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Kolumne: Nintendo meets Smartphone-Markt - Unser Eindruck zu Miitomo

Sebastian Mauch, am 17.04.2016, Seite 2 von 2

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Teil 1: Das ist Miitomo | Teil 2: Das Fazit der Redaktion


Hat zumindest teilweise seinen Spaß mit Miitomo:
Sebastian Mauch [Paneka]

Ich persönlich nutze Facebook und Twitter fast auschließlich dazu, um lustige Videos und Meldungen zu erhalten. Netzwerke wie Nintendos Miiverse ließen mich sogar komplett kalt. Lediglich die Möglichkeit, Screenshots zu sichern und Platinmünzen zu verdienen, treiben mich ab und zu dort hinein. Bei Miitomo ist das anders, anfangs eher skeptisch und verhalten nutze ich die App nach einem sehr trägen Start nun recht intensiv. Klar stillt man so auf eine Art den Drang, Dinge über andere Menschen zu erfahren, doch tut es hin und wieder auch gut, mal etwas von sich selbst preiszugeben und sich darüber auszutauschen. Durch die Sicht anderer auf Gott und die Welt kann man schließlich nur seinen Horizont erweitern. Auch macht es ab und zu sehr viel Spaß, Fotos meines Miis zu erstellen, da man dort unwahrscheinlich kreativ werden kann. Generell regt das Spiel/Netzwerk oft zum Schmunzeln an. Aber mal die Karten auf den Tisch: Ohne die Möglichkeit, so nebenbei Platin für My Nintendo zu verdienen, wäre mir Miitomo schnell zu öde. Außerdem ist die App auf vielen Smartphones (darunter auch mein Note 3) von nervigen Bugs und Abstürzen geplagt. Oft musste ich so mein Handy neu starten, da trotz geschlossener App die Miitomo-Musik im Hintergrund weiterdudelte. Sind diese Kinderkrankheiten aber erst einmal Geschichte, bekommt man hier ein sehr unterhaltsames Marktforschungs- und Spannertool geboten, nur eben verpackt im putzigen Nintendo-Gewand.


Fragt sich, ob die nette Spielerei auch auf Dauer motivieren kann:
Alexander Schneider [Gardevoir ex]

Ich gebe es gerne zu: Als Miitomo noch in der Entwicklung war und man längst noch nicht an einen Release von Nintendos erster App denken konnte, habe ich der ganzen Geschichte nicht allzu viel Bedeutung beigemessen. Zu abgelenkt von weit tiefgreifenderen Spielen war ich, zu uninteressant schien der Ausflug der Mii-Bevölkerung in die weite Welt der sozialen Netzwerke. Doch je näher der endgültige Release-Termin rückte, desto neugieriger wurde ich - auf das, was die App ganz grundsätzlich bieten kann und auf My Nintendo, das neue Prämiensystem von Nintendo. Dieses ist ja bekanntlich eng mit Miitomo verknüpft und so schafft unser aller Lieblingsunternehmen einen beträchtlichen Anreiz dafür, sich täglich mit Miitomo zu beschäftigen. Aus meiner Sicht ist die reale Interaktion mit Freunden, Bekannten und Fremden auch und vor allem in Zeiten der stetigen Entfremdung und Digitalisierung weitaus wichtiger als die oberflächliche Kommunikation via Smartphone-App, doch muss ich anerkennen, dass Miitomo zumindest ein paar Minuten pro Tag Laune machen kann. Die doch sehr vielfältigen Fragen, die einem beinahe im Sekundentakt entgegenschießen, decken teils sehr interessante Themenbereiche ab und geben zumindest ein wenig Aufschluss darüber, wie das virtuelle Gegenüber tickt. Da kann es durchaus mal passieren, dass man über die Antwort eines anderen schmunzeln muss oder dass man selbst einige Minuten grübelt, ehe man die passende Antwort auf eine Fragestellung findet.

