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Event: gamescom 2016: Redaktionstagebuch

PG-Team, am 17.08.2016, Seite 5 von 5

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Das Messefazit der Redaktion


So schnell geht die Zeit vorbei! Alle haben wir dem großen Gaming-Event entgegen geeifert und schon ist es vorüber. Aber nach der gamescom ist vor der gamescom und um die diesjährige Spielemesse einen ordentlichen Abschied darzubieten, haben wir uns nochmal zusammengesetzt, damit jeder sein persönliches Fazit zur Messe abgeben kann, viel Spaß!


Sebastian Mauch [Paneka]
...spricht der Indie-Ecke magische Kräfte zu


Hm, wo fange ich nur an? Nun, diese Gamescom wird anders als die Jahre davor, dass war mir auf irgendeine Art und Weise bewusst. Zum einen lag das daran, dass ich ohne jegliche Erwartungen an die Sache ranging, zum anderen aber ließ mich das Line-Up der großen Publisher weitesgehend kalt - wenn nicht sogar eiskalt. Hört sich erstmal recht negativ an, ist es aber im Grunde gar nicht, da man so nicht wirklich enttäuscht werden kann. Da man ja nicht nur Redakteur, sondern auch Spielefanboy ist, habe ich mir natürlich trotzdem den einen oder anderen Stand angeschaut. doch so wirkliche Kracher waren in meinen Augen nicht dabei. Auch die Hoffnung auf ein paar neue Infos zur NX von Nintendo verflog recht schnell. Playstation VR war zwar toll, wollte aber irgendwie nicht so richtig scharf werden. Also probierte ich im Anschluss bei Caseking noch die HTC Vive mit dem NVIDIA-Funhouse aus, doch konnte ich auch dort nicht alle Minispiele genießen, da natürlich ausgerechnet bei mir der rechte Controller nicht erkannt wurde. Dort stand ich also, um Hilfe rufend - was soll man auch groß machen mit einem klobigen Headset auf dem Kopf. Irgendwann kam dann auch mal jemand und meldete den Controller wieder an. Statt mich aber zuende spielen zu lassen wurde ich selbstredend nach dem nächsten Minispiel rausgezogen, das nenne ich mal Fairness liebes Caseking-Team! Wer nicht komplett neben sich steht hat sicher schon den ziemlich negativen Grundton dieses ersten Absatzes herausgelesen. Ab jetzt wird es aber nur noch besser, versprochen!


Epistory - Typing Chronicles bescherte mir den besten GC-Moment


Zwei Lichtblicke im unter den großen Spieleschmieden gab es dann aber doch. Zum einen wäre da Activion mit Call of Duty: Infinite Warfare. Kleine Randnotiz: Der letzte von mir gekaufte Titel war Call of Duty Ghosts, der auf ganzer Linie enttäuschte. Auch alle nachfolgenden Titel ließen mich (wie viele andere Fans der Reihe), weitesgehend kalt. Bei dieser Ausgabe werde ich dann aber doch mal wieder zugreifen, da das Spiel mit seinem Weltraumsetting echt Lust auf mehr macht. Als Überraschung stellte man dann sogar noch den neuen Koop-Modus “Zombies in Spaceland” vor, der im herrlich abgedrehten Flair der (untoten) 80er erstrahlt. Außerdem wird man ja als alter Modern Warfare-Narr sowieso zum Kauf der Legacy-Edition gezwungen, well played Activision! Ebenfalls sehr interessant war die neue “Demo” zu Final Fantasy XV, die mehr eine Vollversion mit technischen Abstrichen und begrenzter Zeit war. Dieses Spiel macht einen so dermaßen heiß, dass man den Release kaum noch abwarten kann - der sich aber leider doch noch bis November hinzieht.


