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Kolumne: 1. Advent: Unsere Wunschzettel-Empfehlungen 2017

PortableGaming-Team, am 03.12.2017, Seite 1 von 3

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3DS | Switch | PS Vita

Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Noch nicht, aber sehr bald! Das sollte wohl auch anhand des ersten Adventslichtleins bestens ersichtlich sein. Manch Zocker wird angesichts der regelrechten Flut an Software-Perlen, die dieses Jahr auf so ziemlich alle aktuellen Plattformen schwappte, in Entscheidungsnot geraten. Was soll nun den begrenzten Platz unter dem grünen Tannenbaum einnehmen? Wir wollen daher auch in diesem Jahr wieder Entscheidungshelfer spielen und euch jeweils fünf Spiele für den 3DS, die PS Vita und natürlich auch die Nintendo Switch vorstellen, die durchaus eine Erwägung wert sind. Falls ihr gewisse Titel dabei vermissen solltet: Spiele wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Super Mario Odyssey oder die neuen Pokémon-Editionen empfanden wir als so offensichtlich, dass ihr sie wahrscheinlich eh schon unterm Baum oder gar bereits im Modulschacht habt. Deswegen räumen wir den Platz im Rampenlicht lieber anderen Titeln. In diesem Sinne viel Vergnügen mit unseren beschaulichen Weihnachtsvorschlägen!


Sebastian Mauch [Paneka] empfiehlt gegen Hirnfrost im Winter…
Dr. Kawashimas diabolisches Gehirn-Jogging


Können Sie konzentriert bleiben? Nun, im Winter ist es kalt, alles wird langsamer und auch antreibende Sonnenstrahlen halten sich in Grenzen. Perfekte Voraussetzungen also, um mal ein wenig mit Jogging anzufangen. Da es draußen aber zu kalt ist, findet besagtes Jogging im Denkapparat statt. Etliche sogar spaßige Denkaufgaben sorgen dafür, dass man spürbar in Schwung kommt. Natürlich wird man durch das Spielen keine Intelligenzbestie, wie auch Picross und Sudoku ölt die Software aber eingerostete Bereich des menschlichen Gehirns wieder ein und gibt dies mit Bewertungen nach jeder Einheit grafisch wieder.

Der Clou bei dieser Iteration der „Reihe“ ist, dass man diabolisch bis an den Rand seiner Leistungsfähigkeit treibt. Dadurch fordert man sich aber auch selbst heraus und übertrifft sich so immer wieder - ein tolles Gefühl. Das Spiel kann einen aber nicht nur triezen und treiben, sondern auch ein paar Entspannungsübungen sind im Gepäck. Wer im Switch-Rummel dem 3DS und seinem Hirn mal wieder ein wenig Leben einhauchen will, dem sei das diabolische Gehirnjogging (zum Test) wärmstens ans Herz gelegt.


Denis Wewetzer [Azure] ist als Kopfgeldjäger unterwegs in…
Metroid: Samus Returns


Es passiert heutzutage (leider) nicht selten, dass es sich Entwickler leicht machen und ein älteres Spiel auf eine aktuelle Konsole bringen. Manchmal ist das ganz praktisch, da Leute ohne entsprechende Alt-Systeme so diese Titel nachholen können, manchmal artet es aber einfach nur aus. Dann gibt es aber noch Entwickler, die die Extra-Meile gehen und nicht einfach nur einen hochskalierten Port bringen, sondern gleich das Spiel neu entwickeln. Das ist auch für Metroid II geschehen, was wir nun als Metroid: Samus Returns auf dem 3DS spielen dürfen und können wir froh sein, dass es so gekommen ist. Dieser Titel zeigt nämlich nur zu gut, wieso das Genre gerne als „Metroidvania“ bezeichnet wird.

