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Sonstiges: Hyrule Warriors Legends - Der DLC unter der Lupe

PortableGaming-Redaktion, am 12.06.2016, Seite 3 von 4

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Die erste Hälfte ist erledigt, widmen wir uns also nun dem dritten Teil der großen DLC-Runde für Hyrule Warriors Legends. Dieses Mal standen sogar gleich zwei klassische Zelda-Spiele für die neuen Abenteuer Pate: Phantom Hourglass und Spirit Tracks. Natürlich könnte man sich jetzt fragen, ob aufgrund der Zusammenlegung der beiden DS-Spiele irgendwelche Kompromisse eingegangen wurden. Uns interessiert aber auch, ob sich diese Erweiterung wiedermals lohnt und was Toon-Zelda und der Sandstab von Toon-Link so auf dem Kasten haben. Insofern: Schnallt euch an, das wird eine wilde Bahnfahrt!

Die Geisterprinzessin und der Sandbeschwörer
Zugegebenermaßen ist die Bahnfahrt beileibe nicht so wild wie eingangs angekündigt. Doch bevor wir uns Toon-Links neuem Spielzeug widmen, werfen wir doch mal einen Blick auf die neue Hauptattraktion - Toon-Zelda. Die aus Spirit Tracks entliehene Dame tritt dabei stilecht in ihrer Geisterform auf. Da es der zierlichen Prinzessin etwas an Kampfkraft mangelt, ermöglicht ihr diese Form, in die metallene Haut einer Nimbusgarde zu schlüpfen. Das macht sie kurzerhand zu einer ziemlich rabiaten Kampfmaschine. Man hat zwar keine erhöhte Abwehr oder sonst dergleichen, die Moves mit denen Toon-Zelda auf ihre Gegner losgeht haben es aber dermaßen in sich, dass man so schnell nicht mehr aufhören möchte, mit ihr als Kämpfer in den Ring zu steigen. Mit kurzen Schwerthieben macht man allerlei Kleinkram platt, levelt man die Prinzessin dann noch etwas auf - dank der Rubinspritze zum Glück ein Klacks - stehen ihr sogar noch weitaus mächtigere Manöver zur Verfügung. So kann sie etwa durch eine Kombo ihre Rüstung kurzzeitig verlassen, um in einem recht großen Umkreis alle Gegner anzugreifen. Generell kann man sagen dass das Angriffsportfolio ziemlich großflächig ausgelegt ist. Damit ist es ein leichtes, gegnerische Kommandeure und Bosse zu besiegen. Mit voller Ausrüstung und Maximallevel hätte Toon-Zelda also durchaus das Potenzial zu einem der besten Kämpfer/innen des Spiels und sollte ihr doch mal ein Konkurrent im Weg stehen, rollt sie sich halt zu einem Ball zusammen und walzt alles kurz und klein. So einfach ist das!


Zeldas Sidekick Toon-Link ist ja bekanntlich schon etwas länger im Kampf gegen dunkle Mächte dabei. Nun parkt er das Masterschwert jedoch erstmal in der Waffenkammer und nimmt den neu hinzu gewonnenen Sandstab in die Hand. Klingt zunächst erstmal spannend, ist es aber leider letzten Endes gar nicht. Ein magischer Stab der große Sandklötze beschwört? Das klingt als Waffe schon exotisch genug. Was zum Henker hat der Spaß aber bitte mit einer riesigen Lokomotive zu tun? Wir wissen es leider auch nicht. Fakt ist, die Mischung passt nicht wirklich und wirkt in Anbetracht des Themas des dritten DLC-Pakets etwas aufgezwungen. Mit herkömmlichen Angriffen schleudert Toon-Link allerlei Sandklötze auf seine Widersacher, was sich ehrlich gesagt ein wenig, nun ja, wuchtiger anfühlen könnte - so wirklich effektiv kommt sich damit nämlich nicht vor. Am Ende einer Kombo oder mit der Sonderattacke stürmt als krönender Abschluss dann noch die heilige Lokomotive aus einem Portal und lässt sich ein wenig durch die Gegnermassen manövrieren, doch auch das scheppert nicht wirklich rein. Schade!