Zombies in Spaceland - das wird ein Koop-Kracher


Das mit Abstand tollste Erlebnis der Gamescom 2016 war aber mit großen Abstand auch dieses Jahr wieder die Indie Arena Booth, in der sich unabhängige (oder noch unbekannte) Entwickler dicht an dicht drängen um den Spielern ihre Kreationen vorzustellen. Ich könnte jetzt zahlreiche grandiose Spiele oder Prototypen namentlich nennen, doch dann säßen wir noch morgen hier. Das prägenste an einem Besuch dieses Hallenbereiches ist, die fröhlichen, aber oft auch sehr geschafften Entwickler zu erblicken, sich mit ihnen über das Spiel auszutauschen und so eine Verbinmdung zum Spiel und dessen Inhalt herzustellen. Wunderbar ist auch die Dankbarkeit im den Gesichtern der Devs, sollte man vor Ort sogar ihr Spiel erwerben. Der recht Kurze Ausflug in die Indie-Gefilde war ohne lange nachzudenken, mein diesjähriges GC-Highlight! Vielleicht wissen ja im nächsten Jahr auch wieder die “Großen” zu überzeugen, wer weiß...

Gamescom Highlight: Definitiv die Indie Arena Booth
Gamescom Lowlight: Goodie-geizige Großpublisher
Der coolste Stand: Die “Interaktive Überraschung” bei Call of Duty: Infinite Warfare
Handheld-Spiel der Messe:
Konsolen-Spiel der Messe: Final Fantasy XV
Gesamtzahl der StreetPass-Begnungen: Gar nicht mal so viele, schätzungsweise 100
Längste Anstehzeit an einem Stand: Knapp zwei Stunden am Stand zu Final Fantasy XV
Liebstes Messegoodie: Ein superflauschiges Kissen mit Breath of the Wild-Motiv
Das wünsche ich mir für die nächste Gamescom: Endlich mal wieder große Enthüllungen (wie neue Hardware)
Mein Ein-Wort-Fazit zur Messe: Indie<3


Lisa Spitzer [mrscookie13]
... taucht in Unterwasserwelten ab, besiegt Monster und hat das süßeste Plüsch-Schwein aller Zeiten gefunden


Obwohl dies nun bereits meine vierte gamescom war, war ich im Vornherein aufgeregt wie sonst was. Dabei hatte ich ehrlich gesagt gar nicht so wirklich viel Überblick über die großen Spiele, auf die ich treffen würde, und hatte lediglich meine Pressetermine und die Indie Arena Booth im Vornherein fest eingeplant. Letztendlich gab es auf der Messe jedoch so viel für mich zu tun, dass jeder Tag wie im Flug vorbeiging!



Obwohl es im Gegensatz zum letzten Jahr sogar weniger große Spiele gab, die mich interessiert haben (ich erinnere mich da gerne an Star Wars: Battlefront, Uncharted 4, Mirror’s Edge: Catalyst, Until Dawn und so weiter), muss ich doch sagen, dass die, welche mein Interesse erweckt haben, mein Herz dann auch direkt im Sturm erobert haben. Da wäre direkt mal Final Fantasy XI zu erwähnen – das Spiel, welches mich jetzt übrigens davon überzeugt hat, mir eine Playstation 4 zuzulegen! Und auch die Tatsache, dass ich einen der Boss-Kämpfe in Final Fantasy XIV geschafft habe, war ein ziemlich cooles Erlebnis. Außerdem muss ich natürlich an dieser Stelle noch einmal die Playstation VR-Brille erwähnen. Und es war wirklich nicht einfach, da dran zu kommen! Das erste Mal, das ich anstand, musste ich nach einer guten halben Stunde aufgeben, weil ich laut Schild immer noch knapp zwei Stunden warten musste, aber in nahender Zukunft einen Pressetermin hatte. Das zweite Mal kam ich zur Schlange, doch sie war noch länger und ich dachte mir, dass sich das nicht so wirklich lohnen würde. Erst beim dritten Mal hatte ich richtig Glück und konnte nach einer halben Stunde schon in eine wunderschöne Unterwasserwelt eintauchen. Zunächst sah ich um mich herum Schildkröten, Rochen und wunderschöne Quallen. Später kam ich an den Meeresboden und sah um mich herum ein riesiges Schiffswrack – und wurde daraufhin von einem Hai angegriffen. Ich sah wohl sehr lustig aus, wie ich mit der aufgesetzten VR-Brille zusammenzuckte und panisch den Hai mit dem Blick verfolgte. Ich fand die VR wirklich brillant und sie hat auch überraschend gut funktioniert (wie gut, dass ich dann eh schon eine Playstation habe).



