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Event: gamescom 2015: Redaktionstagebuch

PG-Team, am 04.08.2015, Seite 5 von 5

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Das Messefazit der Redaktion


Die gamescom ist vorbei und bis zum nächsten Jahr werden die Mitglieder unserer Redaktion vermutlich nicht wieder auf einer Messe sein. Um das große Event nochmal Revue passieren zu lassen, haben die Redakteure vor Ort ihre Eindrücke in einem kleinen Fazit zusammengefasst, wie sie die Messe erlebt haben. Viel Spaß beim Lesen!


Nicola Hahn [501.legion]
Gefühlt ist jedes Jahr die gamescom das stressigste Event im Jahr: Laufen, Stehen, Laufen.. Aber sobald sie vorbei ist, blickt man doch sehnsüchtig auf die Messe-Woche zurück. In diesem Jahr habe ich mein Blick von den Spielen weg zu den Besuchern gerichtet und habe sehr viele nette Menschen kennengelernt. In dem Zusammenhang habe ich auch von einem Aussteller von einer Geschichte am Nintendo-Stand erfahren. Jemand stiehlt eine Handtasche aus der Menge und versucht wegzurennen und plötzlich drehen sich von allen Seiten die Leute um und stürzen sich auf den Dieb.


Der Fachbesucher-Tag, schon viel zu viel los ...


Auch ältere Ehepaare und ihre Kinder waren auf der Messe unterwegs, zum Vergleich zu den Vorjahren ist die Zahl der vertretenen Eltern explodiert, aber auch das jüngere Publikum ist deutlich mehr vertreten, insbesondere am Fachbesucher-Tag. Auf die gezeigten Spiele bezogen kann ich besonders das angekündigte SteamWorld Heist empfehlen, für das Alex und ich auch gleich ein Interview mit dem Community-Manager machen konnten. Auch das lang erwartete Star Wars: Battlefront III konnte am Stand von Sony und EA angezockt werden.


TIE-Fighter am Battlefront-Stand von Sony


Hier haben sich beide Seiten verständigt, dass man je nach Anspielstation einen anderen Modus spielt. Bei Sony konnte man also den schon auf der E3 gezeigten Coop-Modus gegen Bots auf der PS4 bestaunen, EA bot die Dog-Fight "Raumkämpfe" auf dem Boden ebenso auf der PS4 und den sogenannten Walker-Assault am PC an. Ach ja, den Preis für die längsten Schlangen und Wartezeiten gewinnt Blizzard, dicht gefolgt von EA, Glückwunsch (nicht?).


Portal und LEGO, kann es noch besser werden?


Gamescom Highlight: GLaDOS in einem LEGO-Spiel!
Gamescom Lowlight: Warteschlangen of Doooom
Der coolste Stand: Warner Bros., warum? LEGO Universe mit Portal-Leveln!!
Handheld-Spiel der Messe: SteamWorld Heist
Konsolen-Spiel der Messe: Star Wars: Battlefront
Gesamtzahl der StreetPass-Begegnungen: irgendwas über 200
Längste Anstehzeit an einem Stand: 30 Minuten bei Assassins Creed: Syndicate, längere Schlangen bin ich aus dem Weg gegangen
Liebstes Loot: Nintendo-Lanyard
Das wünsche ich mir für die nächste gamescom: Mehr Mittwoche und mehr Anspiel-Stationen anstelle von nur Gameplay-Videos
Mein Ein-Wort-Fazit zur Messe: Trailer ..
Playstation Vita-nicht-anwesend-Enttäuscht-o-Meter: 3DS ftw!


Lisa Spitzer [mrscookie13]
Kaum zu glauben, dass die gamescom 2015 schon wieder vorbei ist. Am Anfang der Woche hatte ich ja schon so meine Bedenken, weil ich nur noch daran denken konnte, wie voll es beim letzten Mal schon gewesen ist. Und ja, natürlich war es auch dieses Jahr wieder so brechend voll, dass man manchmal mitten in der Masse stand und sich nicht mehr vor und nicht mehr zurück bewegen konnte.

