue Konsole handle und welche Vorzüge das GamePad mit sich bringe. Daran sollen neue Software-Erzeugnisse, bei denen der mit einem Bildschirm versehene Controller auch im Einzelspieler-Modus sinnvoll und bedeutsam eingebunden wird, der Gebrauch der bislang praktisch ungenutzten NFC(Near Field Communication)-Funktion und Nintendo DS-Software im Wii-U-Virtual-Console-Lineup ändern.

Außerdem sollen in Zukunft Nintendos Geräte effektiver miteinander verknüpft werden. Die Basis dafür sei bereits mit der Einführung der Nintendo Network ID (NNID) geschaffen worden. Statt jede Konsole - ob Handheld oder Heimgerät - als isolierte Einheit anzusehen und den Kunden mit der Veröffentlichung eines neuen Systems immer neu heranziehen zu müssen, sei die NNID als langfristige und systemübergreifend nutzbare Methode zur Spielerbindung gedacht.

Hier kommen auch Smartphones ins Spiel, die als Mittelsmann zwischen Nintendo und dem Kunden dienen sollen. Iwata betont allerdings nachdrücklich, dass dies nicht bedeute, man würde in Zukunft große Spiele für iOS und Android-Systeme programmieren. Aufgrund des überfluteten Software-Markts sähe er bei dieser Strategie nämlich nur geringe Chancen für einen langfristigen Erfolg. Außerdem haben 3DS-Umsetzungen von Smartphone-Spielen wie Angry Birds und Puzzle & Dragons bewiesen, dass diese auch auf Nintendos Handheld erfolgreich sein können. Stattdessen sei ein kleines, internes Entwickler-Team damit beauftragt, sich geeignete Konzepte zur Erfüllung dieses Ziels zu überlegen.

Ferner möchte Nintendo die NNID dafür nutzen, den Spielern flexiblere Preise anbieten zu können, sofern sie gewisse Bedingungen erfüllen. Diese beschränken sich nicht nur darauf, möglichst viele Spiele bereits gekauft zu haben - dass man etwa einen Freund zu einer Spielrunde einlädt und sich so für einen Preisnachlass qualifiziert, führt Iwata als ein weiteres mögliches Szenario an. Dieses Projekt befinde sich allerdings noch in der Planungsphase und werde voraussichtlich zuerst auf der Wii U erprobt.

Zu guter letzt sei Iwata noch immer darauf aus, die Videospieler-Basis zu erweitern und neue Zielgruppen zu erschließen, wie es bereits mit dem DS und der Wii geglückt ist. So setze man sich zum Ziel, innerhalb der nächsten zehn Jahre mit dem Motto „Die Lebensqualität der Menschen auf angenehme Art steigern“ zu handeln. Dabei sei einer der Fokuspunkte das Thema Gesundheit, welches zwar bereits mit Titeln wie Wii Fit angeschnitten wurde, in Zukunft aber noch erweitert werden soll. Und natürlich soll dies noch lange nicht das einzige Themengebiet sein. Die Umsetzung dieser neuen Geschäftsstrategie soll im Fiskaljahr 2015 beginnen, erste Ergebnisse werden 2016 erwartet.

Weitere Pläne für die Zukunft Nintendos sollen im Laufe des Jahres 2014 erläutert werden. Wer sich das ganze Briefing im Detail durchlesen möchte, kann es auf Nintendos Website in einer englischen Version finden.


Quelle:  Nintendo
Kommentare verstecken

10 Kommentare

profil 265 comments
[30.01.2014 - 13:28 Uhr]
cedrickterrick:
DS-VC auf der WiiU? Coole Idee.
profil 201 comments
[30.01.2014 - 13:50 Uhr]
android:
Ugh.. Videospiele und Gesundheit? Warum nicht gleich den Stuhlgang mit Schneeballschlachten verbinden?!