Das letzte Highlight war dann, wie ich mir schon vorher gedacht hatte, die Indie Arena Booth. Ich habe so viele Spiele ausprobiert, die ich sonst vermutlich ganz und gar übersehen hätte, und einige haben mich wirklich restlos überzeugt. Mein Favorit dabei: Epistory - ein Spiel, welches den Spieler in eine fantastische Welt entführt, in welcher er mit der Kraft von Worten vorankommt. Dies funktioniert so, dass man auf der Tastatur Wörter eingeben muss, um beispielsweise Hindernisse aus dem Weg zu räumen oder Gegner anzugreifen. Brillante Idee und wundervolle Umsetzung. Und auch andere Spiele haben mir wirklich viel Spaß gemacht und werden wohl auch den Weg in meine Bibliothek finden. Ein Beispiel wäre Lost Ember, in dem man einen Wolf steuert, der andere Tiere sozusagen übernehmen kann. So kann man sich beispielsweise auch als Maulwurf unter Hindernissen hindurchgraben oder als Vogel den Himmel erkunden. Oder auch Frog Climbers. Der Name ist Programm, denn man schlüpft in die Rolle eines Frosches und will einen Berg erklimmen. Das Ganze findet in Form eines Rennens statt, indem man gegen Mitspieler antritt, und war wirklich sehr witzig gemacht. Generell war es einfach super interessant, sich mit den netten Entwicklern zu unterhalten, die so viel Liebe in ihre Spiele gesteckt haben, dass die Indie Arena Booth einen besonderen Platz in meinem Herzen innehat!

Alles in allem war die gamescom für mich einmal mehr ein voller Erfolg. Natürlich war sie auch sehr anstrengend, aber ich habe so viele Spiele ausprobiert, so viel erlebt und so viel Spaß gehabt, dass ich einfach froh bin, ein Teil davon gewesen zu sein!

Gamescom Highlight: Playstation VR, Final Fantasy XI, Indie Arena Booth
Gamescom Lowlight: The Last Guardian soll bald erscheinen, ist aber noch nicht mal auf der Messe vertreten?! Und mal wieder keine einzige Vita in der Entertainment Area (außer in der Ausstellung in der Retro-Abteilung)!
Der coolste Stand: Little Nightmares (schön schaurig, inklusive dem im Spiel erscheinenden bizarr deformierten Bösewicht als Maskottchen)
Handheld-Spiel der Messe: Runbow Pocket
Gesamtzahl der StreetPass-Begegnungen: Null! Hatte da irgendwie gar keine Zeit zu.
Längste Anstezeit an einem Stand: So eine halbe Stunde? Ich bin strategisch vorgegangen und nur zu den Spielen gegangen, wo momentan nicht so viel los war.
Liebstes Messegoodie: Mein Schwein! (ich verweise hier auf meine Tagebucheinträge, da sind ziemlich viele Bilder vom Schwein )
Das wünsche ich mir für die nächste gamescom: wieder mehr interessante große Titel außer den üblichen Verdächtigen
Mein Ein-Wort-Fazit zur Messe: aufregend!


Denis Wewetzer [Azure]
...nimmt sich auch mal Zeit, den Moment ein wenig zu genießen


Irgendwann hört man auf, die Anzahl der eigenen Besuche Europas größter Spielemesse zu zählen – ich bin mir sogar fast schon sicher, dass diese bei mir beinahe in den zweistelligen Bereich ragt. Und genau wie letztes Jahr, das mich tatsächlich nicht wenig überrascht hat, habe ich auch dieses Jahr ziemlich viel Spaß mit dem Messerummel gehabt. Nicht zuletzt, weil ich ihn dieses Mal die meiste Zeit nicht alleine verbracht habe, sondern häufiger mit meinen geschätzten Kollegen, am meisten dabei mit Lisa, unterwegs war und so das Ganze in trauter Gemeinschaft genießen konnte. An dieser Stelle also schonmal ein Danke an euch alle!

