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Event: Computerspielemuseum Berlin: Zwischen Kult und Kultur

Schneestern, am 08.05.2011, Seite 1 von 1

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So viel ist sicher: Nach Medien wie Kino, Rundfunk und Fernsehen ist es momentan an dem gemeinen Telespiel, seinen festen Platz in der Gesellschaft zu sichern - falls es das nicht schon längst getan haben sollte (gelegentliche Verteufelungen gehören, wie die Geschichte zeigt, einfach dazu). Seit dem 21.01. diesen Jahres zeigt das Computerspielemuseum in Berlin eine neue Dauerausstellung unter dem Thema Computerspiele. Evolution eines Mediums, in der eben dieser Entwicklungsprozess vorgestellt wird. Zeit also, den Wurzeln unseres allzeit geliebten Hobbys nachzuspüren: Planet3DS-Redakteurin Sandra Kickstein und pop10 Moderator Florian Jödicke statteten exklusiv für euch dem 1997 eröffneten Museum einen Besuch ab.


Schon in der nahe liegenden U-Bahn Station Berlin Weberwiese wird man auf das Abenteuer hingewiesen!

Wie lässt sich das Medium Videospiel denn nun am besten erfahren? Richtig, in dem man es spielt! Wer also verstaubte Texttafeln erwartet, der liegt falsch. Das Computerspielemuseum legt sehr viel Wert auf Interaktivität und setzt auf die Experimentier- und (natürlich) auf die Spielfreude seiner Besucher. So gibt es zwar auch hier und da eine kleine Texttafel, aber die vielen interessanten geschichtlichen Inhalte lassen sich größtenteils spielerisch aneignen oder werden in Filmen präsentiert - stilecht über Controller auswählbar.


Dabei wird nicht nur allgemein die Geschichte der Konsolen („Wall of Hardware“ mit über 50 Exponaten) und des menschlichen Bedürfnisses nach Spielen erzählt, sondern auch den einzelnen Videospielen selbst viel Platz eingeräumt. Am beeindruckendsten ist da wohl eine riesige Tafel mit den verschiedensten Meilensteilen des Gamingzeitalters, wie zum Beispiel „Super Mario Land 3“, „Diablo II“ und - wer hätte das gedacht - „Pokémon Blaue und Rote Edition“?!



Per Controller und Fadenkreuz könnt ihr an dieser Wand dann auswählen, über welches Videospiel ihr gerne mehr erfahren möchtet.

Neben vielen bekannten Videospielgesichtern trifft man aber auch auf das ein oder andere Spiel, das wohl eher weniger den Weg in die heimische Konsole finden würde. So gibt es zum Beispiel ein Spiel, dass ein mögliches Gamingerlebnis für blinde Menschen darstellt. Anhand der Töne müsst ihr erkennen, was zu tun ist. Für den, der auf den Bildschirm blickt, eine einfache Angelegenheit. Doch mit geschlossenen Augen? Ein komplett anderes Spielerlebnis stellt sich hier ein.

Bei einem anderen Spiel, das mit einem großen Beamer auf einen viereckigen Tisch projeziert wird, fallen viele kleine Bobbel aus einer Öffnung. Mit der Hilfe von blauen Holzklötzen könnt ihr diese unterschiedlich aufprallen, herumspringen lassen, etc. - und dadurch Musik erzeugen. Aber was passiert, wenn man die Klötze so legt? Oder so. Oder so vielleicht? Äußerst experimentiv.

„Rom Check Fail“ dagegen wird vor allem eingefleischten Zockerherzen den nötigen Adrenalinkick verschaffen. Alle fünf Sekunden werden zufällig zwölf Spieleklassiker gemischt (unter anderem „Zelda“, „Pacman“, „Space Invaders“,...) und es gilt in 20 Levels mit den jeweiligen Protagonisten in einer für diese völlig fremden Spielewelt zu bestehen. Bockschwer, unglaublich schnell, aber sehr spaßig!


Ihr habt immer noch nicht genug? Dann könntet ihr mal ausprobieren, wie es ist mit vollem Körpereinsatz an einem gigantischen Controller zu zocken. Oder eine Runde in die dritte Dimension abtauchen. Oder euch bei „Dance Dance Revolution“ zu verausgaben. Oder euer Wissen über Videospiele (= Nerdfaktor) an einer zufälligen Auswahl aus 100 Fragen testen. Oder euch eine Runde Schmerzen an der berühmt-berüchtigten PainStation abholen. Oder oder oder...ihr seht, eins ist gewiss: Langweilig wird euch im Computerspielemuseum bestimmt nicht.