Es ist nämlich eine Kulmination aus allem, was die Spiele dieser Art dermaßen beliebt machen. Die Story ist einfach zu verstehen und wird ohne viel Text präsentiert, alles erschließt sich alleine durch clevere Kameraschwenks oder andere kleine Hinweise. Die Welt ist groß und es macht Spaß sie zu erkunden – zudem wird man gerade dadurch mit Upgrades oder ähnlichem belohnt. Und es wird nur noch besser, je weiter man kommt. Man erhält weitere Fähigkeiten, die die eigene Mobilität erweitern und es macht einfach nur richtig viel Spaß, sich durch eine ganze Barrage an Gegner zu Kämpfen, wo man anfänglich doch noch Probleme mit den kleinsten aller Kreaturen hatte. Und nicht zu vergessen: Nintendo und MercurySteam zeigen mit diesem Titel mal wieder, wie außerordentlich gut der 3D-Effekt eingesetzt werden kann. Metroid: Samus Returns ist ein absolutes Schmuckstück des von der Original-Version geprägten Genres, das sich absolut kein Fan entgehen lassen sollte – ein ideales Geschenk zu Weihnachten also!


Tjark Michael Wewetzer [Alanar] stellt sein Würfelglück auf die Probe:
Culdcept Revolt


Der Brettspielklassiker unter den Brettspielklassikern stand vermutlich ein kleines bisschen Pate für dieses unscheinbare Kleinod. Denn wer mit Monopoly vertraut ist, der wird einige grobe Züge aus dem langgezogenen Gesellschaftsspiel wiedererkennen. Auch bei Culdcept geht es um den Einkauf von Feldern auf einem Spielbrett, die dann jeden anderen Spieler, der auf ihnen landet, zur Kasse bitten. Wer eine Runde auf dem Brett gedreht hat, erfreut sich zudem über einen kleinen Geldmittelschub. Der entscheidende Unterschied? Statt Häuser und Hotels werden hier Monster auf den Quadraten platziert. Und statt einfacher, kapitalistischer Beweggründe spinnt im Hintergrund eine Handlung um eine Rebellengruppe, die sich gegen einen Tyrannen aufbäumt.

Diese Details krempeln das Spielerlebnis auf jeden Fall gehörig um. Die Monster sind nämlich nicht nur zur Zierde da, sondern können auch von vorbeischauenden Spielern bekämpft werden. Ist der Angreifer siegreich, geht die Besitzurkunde des Feldes auf ihn über – andernfalls wird Wegzoll in Form von Mana fällig. Mit Ausrüstungskarten lassen sich die Siegeschancen zu seinen eigenen Gunsten kippen und Zauberkarten können während der Zugphase für Hilfe sorgen. Beispielsweise indem man die Wüfelaugen seiner Gegenspieler auf eine bestimmte Zahl limitiert. Mit einem reichhaltigen Sortiment an Karten ist auf jeden Fall mehr als genug Stoff für allerlei Strategien gegeben. Ideal für spannende Multiplayer-Partien! In weihnachtlicher Gesellschaft wird daraus allerdings leider nur dann etwas, wenn alle Teilnehmer über ein eigenes Spielmodul verfügen. Immerhin könnt ihr notfalls auch online nach Spielpartnern suchen. Also nur keine Scheu und gönnt euch den Spaß! Und wenn euch das komplex wirkende Grundgerüst abschrecken sollte: Für Einsteiger sind auch reichlich Hilfen mit auf dem Modul, die euch Schritt für Schritt mit den Grundzügen des Cepter-Daseins vertraut machen.


Außerdem begibt sich Tjark ins Ausland:
Mario & Luigi: Superstar Saga + Bowsers Schergen


Es war einmal ein kleiner Tjark im Jahre 2003. Er saß mit seiner Familie am ersten Weihnachtsfeiertag am reichlich gedeckten Tisch und wartete hibbelig auf die Bescherung. Denn er wusste – oder eher: hoffte – dass in einem der Präsente, die unter dem Weihnachtsbaum warteten, ein Rollenspiel lag, auf das er sich schon lange freute. Und so wie die Bescherung eröffnet war, nahm er auch genau dieses gewünschte Spiel in Empfang, steckte es direkt in seinen mitgebrachten Game Boy Advance und zockte in praktisch einem Rutsch glatt mal ein gutes Drittel des Abenteuers noch am selben Abend durch. Und auch wenn er sich dabei noch ziemlich ungeschickt anstellte, so hatte er seine helle Freude mit dem deutlich anderen Mario-Abenteuer, das ihn den Weihnachtsabend versüßte.