Abseits davon geht es aber natürlich mal wieder nur um die Spiele! Und wie man sich so denken kann, habe ich mal wieder nicht wenig Zeit bei Square Enix verbracht. Hier konnte ich mir World of Final Fantasy und Dragon Quest Builders ansehen, habe Kingdom Hearts 2.8: Final Chapter Prologue gekonnt ignoriert, durfte mich nach anspielen der Demo doch noch dazu entscheiden, dass Final Fantasy XV definitiv sein Geld wert sein wird... Hoffentlich, schließlich kann dieser Anfangseindruck ja immernoch täuschen. Und natürlich habe ich mich in den verschiedenen Herausforderungen von Final Fantasy XIV gemessen, um wieder ordentlich T-Shirts abzugreifen. Diesmal gab es neben der bekannten Battle Challenge (diesmal mit Thordan und Sephirot) und dem Roulette (das mir die Wartezeit nicht wert war) noch zusätzlich die Battle Arena, in der der Modus The Feast aus dem Online-Spiel gespielt wurde. Hierbei handelt es sich um die bisher kompetetivste Art, um in dem Spiel PVP zu praktizieren – und yours truly ist echt angetan von dem Modus. Als solches war meine Gruppe jedes Mal siegreich und ich habe insgesamt fünf Shirts mitgenommen – wobei drei nicht einmal für mich sind. Oh well.


It's good to be king.


Abgesehen davon hatten wir einen ganz witziges Termin mit den Leuten von Marvelous, wo wir uns zuerst eigentlich nur Fate/Extella ansehen wollten. Witziger Weise teilten sich die Leutchen ihren Vorführraum mit denen von PQube, sodass sie uns nach vollendetem Anspielen gefragt haben, ob wir Interesse hätten, uns ein wenig über Valkyrie Drive: Bhikkhuni, Root Letter und Steins;Gate 0 anzuhören. Fleißig wie wir sind, haben wir dieses nette Angebot nicht abgelehnt – schließlich kommen alle diese Titel für die Vita raus. Und apropos Vita: Auf dem ganzen Showfloor war wieder mal keine zu sehen – bzw, diesmal war tatsächlich keine da. Also irgendwie schon, aber ich finde echt, dass das irgendwie geschummelt ist...


Oder was meint ihr?


Abseits dieser ganzen Sachen ist mir allerdings irgendwie aufgefallen, dass mir die großen Hallen diesmal nicht so viel abverlangt haben. Klar, ich habe viel Zeit bei Square Enix verbracht, aber irgendwie gab es für mich in diesem Jahr nicht so viele Spiele, die ich unbedingt hätte ausprobieren müssen. Ich hatte ein wenig Spaß mit der VR-Brille, bei der es mich mehr überrascht hat, dass es tatsächlich funktioniert und auch bei Bandai Namco habe ich ein wenig Zeit für Little Nightmares gelassen, aber ansonsten haben wir vermutlich die meiste Zeit in der Indie Arena verbracht – wo auch ich so ein paar nette Spiele entdecken konnte. Ähnlich wie Basti und Lisa bin auch ich von der Qualität von Epistory überzeugt und habe es mir gleich vor Ort zugelegt. Weiterhin macht Frog Climbers im Multiplayer echt Laune und ansonsten gefiel mir Icey sehr gut, auf das ich mich in hoffentlich naher Zukunft freuen kann. Wer hätte das gedacht?


Weil kein gamescom-Abschluss von mir ohne Loot-Shot vollständig wäre.


Aber nun ist sie vorbei: Die für mich bisher vermutlich ruhigste gamescom. Ich habe mir Zeit gelassen, bin entspannt durch die Hallen gewandert und habe gezockt, worauf ich Lust hatte. Nach den ganzen Jahren auf der Messe, habe ich das vielleicht echt mal wieder gebraucht, wenngleich die Spiele vor Ort mich nicht so sehr vom Hocker gehauen haben, wie sie das im letzten Jahr getan haben. Aber solche Jahre gibt es nunmal, manchmal geht es bergauf, manchmal bergab. Wir werden sehen, wie es im Jahre 2017 laufen wird – von daher hoffe ich, dass ihr ebenfalls auf der Messe Spaß hattet oder zumindest unsere Eindrücke dieser genießen konntet!