Hoffen, dass sie bald wieder vorbeikommen können, um endlich ruhigen Gewissens ganz viel Zeit zu verzocken (es handelt sich ja immerhin um ein Museum): Sandra Kickstein [Schneestern] für Portablegaming.de und Florian Jödicke für pop10.

P.S.: Aufmerksame Planet3DS-Leser sollten einfach mal ein bisschen im Gästebuch blättern!

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14 Kommentare

profil 151 comments
[08.05.2011 - 18:58 Uhr]
Moggle:
ALso ich war letzten Monat da und war ziemliuch enttäuscht... :-(
Viele Geräte konnten nicht angespielt werden und der Umfang ist meiner Meinung nach ziemlich mager. Schade drum.
profil 109 comments
[08.05.2011 - 19:11 Uhr]
Lidus:
hui ich fahre mit meinem deutsch-kurs nächstes jahr nach berlin (zum zweiten mal mit der schule, also recht langweilig...) und unsere lehrerin meint immer, wir sollten ihr vorschläge geben, weil berlin ja so viel zu bieten habe, vor allem museen... was sie wohl sagen wird, wenn ich ihr DAS vorschlage? xD
profil 607 comments
[08.05.2011 - 19:51 Uhr]
Super-Mario XL:
Wow, sehr guter Artikel! Am besten gefällt mir das Bild, bei dem man sieht, wie Marios Animationen immer besser werden.
@ Gingo: Ist das Bild von Mario im Jahre 1983 dein Profil-Bild?
profil 56 comments
[08.05.2011 - 19:57 Uhr]
Schneestern
also wir haben da drinn fast gute drein stunden verbracht - und hätten eigentlich noch viel länger bleiben können. alle inhalte etc. hatten wir noch längst nicht angeschaut. :)
profil 410 comments
[08.05.2011 - 22:10 Uhr]
Torinoko:
Ich werde mir das Museum höchstwahrscheinlich im August geben dürfen –juhuu- (=
profil 539 comments
[08.05.2011 - 23:21 Uhr]
Gingo:
@Super-Mario XL Ähm, da ich die Zahl auf dem Bild nciht lesen kann aber weiß was du meinst sag ich mal ja xD
Und mal sehen wann ich Zeit finde mal da hinzufahren!
profil 136 comments
[09.05.2011 - 00:22 Uhr]
nev:
Alle die überlegen einmal in dieses Museum zu gehen, denen kann ich nur davon abraten. Ich war vor einiger Zeit als Berliner auch in diesem Museum. Wesentliche und auch beworbene Spielserien fanden gar keine Beachtung und an vielen Geräten stand ein "Bitte nicht berühren" Schild. Die ausgestellte Hardware war eben nur ausgestellt und mit staubigen Schildern versehen - wenn überhaupt. Wer die Anfänge von COMPUTERspielen sehen will ist dort richtig, wer sich Videospiele erhofft falsch. Ich war nach max. 30Minuten wieder draußen und es war mir schade um das Geld. Was den Artikel dazu angeht - wirklich schlecht! Klar sind Geschmäcker unterschiedlich aber das ist ein rein positiver und in Gänze unkritischer Text. Gute Werbung aber mit einem Artikel hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun!
profil 92 comments
[09.05.2011 - 07:53 Uhr]
Donatello:
@nev: Und genau solche Leute wie du, sind Schuld daran, dass Videospiele und COMPUTERspiele noch immer kein essentieller Teil der Kultur sind. Das Museum ist toll, ich war auch da. Es gibt zwar keinen Vergleich mit dem üblichen Umfang von Kunstmuseen oder historischen Museen, na klar. Aber wenn man das vergleichen soll, dann sind die Epochen auch wesentlich länger als von rund 1960 bis jetzt. Jetzt überleg' mal, jeder der da kommt, spielt an einem Gerät von 1980 rum, als wäre es die Demokonsole im MM. Das Ding wäre schneller Kaputt als ich "Hasenhirn" sagen kann. Es ist ein Museum und keine Freizeitveranstaltung, aber das raffen einige Menschen wohl nicht. Ich finde den Artikel gelungen, er gibt das wieder was die Ausstellung ist. Besonders die Fotos sind schön. Es ist halt ein Museum und keine Nachmittagsbeschäftigung für minderbemittelte Möchtegernzocker. @nev: Damit bis du bei mir auf den gleichen Status gelangt wie Lord Meckertante!