Ernsthaft, ich glaube dass genau DIESER weg Nintendo in seine jetzige Lage gebracht hat. Die "neuen" Zielgruppen haben bewiesenermaßen kein längerfristiges Interesse an Videospielen und die richtigen Gamer kein Interesse an Gesundheitsspielen/Apps und dergleichen. Videospiele sollte meiner Meinung nach nur im Sitzen stattfinden. Ich finde den 3DS Großartig und das Lineup ist extrem gut, allerdings sehe ich schwarz für die Heimkonsole von Nintendo. Meinen Ansprüchen wird Nintendo in diesem Gebiet schon lange nicht mehr gerecht.
profil 237 comments
[30.01.2014 - 14:20 Uhr]
blablub:
Unabhängig von der Strategie der großen Konzerne (MS, Sony, Nintendo) macht die bloße Beobachtung dessen, was die "breite Masse" offenbar bevorzugt, mich etwas traurig.

Ist es wirklich so, dass die Mehrheit tatsächlich nur stupide, repititive Minispielchen auf dem Smartphone "zocken" möchte? Besteht beim Großteil der Gesellschaft echt kaum Interesse, qualitativ hochwertige Spiele zu erleben, die spielerisch über "endlos Gemüse zermatschen", "Vögel rumschießen", "fliegende Hühner anklicken" hinausgehen? (Disclaimer: ab und zu mache ich das natürlich auch mal, aber schnell wird mir das viel zu stupide und langweilig, vor allem auf Dauer)

Menschheit, du enttäuschst mich, wenn dich sowas alleine und auf Dauer fesseln kann. :(

Schade, dass deswegen die Menschen mit hohem Qualitätsanspruch (Mario, Monkey Island, Zelda, Half-Life, Banjo, Siedler, ...) drunter leiden müssen, weil die einzigen Firmen, die sowas herstellen, sich auf Dauer nicht mehr halten können oder ihre hochqualitativen Marken aufgeben:
- Monkey Island ist tot (Lucas Arts ist nicht mehr)
- ob es jemals HL3 geben wird ist fraglich (Valve macht ja auch nur noch Online-Gekloppe, SteamOS und Micro-Payment)
- Banjo gibt's nicht mehr (RareWare ist im Einheitsbrei untergegangen)
- Wann gab's das letzte ordentliche Siedler? (BlueByte: ähnliches Schicksal wie RareWare. Aufgekauft und Einheitsbrei.)
- Nintendo muss langsam auch kämpfen
- (...die Liste könnte man sehr lange fortführen...)
profil 3159 comments
[30.01.2014 - 15:24 Uhr]
Iwazaru:
@ blablub: Mal abgesehen davon, dass Nintendo sich zwar bemühen, aber nicht um's Überleben kämpft (noch nicht): Es liegt wohl durchaus auch am Preis. Einfache Rechnung, den die Mehrheit wird wohl eher sehen, dass ein KOnsolentitel weitaus mehr kostet als so ein Download-Teil. Dass der Preis aber auch durch m ehr Umfang gerechtfertigt ist interessiert wohl kaum - billiger ist besser.

Auf der anderen Seite allerdings auch wieder komisch, wo doch bei anderen Dingen die höher der Zahlen über "besser" entscheidet. zum Beispiel bim Innenleben von Konsolen. Da ist die Konsole besser, die höhere Zahlen beim Prozessor, etc. stehen hat.

Muss man nicht ganz verstehen :D
profil 237 comments
[30.01.2014 - 17:23 Uhr]
blablub:
@Iwazaru
Ja, das stimmt leider. Das traurige ist, dass das meist auch genau die Leute sind, die gar nichts mit den Zahlen anfangen können, wenn man sie mal danach fragt.