Gamescom Highlight: Wieder viel schöne Zeit mit meinen Kollegen.
Gamescom Lowlight: Ernsthaft? Noch mehr Präsentationen an Stelle von Anspielstationen für Spiele?
Der coolste Stand: Habe ich dieses Jahr nicht so sehr drauf geachtet.
Handheld-Spiel der Messe: Wenn auch auf PS4 gespielt: Dragon Quest Builders
Konsolen-Spiel der Messe: Vermutlich Final Fantasy XV
Gesamtzahl der StreetPass-Begegnungen: Nicht aufgepasst, sollten aber um die 150 gewesen sein.
Längste Anstehzeit an einem Stand: Ungefähr eine Stunde bei der Final Fantasy XIV Battle Challenge für mein zweites Sephirot-Shirt.
Liebstes Loot: Die The Feast-Shirts sowie das gekaufte "I love humanity"-Shirt.
Das wünsche ich mir für die nächste gamescom: Dasselbe wie letztes Jahr: Weniger Präsentationen, mehr Anspielstationen
Mein Ein-Wort-Fazit zur Messe: Entspannt


Alexander Schneider [Gardevoir ex]
...denkt mit Freude an den epischen Gwent-Stand zurück


Jedes Mal, bevor ich die heiligen Hallen der gamescom betrete - in diesem Jahr also zum dritten Mal - verdränge ich nur allzu gerne, welche unfassbaren Menschenmengen ab Donnerstag nach Köln strömen, um einen Blick in die kommenden Spielehighlights zu erhaschen. Wird doch nicht so schlimm werden! Doch, wird es. Zwar finde ich das Event als solches wirklich spannend und aufgrund der schönen Erlebnisse, die man auf der gamescom ohne Frage haben kann, fahre ich auch immer wieder gerne hin. Auf der anderen Seite aber ruiniert die Melange aus Gedränge, Stress, Warterei und Hitze vieles von dem, was man im Grunde so sehr liebt. Natürlich, der Hitze könnte man problemlos entgegenwirken - wie wäre es mit einer gamescom im Herbst oder Winter? Und ja, ich meine es damit absolut ernst, weil ich nicht allzu viel Lust darauf verspüre, immer und immer wieder gegrillt zu werden. Da ich die gamescom anno 2016 nur an den ersten beiden Tagen - der Mittwoch war mir wie immer heilig! - besuchen konnte, entschloss ich mich kurzerhand dazu, diesmal durchgängig zu pendeln und nicht etwa im Hotel zu nächtigen. Bietet sich ja eigentlich an, wenn man im gleichen Bundesland wohnt. Doch weit gefehlt! Letztlich stellten sich die Rückfahrten an beiden Tagen als wahrhaftiger Alptraum heraus, der mich mit überfüllten Zügen, überhitzten Zügen, wegen Überfüllung gesperrten Zügen und zahlreichen Verspätungen quälte. All das bei einer ordentlichen Außentemperatur und beinahe ohne Schlaf, denn ich habe vor beiden Messetagen kaum ein Auge zugemacht.


Groß prangt FFXV schon in der Eingangshalle.