Zu Schiene und zu Wasser: Die 2-in-1-Sonderkarte
Stichwort Mischexperimente: Wie vereint man denn nun am besten zwei Spiele mit grundverschiedenen Settings auf einer einzigen Abenteuerkarte? Immerhin vertragen sich Boot und Zug von der Fortbewegungsmethode her nicht sonderlich gut. Die Lösung von Omega-Force: Es gar nicht erst versuchen und stattdessen die Karte diagonal zweiteilen! Zu Beginn stehen euch gleich zwei Quadrate zur Verfügung, auf denen ihr starten könnt – eines im Meer von Phantom Hourglass und eines auf den grünen Ebenen von Spirit Tracks. Die beiden Gesamtspielflächen sind zudem voneinander abgeschottet, ihr könnt euch also nur von diesen zwei Anfangspunkten zum Rest durchkämpfen.

Die Aufteilung wirkt sich auch auf die freischaltbaren Waffen von Toon-Zelda und Toon-Link aus. Der Geisterprinzessin neue Schwerter erhaltet ihr allesamt auf der Meereshälfte, während die Sandstab-Upgrades auf dem Schienennetz des Landes verteilt sind. Natürlich warten auch noch weitere Kostümfarben und eine Hand voll weiterer Level-4+-Waffen für einige Charaktere auf euch, dazu werden allerdings abermals neue Item-Karten notwendig. Wieder gilt, dass diese vom Einsatzzweck dermaßen eindeutig sind, dass der Kompass an und für sich überflüssig ist. Aber die Macher haben augenscheinlich die Kritik erhöhrt und ein paar Extras eingebaut. An Linebecks Händlerpunkten, die anfangs an fixen Orten und danach alle paar Schlachten immer wieder auftauchen, könnt ihr unnütze Item-Karten gegen Feen-Futter eintauschen – praktisch! Umgekehrt könnt ihr euch die Itemsammelei dank der neuen Flüstersteine einfacher machen. Die nützlichen Felsraketen duplizieren nämlich einen Wunschgegenstand aus eurem Inventar – das erspart nerviges Wiederholen von bereits erledigten Missionen. Auch die diversen Boot- und Zug-Karten sind dafür gedacht, euch das Leben einfacher zu machen, senken sie doch die Fortschritts- und Rangbedingungen bei bestimmten Aufträgen und Pfaden. Alles in allem hat Omega-Force viel Wert darauf gelegt, den Spielfluss der Abenteuerkarte deutlich zu verbessern.


Das soll aber natürlich nicht heißen, dass es hier an Herausforderung mangelt. Der Schwierigkeitsgrad zieht abermals langsam, aber stetig im Laufe der gesamten Karte an – womöglich, damit ihr euch an die Movesets des Sandstabs und Zeldas Phantom-Rüstung gewöhnen könnt. Außerdem tickt mit jeder Schlacht die Zeit voran, was sich auf die große Phantomsanduhr in der Mitte der Karte niederschlägt. Rieselt der Sand komplett durch das Stundenglas, erschweren euch zwei mächtige Monster das Voranschreiten. Glücklicherweise könnt ihr dieses Unglück ganz einfach dadurch im Zaum halten, dass ihr in einem beliebigen Level der Abenteuerkarte ein Großmonster plättet und die Mission erfolgreich abschließt. Spätestens auf dem Weg zum Endboss müsst ihr euch trotzdem den beiden Sondermonstern in ihren Verstecken stellen und so den Weg zum zentralen Kartensegment freischalten, wo schlussendlich der letzte Boss lauert.

Neue Auftragsvarianten gibt es natürlich auch wieder. „Wiederkehr“ ist dabei eindeutig die uninteressantere der beiden, müsst ihr bei diesen Mini-Gefechten doch lediglich eine Hand voll Hauptleute ausschalten, die von umherstehenden Magiesoldaten gestärkt werden. Das sollte aber möglichst schnell geschehen, denn selbst wenn ihr die Stärkungstruppen ausschaltet, kommen nach einiger Zeit neue nach. Bei der „Kopierschlacht“ wiederum kriegt ihr es mit einer ähnlichen Ausgangssituation zu tun – auch hier gilt es, wenige Zielpersonen auszuschalten –, doch es lässt sich ein anderer Nutzen aus diesen Missionen ziehen. Eigentlich sollt ihr verhindern, dass die umherstehenden Kopiersoldaten die Form der feindlichen Anführer annehmen. Andererseits: Wenn ihr sie gewähren lasst und in ihrer neuen Gestalt ausschaltet, erhaltet ihr womöglich die dazugehörigen Materialien. Diese Schlachten bieten sich also, ganz kurz gefasst, zur Materialsammlung an. Einziger Haken an der Sache: Der Prozess dauert immer noch ziemlich lange, da die Kopiersoldaten erst nach ein oder zwei Minuten die Form wechseln.