Letztlich hängt das nicht nur mit den bloßen Inhalten der eigenen Antworten zusammen, über die man sich zwangsläufig Gedanken macht, sondern vor allem mit der Frage danach, was man überhaupt preisgeben möchte. Behält man manche Dinge vielleicht lieber für sich? Was kann man seinen Freunden anvertrauen? Und wie bewertet man den Fakt, dass Nintendo hier aktiv Daten sammelt? Natürlich ist der Normalbürger in Zeiten von Vorratsdatenspeicherung und sozialen Netzwerken absolut gläsern, doch sollte man jeden seiner Schritte sorgsam überdenken. Wenn man die Antworten nämlich zusammenfügt, ergibt sich recht schnell ein Persönlichkeitsbild, und diese digitale Visitenkarte lässt sich nicht wegdiskutieren. Ich sehe es momentan zum Glück nicht ganz so verbissen, auch wenn mir die Datensicherheit sehr wichtig ist - letztlich entscheidet man aber selbst über das, was man schreibt. Ein recht deutlicher Kritipunkt ist meines Erachtens nach die Problematik des Freundefindens. Nicht jeder nutzt Miitomo und auch darüber hinaus ist es nicht unbedingt einfach, seine Freundesliste massiv zu erweitern. Vor allem, wenn es darum geht, nicht irgendwen zu adden, sondern Personen, die man in irgendeiner Weise kennt. Davon abgesehen halte ich die angebotenen Prämien sowie die Möglichkeit, sein Mii individuell einzukleiden, für reizvoll genug, um Miitomo auch künftig Beachtung zu schenken. Insgesamt ist Nintendos erster Schritt in die Welt der Smartphones gelungen, die App sehr charmant und liebevoll gestaltet - erst auf Dauer aber wird sich zeigen, ob sie die Nutzer auch langfristig dazu verleiten kann, sie regelmäßig zu gebrauchen. Mir jedenfalls liegt die Welt der wirklichen Spiele - ganz gleich ob auf dem 3DS oder auf einer anderen Konsole - weitaus mehr am Herzen als die der Social Networks, und doch bin ich froh, Miitomo eine Chance gegeben zu haben.


Findet an Miitomo leider keine Erfüllung:
Nicola Hahn [501.legion]

Social Networks sind eine Entwicklung, der ich noch nichts abgewinnen konnte. Auch beim Miiverse hat sich diese Einstellung nicht geändert, Miitomo möchte ich trotzdem eine Chance geben. Und tatsächlich hat mich die „Verarbeitung“ der App überrascht, denn für Nintendo EPD bedeutet Miitomo wohl der Einstieg in die Entwicklung für Smartphones, dafür schon mal großen Respekt. Die Ladezeiten und die umständliche „Freunde hinzufügen“-Funktion sind für mich der einzige Haken bei der technischen Umsetzung, das kann man aber noch im Nachhinein verbessern. Was die App selbst betrifft, finde ich das Prinzip der Beantworterei von Fragen innovativ, aber definitiv nicht für jeden geeignet. Leider ist die App komplett auf dieser Mechanik aufgebaut, sodass ich mir aktuell höchstens noch die Antworten der anderen anschaue und kommentiere aber selbst nicht mehr aktiv werde oder Kleidung für meinen Mii kaufe.


Nutzt Miitomo rein zum praktischen Zweck:
Michael Grönert [BadToxic]

Als ich das erste Mal von Miitomo gehört habe, wusste ich sofort, dass ich es unbedingt gleich testen muss. Immerhin ist es von Nintendo… Allerdings hat es mich immer an Tomodachi Life erinnert, wofür ich mich nie richtig begeistern konnte und somit war es nichts, das sich schwer erwarten lies. Doch spätestens durch die Anbindung an My Nintendo und die damit einhergehenden Chancen auf Prämien machten es zu einem „Muss“ für mich. Die ersten Silbermünzen liesen sich zu Begin einfach und schnell sammeln, sodass ich bereits am dritten Tag Nutzung der App, zusammen mit den Münzen der Nintendo-Seite, genügend zusammen hatte, um für 1000 Münzen das erste „kostenlose“ 3DS Spiel abzustauben: My Nintendo Picross: The Legend of Zelda - Twilight Princess. Herangeführt an das Bilder-Puzzle-Prinzip durch Pokémon Picross, konnte ich mich schnell zu den Fans dieser Serie zählen und habe mich sehr über die Prämie freuen können. Alleine dieser Erfolg weckte in mir genügend Ehrgeiz, um die App und die anderen Möglichkeiten auf Silbermünzen weiterhin regelmäßig zu nutzen. Rein rechnerisch bekommt man in einem Monat locker 1000 Münzen zusammen und so lockt auch schon das nächste Spiel für diesen Preis: der 2005er DS-Klassiker WarioWare: Touched!.