Dennoch muss ich sagen, dass das für mich wohl die bisher beste gamescom war. Die vorherigen Jahre über habe ich mich nie irgendwo angestellt, weil ich nur das stundenlange Warten vor Augen hatte. Außerdem hatte ich ja eh keine Konsole und hatte auch so meine Bedenken, ob ich so schnell in's Spiel reinkommen würde wie erforderlich. Doch wenn man strategisch denkt und nur zu den Spielen eilt, bei denen gerade nichts los ist, dann lohnt sich das Anstehen an den großen Spielen allemal. So habe ich dieses Jahr wirklich jede Menge gesehen und angezockt: Star Wars: Battlefront, Uncharted 4, Mirror’s Edge: Catalyst, Until Dawn, Call of Duty: Black Ops III, Fallout 4, Horizon: Zero Dawn… Meine Highlights sind da schwer auszusuchen, denn mich hat alles regelrecht umgehauen. Dennoch, wenn ich mich entscheiden müsste, dann würde ich sagen, dass ich Star Wars: Battlefront, Until Dawn und Horizon: Zero Dawn am besten fand.


Das war halt einfach cool!


Das zu den großen Spielen. Dann habe ich aber natürlich auch viel Zeit in der Indie Arena verbracht, denn wie man vielleicht schon mitbekommen hat, gehört mein Herz Indie-Spielen. Ich habe mit vielen Entwicklern selbst geredet und habe mich von ihrer Liebe für die Spiele anstecken lassen. Dabei fand ich vor allem die Titel Verge, Shu und Metrico ziemlich gut.

Natürlich habe ich mich aber nicht nur amüsiert, sondern auch fleißig gearbeitet. Meine Interviews mit Etter Studio und Drinkbox Studios haben mir sehr viel Spaß gemacht, und auch mein Gespräch mit Jonathan Nevill von Marvelous Europe fand ich super. Alle sind so unglaublich nett gewesen und da macht das Ganze dann noch einmal doppelt so viel Spaß.


Hier noch einmal die Indie Arena, in der ich so manche Perle gefunden habe


Letztendlich durfte ich natürlich auch nicht vergessen, jede Menge Geld auszugeben. Manche Stunden verbrachte ich beim Merch und habe mir letztendlich eine Space Invaders-Cappy, einen Marvel-Pulli, ein Doctor Who-Portmonee und so manchen Kleinkram gegönnt. Dazu kamen natürlich auch noch die zahlreichen Goodies, beispielsweise der Tearaway-Hocker, ein Uncharted-Armband oder ein Horzion-Poster.

Ihr merkt es schon: Für mich war diese gamescom überaus erfolgreich. Ich hatte jede Menge Spaß, habe so viel gesehen und gespielt, so viel erlebt. Ich bin super zufrieden, wenn auch müde natürlich. Jetzt ruhe ich mich wohl erst einmal ein paar Tage aus und zocke zu Hause weiter.

Gamescom Highlight: Star Wars: Battlefront, Indie Arena Booth
Gamescom Lowlight: Nicht mal eine einzige Vita am Sony-Stand?
Der coolste Stand: Until Dawn (die haben da drin eine Holzhütte aufgebaut und einen verkleideten Psychopathen rumgeschickt) und Mirror’s Edge (wegen dem mega bequemen Kino bei der Präsentation)
Handheld-Spiel der Messe: Severed
Konsolen-Spiel der Messe: Star Wars: Battlefront
Gesamtzahl der StreetPass-Begegnungen: So um die 40? War da nicht so fleißig.
Längste Anstehzeit an einem Stand: Eine halbe Stunde
Liebstes Loot: Tearaway-Hocker (Goodie) und Xbox One Controller (okay, ich geb zu, der ist von Saturn, war aber immerhin wegen der gamescom im Angebot!)
Das wünsche ich mir für die nächste gamescom: vielleicht wieder wenigstens ein paar Vitas irgendwo
Mein Ein-Wort-Fazit zur Messe: Überwältigend (in jeder Hinsicht)
Playstation Vita-nicht-anwesend-Enttäuscht-o-Meter: Ziemlich hoch!