profil 121 comments
[09.05.2011 - 08:03 Uhr]
Samurai:
Ich muss Donatello recht geben. Es ist ein Museum und keine Arcadehalle. Man soll sich dort über die Geschichte des Computerspiels informieren und nicht die Spieler der letzten Epochen zocken können. Dazu hätte man auch gar keine Zeit. Wer sich nur ein wenig für die Vergangenheit des Zockens interessiert, kann da ohne Sorge hingegen. Wer erwartet, dass der den ganzen Tag zocken kann, der ist fehl am Platz. Aber ich gehe auch nicht in ein Kunstmuseum, weil ich Malen möchte... Wo kämen wir da hin. Ansonsten schöner Artikel mit guten Fotos. Da möchte man fast nochmal hingehen, ist aber ein wenig zu weit weg von mir.
profil 136 comments
[09.05.2011 - 09:06 Uhr]
nev:
@Donatello: Und wegen solcehn Leuten wie dir wird es in Deutschland wohl nie interaktive Museen geben. Ich weiß nicht ob du schon einmal im Ausland warst und dir dort Museen angesehen hast, was ich dir aber sagen kann ist: Es geht auch anders! Abgesehen davon ist die Werbung dann aber vollkommen fehl am Platz. Beworben wird mit einer fehlenden Lara auf einem Plakat und darunter steht "bin im Museum". Nun gut, was war im Museum von Lara zu sehen? Na, kannst du dich daran erinnern Donatello? ;) Ich fand es nicht nur schade, dass es wenig interaktiv ist, sondern auch das Spiele nicht vorgestellt wurden - was mit spielen per se nichts zu tun hat. Ich finde den Artikel schlecht, weil er wie eine Werbung geschrieben ist und nichts kritisch refelktiert, nicht weil er schlecht geschrieben ist. Lieber Lord Meckertante, als Mr. Rosarote Brille oder Mr. Das Museum ist perfekt - wenn du mit Kritik nicht klar kommst, dann kann ich dir auch nicht helfen. @Donatello: Damit bist du bei mir auf den gleichen Status gelangt wie ein kleines heulendes Kind.
profil 92 comments
[09.05.2011 - 09:20 Uhr]
Donatello:
@nev: Warum sollte ich mich kritisiert fühlen? Hab ich den Artikel geschrieben, gehört mir das Museum? Warum macht das Ausland interaktive Museen? Weil sonst keiner hin geht. Weil man sich nur noch bilden lässt "wenn es Spaß macht", es geht um die allgemeine Einstellung der Menschen und die ist verwerflich. Aber mit deiner Antwort hast du dich da auch zu einem Paradebeispiel herausgestellt.
profil 136 comments
[09.05.2011 - 09:30 Uhr]
nev:
@Donatello: Dito. Wer Spaß und Bildung im Gegensatz sieht, der hat den Knall nicht gehört. Ja, wegen den interaktiven Museen steht Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark ganz hinten bei Pisa und weil die Museen in Deutschland alle so "ernst" sind, steht Deutschland ganz oben bei Pisa. Bildung und Spaß können durchaus sinnvoll einher gehen. Egal, wir sind halt gegensätzlicher Ansichten, ich habe mir unter diesem Museum mehr vorgestellt. Vor allem mehr Ausstellungsstücke und eine bessere Präsentation. Wie kann Mensch nur so verbittert sein, mit Anfang 30?...
profil 1237 comments
[09.05.2011 - 09:43 Uhr]
Iceman Kevin Jensen
Leute ist gut jetzt. Der eine mag das klassische Museum, der andere mag das interaktive Museum. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Private Unterhaltungen bitte via PN austragen.
profil 19 comments
[09.05.2011 - 11:12 Uhr]
synaesthesia:
@nev: "Und wegen solcehn Leuten wie dir wird es in Deutschland wohl nie interaktive Museen geben. Ich weiß nicht ob du schon einmal im Ausland warst und dir dort Museen angesehen hast, was ich dir aber sagen kann ist: Es geht auch anders!"

...wenn du solche behauptung aufstellst, solltest du als berliner eigetlich wissen, dass es gerade in berlin auch gegenbeispiele gibt. das museum für verkehr und technik gehört dazu...
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