Unser Fazit:
Sebastian Mauch [Paneka]: Nun ist es fast geschafft, denn drei der versprochenen vier Erweiterungen sind nun hiermit abgehakt. Ein weiteres Mal hat der Umfang von Hyrule Warriors Legends ein ganzes Stück zugenommen. Inhaltlich konnte mich der dritte DLC überzeugen, zumindest größtenteils. Die hinzugefügte Karte „Auf großer Fahrt“ greift das Thema gut auf und bringt mit der Sanduhr und zahlreichen neuen Map-Items ein wenig frischen Wind in die sonst so monotonen Schlachten. Auch der Neuzugang Toon-Zelda macht ordentlich Laune und überzeugt mit schlagkräftigen Angriffen. Nicht so gelungen schätze ich den Sandstab von Toon-Link ein, da dieser schlichtweg etwas unglaubwürdig wirkt, was nicht zuletzt an der Beschwörung der eigentlich sehr coolen Lokomotive liegt. Dennoch wird sicher der ein oder andere auch damit seinen Spaß haben. Ich persönlich greife dann aber doch lieber zu altbewährtem oder anderen DLC-Charakteren. Nach nunmehr drei mehr oder minder abwechslungsreichen Erweiterungen und diversen Gratis-Boni in Form von Geldspritzen oder Feenbegleiter mit passender Kleidung und Futter darf man nun gespannt sein, was Koei Tecmo uns als großes Finale auftischt.

Tjark Michael Wewetzer [Alanar]: Die Zeitlinie von Toon-Link ist auch nicht vor Verschmelzungen gefeilt. Nicht nur die zwei neuen, an Wind Waker orientierten Schlachtfelder von Hyrule Warriors Legends vermischen mehrere Areale zu einem Ganzen, jetzt weitet sich das auch noch auf die Abenteuerkarte auf Basis der beiden DS-Fortsetzungen aus. Doch so verkehrt finde ich die Idee eigentlich nicht – sie gefällt mir sogar ziemlich gut. Direkt von Beginn an werden mir zwei Richtungen vorgeschlagen, auf die ich hinarbeiten kann. Wenn mir der Landpfad gerade wegen irgendwas auf den Senkel geht, ackere ich im Meer weiter. Die itemduplizierenden Flüstersteine kümmern sich zudem endlich um das nervige Problem der Gegenstandskartenversorgung, auch wenn man die ein oder andere Schlacht letztenendes wohl trotzdem noch ein paar Male wiederholen muss, wenn man wirklich alles einsacken möchte. Und was kann ich zu den neuen Kampfstilen noch sagen? Phantom-Zelda allein hat mir schon von Anfang an tierisch viel Spaß gemacht, auch wenn sie im Prinzip nur ein weiterer Schwertschwinger ist. Beim Sandstab hatte ich wiederum zuerst ein eher mäßiges Gefühl, nach ein paar Runden im Feldeinsatz zeigte sich aber schnell, wie wertvoll er ist – oder besser: Der Zug, den man im Zuge (ha!) der Kombos mit hinaufbeschwört. Im Sauseschritt räumt Toon-Link so Feindesscharen weg, während Großbosse unter dem Kanonenbeschuss der Lok gnadenlos zusammenbrechen. Ein wahrlich befriedigendes Gefühl! Daher kann ich jedem, den Hyrule Warriors noch immer nicht zum Halse raushängt, den DS-Zelda-DLC auch wieder wärmstens ans Herz legen. Omega-Force setzt die bisher gebotene Qualität hier einfach konsequent fort!

Meereslokführer: Sebastian Mauch [Paneka] und Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.


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1 Kommentar

profil 695 comments
[20.11.2016 - 14:48 Uhr]
Regnat:
Ich denke immer noch, dass statt Ravio lieber Hilda ins Spiel gepasst hätte. Zumindest für meinen Geschmack. ^^

Weiter frage ich mich auch, ob es vielleicht für Nintendo Switch auch wieder eine Fassung von Hyrule Warriors geben wird mitsamt neuen Inhalten, neuem DLC und eigenem Season Pass (von dem es dann noch die Variante gibt, mit der auch Wii U und Nintendo 3DS abgedeckt werden). Grundsätzlich schließe ich das jedenfalls nicht aus.

Auf jeden Fall vielen Dank für den Test des finalem Zusatzinhalt. Geladen habe ich mir allesamt bereits die Zusatzinhalte. Es war dennoch interessant zu lesen.
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