Freunde in Miitomo zu finden war Anfangs nicht leicht, aber auf Twitter fremden Menschen zu folgen, die unter dem Hashtag #Miitomo das selbe Schicksal kundtaten, hat dem schnell abgeholfen. Außerdem konnte ich von dem glücklichen Zustand profitieren, zwei Miitomo-kompatible Geräte zu besitzen, sodass ich mich notfalls mit mir selbst „unterhalten“ konnte, wenn mir für eine „tägliche Herausforderung“ etwa die Kommentare gefehlt haben. Aber auch zum eigentlichen praktischen Nutzen, der Kommunikation und Unterhaltung, kann ich die App nur loben. Sie ist definitiv gut durchdacht, interessant und unterhaltsam. Gerade die fehlende Möglichkeit, eigene freie Texte zu verfassen, macht das Ganze so besonders. Zwar kann man unangenehme Fragen überspringen, aber doch wird man freundlich dazu verleitet, eher interessante oder zumindest sehr spezielle Informationen preis zu geben, über die man sonst wohl kaum mit Fremden oder auch Freunden im Alltag reden würde. Besonders lobenswert finde ich es, dass man auch ohne Echtgeld genügend Auswahl an Items hat und auch nie dazu gedrängt wird, etwas auszugeben. Hätte ich nicht im speziellen nach der Funktionalität gesucht, wäre mir nicht einmal aufgefallen, dass man echtes Geld ausgeben kann.


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4 Kommentare

profil 20 comments
[17.04.2016 - 14:24 Uhr]
Wolpar:
Meine Meinung deckt sich mit Sebastian Mauch. Es ist eine nette tägliche Münzenjagd, bei der die erforderlichen Missionen abgearbeitet werden. Sobald kein Münzgeräusch mehr erklingt geht die Motivation schnell flöten.
Nur die möglichen Fotos mit Miis kitzeln an der Kreativität und provozieren Schnappschüsse. :)
profil 87 comments
[17.04.2016 - 14:34 Uhr]
SnakeTD:
Ich bin mir ziemlich unsicher, ob ich die App nutzen würde, gäbe es nicht die Platinmünzen. Ich denke sobald ich meine 1000 für das Zeldapuzzleding zusammen hab, wird's erstmal einschlafen. "Freunde" hab ich in der App auch nicht einen, da ich in meinem Bekanntenkreis bei fb, Twitter und sogar im echten Leben irgendwie der einzige Nintendofan bin. Aber was soll's, ich geh mal wieder Fragen beantworten.

Danke für das umfassende Review!
profil 25 comments
[18.04.2016 - 19:33 Uhr]
sandtigerhai:
mich stört, dass man freunde nur über fb oder oder twitter haben kann. alle freunde die ich aufm ds habe, sind weiter weg, sodass ich sie nicht lokal hinzufügen kann.
eine option den 3ds freunde code her zu nehmen wäre eine option... ansonsten hab ich die app zwar nutz sie aber irgendwie gar nicht XD
profil 349 comments
[19.04.2016 - 01:42 Uhr]
Rikaji:
ja finde die app auch nett, weil umsonst. ich spiele es auch hauptsächlich wegen den punkten. in 3-4 tagen sollte ich meine zweiten 1000 punkte zusammen haben für wario ware touched, das zelda picross hab ich schon.
freunde aus dem echten leben habe 10 im spiel. ein paar davon sind kaum aktiv, 2-3 sehr. mit einem hatte ich gar nicht so kontakt davor, aber er schreibt immer sehr lustige antworten, weshalb ich es auch halbwegs gern spiele. man kriegt halt punkte für spam :D
ich hoffe sie werten meinen wunsch nach einem neuen f-zero, wave race und 1080 aus xD

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