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Sonstiges: Der DLC von Fire Emblem: Awakening auf dem Prüfstand

PG-Team, am 16.06.2013, Seite 1 von 4

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Mit dem japanischen Release von Fire Emblem: Awakening stieg man bei Nintendo in ein neues Business ein: Das des kostenpflichtigen Downloadable Contents (DLC). Im Laufe des letzten Jahres schafften es zahlreiche Zusatzkarten in den japanischen eShop, die nun auch seit der Europa-Veröffentlichung des Hauptspiels nach und nach im Wochentakt zugänglich gemacht werden. Mit der großen Story und den kostenfreien SpotPass-Nebenquests ist man zwar auch für den Kaufpreis des Spiels über Wochen bestens beschäftigt, doch eine gewisse Neugierde lässt sich nicht verbergen: Was für Nettigkeiten bieten Nintendo und Intelligent Systems gegen ein klein wenig mehr Geld an? Lohnt sich die Investition? Diesen Fragen sind wir nachgegangen und verraten euch in diesem Artikel, was ihr bei den Ausflügen durch das Dimensionstor zu erwarten habt.




Helden von einst
Einzelpreis pro Karte: 1,99 Euro | Bundle-Preis: 4,99 Euro
Schwierigkeitsgrad: Leicht | Belohnungen: Charaktere, Fertigkeit „Alle Werte +2“

Das Sammelkarten-Fieber macht auch vor Fire Emblem nicht halt. Rasputamus, der schrullige Wahrsager aus dem Pärchen-Prüfer im Hauptmenü, verfügt über einen großen Stapel solcher Karten. Alle sind sie verziert mit dem Antlitz vergangener Fire Emblem-Helden. Dummerweise machen sich diese entweder selbstständig oder werden gestohlen. Das Ergebnis: Aus den Karten werden die Veteranen heraufbeschworen und machen Ärger. Und ihr dürft Rasputamus beim Aufräumen helfen.

So weit die Geschichte des Helden von einst-Bundles, die in relativ unterhaltsamen Dialogen zu Schlachtbeginn- und -Ende erzählt wird. Neben den Fire Emblem-All-Stars, mit denen ihr es zu tun bekommt, ist auch die verwendete Karte hier eine bekannte: Es handelt sich nämlich um den Schauplatz von Kapitel 1 aus dem allerersten Serien-Teil bzw. dessen Remake Shadow Dragon. Leider hört da auch schon der interessante Teil der Kämpfe auf, denn diese sind – ihrer Herkunft entsprechend – recht simpel gestrickt und werden lediglich durch ein paar nette Dialoge zwischen euch und den Gegnern aufgelockert.



Große Stars der Veranstaltung sind natürlich die drei rekrutierbaren Charaktere: Marth aus Shadow Dragon, Roy aus Super Smash Bros. Melee Fuuin no Tsurugi und Micaiah aus Radiant Dawn. Der große Nachteil dieser Verstärkungsmannschaft liegt darin, dass keiner von ihnen Unterstützungs-Bunde mit anderen Einheiten bilden kann – ihr genießt also bei der Paarbildung nur Basis-Boni. Auf der anderen Seite sind sie bei der Klassenwahl extrem flexibel – alles was ihr Geschlecht erlaubt ist machbar – und es ist doch irgendwie nett, ein paar bekannte Gesichter mit überarbeiteten Artworks im Team zu wissen. Außerdem gibt euch die dritte Map neben Micaiah noch den Skill „Alle Werte +2“ mit auf den Weg – eine hübsche Dreingabe!

Unser Urteil: Ganz klar ein Paket für Nostalgiker. Altbekannte Musikstücke, die erste Fire Emblem-Karte überhaupt als Schauplatz und drei bekannte Gesichter als Lohn? Nicht schlecht. Wer auf einer eher lockeren Stufe Awakening zockt, wird auch sicherlich einiges an Spaß mit den alten Helden haben. Allerdings müsst ihr euch dann fragen: Sind die wenigen Zusatzdialoge auf der Map und die speziellen Artworks euch den Preis wert? Andernfalls reichen nämlich auch die SpotPass-Versionen der Charaktere.