Doch kommen wir zum wichtigsten Teil meines Berichtes, zum Messegeschehen selbst. Wie man aus meinem Tagebucheintrag vom Donnerstag vielleicht schon herauslesen konnte, gestaltete sich der Pressemittwoch bedeutend entspannter als der überlaufene Donnerstag. So nutzte ich die Gelegenheit der beinahe leeren Messehallen direkt, um an der Information von Nintendo die begehrten Download-Codes mit Shiny-Xerneas und Shiny-Yveltal sowie ein kostenloses Animal Crossing-amiibo-Kartenpack zu erhalten. Und dann blieb mir schlicht keine Wahl, als mich sofort zum opulenten Stand von Gwent: The Witcher Card Game aufzumachen - jenem Kartenspiel, das ursprünglich aus meinem absoluten Lieblingsspiel The Witcher 3: Wild Hunt stammt und nun in einer massiv aufgebesserten und erweiterten Version getrennt vom Hauptspiel erscheint - und zwar im Free-to-Play-Format. Alle, die selbst schon in die magische Welt von The Witcher 3 eingetaucht sind, wissen, welchen Suchtfaktor Gwent (zu Deutsch: Gwint) innehat und welch großer Beliebtheit es sich erfreut, obwohl es im gigantischen Hexer-Kosmos nur eine Randnotiz ist. Die Jungs und Mädels von CD Projekt RED waren wie immer mehr als sympathisch und so ließ ich es mir nicht nehmen, eine Partie Gwent zu spielen - ganz ohne Wartezeit. Sowohl Neulinge als auch The Witcher-Veteranen werden sich schnell zurechtfinden, was auch an den hilfreichen Erklärungen liegt. Ansonsten gleicht sich die bewährte Spielmechanik natürlich, obwohl sich visuell sehr viel getan hat, neue Karten dabei sind und manchmal sogar kartenbezogene Kommentare der Spieler erklingen. Der Stand selbst konnte mit angenehmer Atmosphäre und rustikaler Tavernen-Optik begeistern. Da fragt sich der eingefleischte The Witcher-Fanatiker: Was will man mehr? Eben noch ein wunderschönes Lanyard, einen ebenso schicken Pin und zwei Postkarten abgestaubt und wunschlos von dannen gezogen!


Wie soll man sich dieser Magie entziehen? Gwent auf der gamescom


Aber natürlich ruft nach dem Vergnügen die Arbeit! So machte ich mich gleich nach dem Besuch bei CD Projekt RED auf, um für euch die gesammelten Stände von Nintendo abzufilmen. Im Laufe des ereignisreichen Tages schnappte ich mir noch meinen Kollegen Nicola, zusammen spielten wir kommende 3DS-Titel wie Mario Party: Star Rush und Disney Magical World 2 an, um euch schon bald Hands-Ons zu liefern - in einigen Fällen haben wir das sogar schon getan. Und auch unsere Angespielt-Videos sind definitiv einen Blick wert! Sehr interessant gestaltete sich auch unser Interview mit Brjánn Sigurgeirsson von Image & Form - den Machern der SteamWorld-Games - welches sich vor allem mit den künftigen Plänen der Entwicklerschmiede beschäftigte und so manches Mal gar in philosophische Gefilde abdriftete. Mehr dazu schon bald!

Die restliche Zeit wollte vor allem dazu genutzt werden, die riesige Merch-Halle der gamescom unsicher zu machen. Dabei verliebte ich mich - wie eigentlich in jedem Jahr - wieder in einige Schmuckstücke, die ich mir natürlich sogleich sicherte. Im Mittelpunkt steht dabei natürlich meine neue Pixeltasche, auf der ich noch am Mittwoch in mehrstündiger Arbeit ein Abra zusammenpuzzelte - aber auch mein neues Topas-Karfunkel von Square Enix, mein Plüsch-Brutalanda und mein Folipurba-Portemonnaie habe ich augenblicklich ins Herz geschlossen! Es fällt einem Jahr für Jahr schwer, sich für einzelne Artikel zu entscheiden - eben weil fast jeder Stand ganz zauberhafte Dinge bereithält. Dennoch hätte ich nichts dagegen, wenn man für noch mehr Abwechslung sorgen würde! Als ich nochmal in Halle 8 schlenderte, um den Gwent-Stand abermals zu bestaunen, traf ich sogar auf Priscilla und Rittersporn in voller Montur. Wer sie nicht kennt: Zwei der bekanntesten Charaktere aus dem Witcher-Universum! Ich zögerte nicht, sie um ein Photo zu bitten. Und das Ergebnis kann sich hoffentlich sehen lassen.