Das war beim N64 ganz schlimm. 64 Bit war "in", es galt "mehr Bit gleich besser". Was die Zahl aber genau bedeutet, wusste kaum jemand. Konnte man ganz einfach daran feststellen, indem man jemanden gefragt hat, was denn die Wordbreite der N64-CPU war - "Häh, was'n das?" ;)

Das mit dem Preis ist zwar erstmal korrekt, aber irgendwie muss doch mal jeder für sich selbst irgendwann merken, dass Zwei-Euro-Spiele auf dauer langweilig, eintönig und stupide sind. Mal zwischendurch OK, aber wenn man mal in eine andere Welt abtauchen will, oder eine anspruchsvolle Denkaufgabe lösen will, oder ein komplexe Story erleben will, dann braucht man doch mehr als ein Minispiel.
profil 262 comments
[30.01.2014 - 18:04 Uhr]
Mitsurugi:
Mann ich glaube die wahren Hardcore Spieler werden wenn das so weiter geht noch aussterben.
profil 40 comments
[30.01.2014 - 18:21 Uhr]
GogOlo:
Kinners. Nintendo erschließt sich nur neue Märkte. Das ursprüngliche Geschäft mit Konsole und Handheld und "Core"-Spielen bleibt weiterhin erhalten. Ist doch nur sinnvoll für eine Firma wie Nintendo, die gerade grauenvolle Zahlen mit ihrer angedachten Haupteinnahmequelle geliefert hat.

"I am here to tell you about our future, and to begin with, I would like to mention what Nintendo will not change. [...]
We therefore believe that dedicated video game platforms which integrate hardware and software will remain our core business. Naturally, we are moving ahead with research and development efforts for future hardware as we have done before and we are not planning to give up our own hardware systems and shift our axis toward other platforms."

Es wird weiterhin Software entwickelt, sogar deutlich mehr als zuvor, da man nun 3rd Partys an die alten Marken lassen will. Eine sehr gute Entwicklung, solange Nintendo immer das letzte Wort behält, sowas wie CDi wird wohl nicht nochmal passieren, denke ich.
Alles andere ist doch völlig egal, soll doch Nintendo Medizingedöns machen oder Smartphone Spielereien entwerfen, der alte, harte Kern bleibt bestehen und unangetastet.
profil 682 comments
[30.01.2014 - 19:15 Uhr]
Aki:
Also ich finde es cool das die WiiU Nintendo DS Spiele in die Virtual Consol bekommt. Aber dann sollte auch der 3DS die GBA spiele auch auf ihrer Virtual Consol bekommen. Oder nicht? Was des mit der Gesundheit angeht will ich erstmal abwarten was sie genau damit meinen? Und dan mein Urteil Fällen. Aber gut für Familien die Frauen lieben solche Spielereien und der Man zockt die Core-Games und die Kinder alles. Was halt für Kinder zugelassen ist.
profil 237 comments
[30.01.2014 - 20:00 Uhr]
blablub:
@GogOlo
Das bestreitet ja auch keiner. Das Problem war eher: Wie lange wird Nintendo die "Core-Gamer"-Sparte halten können? Und zwar nicht aus Sicht der Finanz- oder Marketingabteilung von Nintendo, sondern aus Sicht der Gesellschaft.

Die Frage war also: Wieso sinkt die Nachfrage nach komplexen Spielen in der Gesellschaft? Wieso ist Nintendo langfristig überhaupt drauf angewiesen, zumindest teilweise in die Smartphone-Branche zu expandieren?
profil 203 comments
[02.02.2014 - 22:52 Uhr]
Nikllas:
Eine Erklärung könnte die Schnelllebigkeit der Zeit sein. Viele Menschen wollen gar nicht mehr Ewigkeiten mit einem Spiel verbringen, sondern lieber kurz für ein paar Minuten unterhalten werden. Für das, was ein 45€-Vollpreistitel kostet, kann man sich genauso gut 22,5 2€-Spiele für's Handy kaufen. Es mag sein, dass jedes dieser Spiele für sich genommen nicht an den Unterhaltungswert eines vollwertigen Spiels herankommt. In Summe sieht das allerdings schon anders aus. Man hat deutlich mehr Abwechslung und wenn ein Spiel einmal enttäuscht, hat man nicht allzu viel Geld in den Sand gesetzt. Diese Tendenz macht mich sehr traurig, aber ich stelle sie auch bei mir selbst fest. Ich habe schon lange kein Spiel mehr durchgespielt.
Diese News ist älter als eine Woche.
Kommentieren nicht mehr möglich...