Gold-Pack
Einzelpreis pro Karte: 2,49 Euro | Bundle-Preis: 5,99 Euro
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis schwer | Belohnungen: Ein kaputter Schwierigkeitsgrad (und Eldigan)

Dank der Weltkarte und heraufbeschwörbarer Untoter gibt euch Fire Emblem: Awakening eigentlich auch so schon genügend Möglichkeiten, eure Helden zu unaufhaltsamen Kampfmaschinen hochzuzüchten. Aber geht das nicht noch ein wenig schneller? Mit weniger Aufwand und praktisch ohne Risiko? Jepp, mit diesem hübschen Bundle hier. Zwei der drei Maps sind dabei fast schon beschämend simpel: An einem Ende warten Horden von Untoten auf euch, am anderen Ende seid ihr aufgestellt. Die Gegner wehren sich nicht einmal, sondern rennen stur in Richtung Ausgang. Ihr müsst sie lediglich abfangen. Beim Aurum-Ausrutscher gibt es dafür recht anständige Goldsummen – selbst der popeligste Level-1-Feind bringt euch 1.000 Münzen ein – und die Wiedergänger des Erfahrungsschatzes berieseln euch mit Erfahrungspunkten. Einziges Risiko hierbei: Es sind auch ein paar starke Gegner dazwischen, was frühes EXP- und Gold-Grinding etwas erschwert. Zudem beherrschen hochstufige Wiedergänger aus Karte 2 auch Talion, können also eure mächtigen Angriffe problemlos zurückfeuern. Sowas nennt man dann wohl „Training aus der Hölle“.



Die letzte Map, Unendlich Regalia, ist wieder von einem anderen Kaliber. Ziel sind hier nämlich die drei Truhen am anderen Ende des Areals. Zwischen euch und eurem Ziel stehen allerdings ziemlich viele (und nicht gerade schwache!) Gegner, allesamt mit dem Zeug bewaffnet, wegen dem ihr hier seid. Zu allem Überfluss haben es einige Diebe ebenfalls auf die Kisten abgesehen. Aber hey, es locken nun mal legendäre Waffen für alle! Und einen neuen Rittmeister gibt es mit Eldigan aus Fire Emblem: Seisen no Keifu ebenfalls. Oh, und als würde es noch nicht reichen, dass ihr beim Aurum-Ausrutscher Unsummen an Gold gesammelt habt, dürft ihr mit der Silberkarte aus Unendlich Regalia - eine weitere Abschluss-Belohnung – in allen Shops künftig mit 50% Rabatt einkaufen. Kurzum: Adios, Schwierigkeitsgrad!

Unser Urteil: Irgendwie fühlt man sich schon schmutzig, wenn man mit dem Gold-Pack seine Kasse auffüllt oder die Truppe stärkt... Doch gibt es eine angenehmere Art, sein Traum-Team hochzuzüchten? Definitiv nicht. Empfehlenswert für Leute, die gerne ihre Gegner überrennen wollen oder mit einem kurzen Geduldsfaden gesegnet sind. Wer hingegen einfach nur das Spiel genießen oder fair spielen möchte, braucht diese Zusatzkarten nicht.


Ausflüge
Einzelpreis pro Karte: 2,49 Euro | Bundle-Preis: 5,99 Euro
Schwierigkeitsgrad: Mittel | Belohnungen: Konversationen, Saat der Treue

Habt ihr mal einen Blick in den Unterstützungsdialog-Katalog geworfen? Da ist ganz schön was los! Müssen um die 400 Unterhaltungen sein, die es hier zwischen den Charakteren geben kann. Man sollte meinen, das reicht aus. Doch vielleicht wollen ja einige doch ein bisschen mehr. Und wo kann man sich besser ungezwungen unterhalten als im Urlaub? Willkommen in der Ausflugs-Dimension!