Zwei Barden an meiner Seite: Rittersporn und Priscilla


Auch der Donnerstag war nicht minder actionreich - nur eben weitaus anstrengender, der Menschenmassen und der sich nun bemerkbar machenden Müdigkeit sei Dank. Ob es der Besuch zweier BVB-Spieler bei Konami war, die Pokémon Sonne/Pokémon Mond-Live-Präsentation von Shigeki Morimoto oder der märchenhafte Einblick in das auch von mir heiß ersehnte Final Fantasy XV, an dessen Stand ich mit meinem lieben Kollegen Basti ausharrte - in meinem eingangs verlinkten Tagebucheintrag ist alles chronologisch aufgeführt.


Gute Gaben und gute Käufe - Gwent, Pokémon und vieles mehr!


Doch was bleibt letztlich, wenn ich an die gamescom 2016 zurückdenke? Zuallererst die wunderbare Möglichkeit, meine Kollegen von Planet3DS und PlanetVita wiederzusehen. Natürlich auch die viele Arbeit, die uns eigentlich immer Spaß bereitet hat! Ein Jammer, dass ich es nicht geschafft habe, For Honor anzuspielen, die Rolle des Wikingers hätte mir sicher gut gestanden. Gefühlt waren es in diesem Jahr allerdings bedeutend weniger Spiele, die mich wirklich interessiert haben, auch wenn ich meine Schwäche für Gwent gern nochmals betone. Final Fantasy XV wird monumental! Weniger monumental sah es in Sachen 3DS aus, hier hätte man sich sicherlich die Präsenz der neuen Pokémon-Generation gewünscht. Abseits dessen ist mein Merch-Rausch mittlerweile zur liebgewonnenen Tradition geworden. Und: Pendeln ist irgendwie scheiße. Die Regionalbahnen waren ein Grauen. Man sieht also: Die gamescom ist ein zweischneidiges Schwert! Wird sie auch 2017 sein. Wir kommen trotzdem gerne wieder.

Gamescom Highlight: Die Möglichkeit, Final Fantasy XV anzuspielen
Gamescom Lowlight: Lange Wartezeiten und mein Scheitern, ein Autogramm von P.E. Aubameyang und Shinji Kagawa abzustauben - es war einfach zu voll.
Der coolste Stand: Definitiv Gwent: The Witcher Card Game - einfach wunderschön!
Handheld-Spiel der Messe: Wäre ich beim Nintendo-Termin am Freitag dabei gewesen, wäre es Yo-Kai Watch 2. So verbleibt leider nichts.
Konsolen-Spiel der Messe: Gwent: The Witcher Card Game
Gesamtzahl der StreetPass-Begegnungen: Diesmal waren es nur 40, es gab genug anderes zu tun.
Längste Anstehzeit an einem Stand: Über zwei Stunden bei Final Fantasy XV - und das VOR öffentlichem Einlass
Liebstes Loot: Gekauft: Topas-Karfunkel und Pixeltasche / Geschenkt: Gwent-Lanyard
Das wünsche ich mir für die nächste gamescom: Mehr Sonderzüge, mehr 3DS-Versorgung und vor allem mehr RPGs
Mein Ein-Wort-Fazit zur Messe: Fabelhaftanstregend.


Nicola Hahn [501.legion]
... hätte doch gern irgendwie mehr Spiele abgezockt


Die gamescom ist einerseits ein Wettlauf gegen die Zeit, andererseits ein wunderbares Event, auf das ich mich jedes Jahr erneut freue! In diesem Jahr versprach die Messe sehr entspannt zu werden: Keine gehetzte An- und Abreise dank zentralem Hotel und nur einmal umsteigen. Ein Interview am Mittwoch und eins am Freitag sowie einige interessante Titel bei Nintendo aber auch anderen Publishern/Entwicklern/Indies. Dass die Woche dann doch nicht soo entspannt wird, zeigte sich erst aber nach dem Anreise-Dienstag, denn der gestaltete sich dank kleiner Shopping-Tour und Pokémon GO-Jagd durch Köln doch sehr angenehm.