Und wisst ihr was? Genau diese Freude möchte ich am liebsten teilen. Superstar Saga ist mit Abstand mein Lieblingsteil der nunmehr fünf Spiele starken Mario & Luigi-Reihe und ich verbinde viele schöne Erinnerungen damit. So mag die Story zwar keine Meisterleistung sein, doch die Reise ins fremde Bohnenland mit viel augenzwinkerndem Humor legte ohne jeden Zweifel den Grundstein für die nicht minder humorvollen Folgespiele. Auch wirkt das Kampfsystem vergleichsweise simpel, doch ich sehe es als goldrichtige Erweiterung der Jump 'n' Run-Wurzeln. Gefechte mit normalen Gegnern fallen kurz aus, der Fokus liegt auf gut abgestimmten Tasteneingaben für kompakte Spezialmanöver. Und all diese Qualitäten wurden wunderbar in das 3DS-Remake gerettet, das uns Entwickler AlphaDream in diesem Jahr kredenzte. Alles ist so, wie man es von damals kennt – nur eben eine ganze Ecke hübscher. Aber wirklich alles? Nein, mit der Schergen-Saga ist noch ein Bonus-Modus mit an Bord, der eine Nebengeschichte rund um den im Bohnenland gestrandeten Trupp von Traditionsschurke Bowser gestrickt ist! Zwar mögen die Kämpfe hier sehr simpel und passiv ausfallen, doch allein die urkomischen Zwischensequenzen sind den Aufwand wert. Kurzum: Egal ob ihr den GBA-Klassiker damals schon geliebt habt oder mit der Superstar Saga bisher keinen Kontakt hattet, dieses Remake lohnt sich definitiv!


Und Tjark meint diesen Vorschlag hier völlig ernst:
New Style Boutqiue 3: Styling Star


Nein, ich werde nicht müde, auf die Qualität der Style Boutique-Reihe zu bestehen. Auch wenn ich gestehe, dass ich den ersten Teil auf dem DS mehr aufgrund des schieren Kuriositätsfaktor ausprobieren wollte, hat sich die unscheinbare Wirtschaftssim-Reihe im Laufe der Zeit zu einer meiner Lieblingsserien gemausert. Mit dem mittlerweile vierten Spiel hat das Team rund um syn Sophia meiner Meinung nach so ziemlich das bis dato beste Style Boutique abgeliefert – auch wenn es weiterhin nicht frei von Fehlern ist. Der größte Fauxpas ist dabei der recht langatmige Spielfortschritt, da man sich dieses Mal nicht um den Boutique-Rang oder irgendwelche Modewettbewerbe kümmert. Stattdessen verfolgt man die Geschichten diverser aufstrebender Stars und das kann manchmal eben dauern.

Langweilig wird dabei trotzdem nicht. Der eigene Kleiderladen möchte natürlich trotzdem sorgfältig geführt werden, denn sonst geht es auch mit den Geschichten nicht weiter. Neue Funktionen wie die Möglichkeit, Kunden zwecks Einkauf gewünschter Waren ein wenig um Geduld zu bitten, fügen sich wunderbar ins ohnehin schon schnörkellose Spielerlebnis ein und machen das Store-Management so angenehm wie nie zuvor. Die Nebenjobs aus dem Vorgänger sind ebenfalls wieder mit an Bord und wurden leicht angepasst, um für einen gefühlt schnelleren Nachschub an neuen Elementen zu sorgen und euch so bei Laune zu halten. Mit einer Herrenboutique ist sogar die Männermode wieder mit dabei – wenn auch „nur“ in Nebenjob-Form. Und nicht zuletzt spielen in diesem eher storyfokussierten Serienableger natürlich die Charaktere eine tragende Rolle: Die Schicksale von Luna, Lydia und Rosie, die bei der Agentur NIN10 ihr Glück suchen, mögen zwar nicht durch irgendwelche besonderen Twists auffallen, fügen sich jedoch gut in die angenehme und durchweg positive Grundstimmung des Spiels ein und motivieren durchweg. Insofern: Auch wenn der Modefokus befremdlich wirken mag, gebt dem Spiel oder gar der Reihe mal eine Chance. Es könnte nämlich gut sein, dass ihr eine angenehme Überraschung erlebt!



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