Alle drei Karten funktionieren dabei grob nach dem selben Muster: Irgendwo im Universum ist gerade Party-Zeit, eure Helden wollen ausspannen und plötzlich sorgen Untote bzw. Banditen für Stunk. Der Kampf-Anteil ist hierbei recht simpel, die Gegner für eine Gruppe aus der Mitte des Spiels kein Thema. Aber wir sind ja auch nicht zum EP-Sammeln hier, sondern für unsere Charaktere! Bei jedem Fest gibt es massenweise Zusatzgespräche zwischen euren Leuten zu sehen – ja sogar dermaßen viele, dass ihr die Karten mehrfach spielen müsst, um wirklich alle zu sehen. Beim Ernte-Ausflug kommt eine bunt gemischte Auswahl an Helden zum Zug, außerdem tritt Lissa mit einem Party-Hütchen auf dem Kopf den Kampf an.



Auch die beiden anderen Maps kommen mit Zusatzgimmicks daher. Der Sommer-Ausflug dreht sich um die potentiellen Eltern unter den Hirten. Diese dürfen sich hier am Strand entspannen, alle Charaktere der Zauberer-Klasse treten im Kampf in Bademode auf und Chrom, Gaius, Cordelia sowie Tharja können in einem besonderen Event in... sagen wir mal „körperbetonter“ Bekleidung beäugt werden. Analog dazu stehen die Kinder bei dem Trip zu den heißen Quellen im Vordergrund; hier können dann auch Lucina, Severa, Íñigo und Owain in Yukatas gezwängt werden, außerdem laufen feindliche Schwertmeister ebenfalls in passenden Klamotten herum. Das alles fördert zwar keine freundschaftlichen Bande zwischen den Charakteren (für diesen Zweck lassen einige Gegner Saat der Treue fallen), dafür sind die Dialoge für den ein oder anderen Lacher gut.

Unser Urteil: Wer seine Armee liebt, der schickt sie in den Urlaub! Denn auch wenn es hier an spielerischem Anspruch mangelt, sind die zusätzlichen Gespräche unter den Charakteren zumindest einen Blick wert. Sei es, weil sie herzerwärmende Anekdoten erzählen oder weil sie mit allerlei absurden Ereignissen zum Schmunzeln anregen – etwa wenn Noire sich beim Sommer-Ausflug mit einem Banditen unterhält. 6 Euro für das Karten-Bundle sind trotzdem eine Menge Holz und für Leute, die sich handfeste Belohnungen erhoffen, keine lohnenswerte Investition.



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6 Kommentare

profil 265 comments
[16.06.2013 - 21:46 Uhr]
cedrickterrick:
Vielen Dank für diesen Artikel! Jetzt weiß ich endlich was hinter den DLCs steckt. ;)
profil 3 comments
[17.06.2013 - 16:47 Uhr]
WhiteFrost:
Ich muss mich auch klar für diesen Artikel bedanken, hatte im Internet schon mal nach Tests gesucht aber nix gefunden, hier wird man gut informiert und Gott sei Dank hab ich keinen von diesen DLCs gekauft, ist mir das Geld nicht wert
profil 257 comments
[17.06.2013 - 16:57 Uhr]
Tukuyomi:
Yep, sieht alles i-wie unwichtig aus. Werd mir wahrscheinlich nur die "Verlorene Zukunft" DLCs holen...und vieleeeicht noch die Ausflüge DLCs, die könnten noch ganz witzig sein. Aber mal schauen, die hol ich mir erst wenn ich das Spiel nochmal komplett spiele.
profil 274 comments
[17.06.2013 - 18:40 Uhr]
Roonex:
Das Gold Pack sieht doch sehr nützlich aus? Werd's mir holen sobald ich wieder Guthaben habe. Ich will i Videospielen immer optimieren daher macht das Pack Zwecks Zeitsparen durchaus Sinn.
profil 137 comments
[17.06.2013 - 22:35 Uhr]
oojope:
Würde mich auch in Zukunft über DLC-Tests freuen, findet man bei 3DS-Spielen leider viel zu selten.
profil 236 comments
[18.06.2013 - 04:13 Uhr]
Poochy:
Der Artikel ist toll, aber irgendwie finde ich es traurig, wie viel DLC es zu diesem Game doch gibt...
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