Der zweite Tag, der Presse oder auch Fachbesucher-Mittwoch, steigerte schon deutlich sein Tempo: Schnell alle Spiele anspielen, die man sehen will. Die nächsten Tage braucht man sich nicht in die Warteschlangen der AAA-Titel wagen. Also schnell Sid Meier's Civilization VI abgearbeitet, das einen durchaus guten Eindruck machte. Hinzu kam noch das Wintersport-Spiel Steep, bei dem leider die Einschätzungen der gamescom recht behielten: Auf der Xbox One sah die Grafik recht bescheiden aus und die Physik verdient noch einiges an Überarbeitung. Einen richtigen Multiplayer-Modus würde ich mir persönlich auch noch wünschen, damit es überhaupt an das Free2Play Spiel Snow überhaupt herankommt (obwohl der in die Mode gekomme Wing-Suit durchaus Spaß macht). Am Nachmittag stand unser Interview mit dem CEO von Image & Form an, das möglicherweise hin und wieder abgedriftet ist und auch hoffentlich bald auch für euch verfügbar ist.



Am ersten Besucher-Tag kam schon die erste Panik auf: "Wir brauchen noch Angespielt-Aufnahmen und wo zur Hölle steckt der Text und das Bild von dem Kollegen?". Wenn man auf der Messe plötzlich das Team organisieren muss, kann schnell ein Durcheinander entstehen und dank zusätzlichen technischen Problemen saß ich am Donnerstag wohl die meiste Zeit im Pressezentrum fest. Wesentlich interessanter ist da der Freitag, bei dem der Presse-Termin für Nintendo anstand, die uns neben den Titeln Dragon Quest VII, Yo-Kai Watch 2, Disney's Magical World 2 und Mario Party: Star Rush auch zahlreiche Indies und das gespannt erwartete The Legend of Zelda: Breath of the Wild zum Anzocken anboten. Leider wurde uns im Nachhinein die Aufnahme und Berichterstattung über weite Teile von Mario Party untersagt, einen kleinen Dämpfer gab es also trotzdem. Der wurde aber ganz schnell durch die schon von meinen Kollegen hochgelobte Indie Arena Booth wettgemacht, denn hier verbrachte ich mit meinen Kollegen den restlichen Freitag und auch den Samstag. Besonders erwähnenswert ist das irrwitzige Frog Climbers, bei dem es in Mount Your Friends-Manier galt, die Spitze eines Berges zu erreichen, mit unfreiwilliger Hilfe der Freunde und einer innovativen Steuerung. Aber so ziemliches jedes Spiel an diesem Stand hatte seinen Charme, großes Lob an die Verantwortlichen, die hier den Stand zusammengestellt haben!

Gamescom Highlight: Ganz klar schon jetzt das neue The Legend of Zelda anzocken zu können
Gamescom Lowlight: Die eigenartige PR-Politik von Nintendo zu Mario Party
Der coolste Stand: Auch wenn ich nicht gespielt habe: Der Stand von Dreadnought sah ziemlich cool aus
Handheld-Spiel der Messe: Wie auch immer, Mario Party hat Spaß gemacht!
Konsolen-Spiel der Messe: Frog Climbers! Ein Spaß für die ganze Familie
Gesamtzahl der StreetPass-Begegnungen: Um die 50, der 3DS lag meistens ausgeschaltet in der Tasche
Längste Anstehzeit an einem Stand: 10 Minuten für Frog Climbers. Ja, dieses Indie-Spiel
Liebstes Loot: Mega cooles Kissen von Nintendo im Zelda-Stil
Das wünsche ich mir für die nächste gamescom: Mehr freie Hände
Mein Ein-Wort-Fazit zur Messe: Stresswienie.


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1 Kommentar

profil 349 comments
[23.08.2016 - 23:48 Uhr]
Rikaji:
Wie kann man nur den 3DS meistens ausgeschaltet in der Tasche lassen?! xD Da war wohl jemanden sein lower HR peinlich!!1 xD (nur Spaß)
Auch wenn das jetzt nichts mit dem 3DS zu tun hat, ich bin auch schon ganz gehyped von FF XV. FF XIII war ja nicht so meins. Also verkauft mir doch bitte so ein FF XV T-Shirt! Ich zahle auch mittelmäßig! xD
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