Alexander Schneider [Gardevoir ex]
Nun sitze ich bereits seit fast 2 Tagen wieder in den eigenen vier Wänden und blicke auf die gamescom 2015 in Köln zurück. So viele Eindrücke, die während einer der weltgrößten Messen auf einen hereinprasseln, können gar nicht angemessen verarbeitet werden, denn schon die schiere Menge an Erinnerungen ist gigantisch - und da waren sowohl positive als auch negative dabei. Wenn ich an die negativen Seiten der diesjährigen gamescom denke, dann sind es prinzipiell dieselben wie schon immer - die überfüllten Gänge, die drückenden Menschenmassen, die überlaufenen Hallen: All das macht das gamescom-Erlebnis in manchen Momenten wirklich zur Tortur. Im explosiven Gemisch mit der teils unerträglichen Hitze von bis zu 35 Grad und viel zu wenig Schlaf - damit muss man im Zuge der Messetage ohnehin rechnen - ergibt das gefühlt hundert Nervenzusammebrüche. Die Devise kann da nur heißen: Versuchen, wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu bekommen und vor allem VIEL trinken! Darüber hinaus avancierte das abgetrennte Pressecenter zu einer wahren Wohlfühloase, denn es war im Vergleich zu den Messehallen nicht überfüllt und zudem herrlich klimatisiert. Wenn es einen solchen Rückzugsort nicht gäbe, dann würde die gamescom vor allem an heißen Sommertagen wirklich zu einem Hort der Unerträglichkeit mutieren. Nun, genug gemeckert - ich hoffe lediglich, dass die Veranstalter die Einnahmeerwartungen ein wenig zurückschrauben und künftig mehr auf das Wohl der Besucher achten, denn dieses sollte über jedem Geldregen stehen.


Zu Besuch bei Nintendo


Widmen wir uns den positiven Seiten der gamescom 2015, denn hier sind es gleich mehrere Dinge, die mich absolut begeistert oder sogar für sich eingenommen haben. Zuerst möchte ich die großartige Zusammenarbeit und den durchweg freundlichen Umgang mit meinen Kollegen nennen, denn gerade in Stresssituationen ist entspannte Teamarbeit nicht selbstverständlich - danke an alle! Es war definitiv ein Erlebnis mit euch.

Aber auch den hauptsächlichen Grund für die Anreise möchte ich nicht vergessen - die Games. Im Vorfeld der gamescom habe ich die Erwartung geäußert, dass ich keine Erwartungen habe, da schlicht weniger Spiele mit von der Partie sein würden, die mich interessieren. Was habe ich mich getäuscht! Um langen Warteschlangen aus dem Weg zu gehen, habe ich vor allem den Pressetag am Mittwoch und die Zeit von 9-10 Uhr an den anderen Tagen, in der Fachbesucher und Pressevertreter früher hinein dürfen als übliche Besucher genutzt. Und wie! Allen voran faszinierten mich mein schon jetzt als 2016er-Highlight betiteltes Horizon: Zero Dawn, an dessen Stand ich nach Tagen des mühsamen Fragens doch noch ein wunderschönes Poster abstauben konnte, und der düstere Horror-Schocker Until Dawn, welcher mit seinem schauerlichen Stand und packender Atmosphäre punkten konnte.


Poro-Alarm!!!


Aber natürlich wären da auch noch andere Höhepunkte: Xenoblade Chronicles X enttäuschte mich in Sachen Grafik ein wenig, die Spielwelt selbst war aber dennoch unglaublich belebt und in sich selbst einfach stimmig. The Legend of Zelda: TriForce Heroes, welches wir beim wunderbar entspannten Nintendo-Pressetermin anspielen durften, punktete mit überraschend fordernden Multiplayer-Passagen und kooperativem Gameplay der Extraklasse. Gleich dreifach besuchte ich den Final Fantasy XIV: Heavensward-Stand, an dem man gegen die Bossgegner Bismarck und Ravana kämpfen musste und nach einem Sieg mit jeweils einem neuen T-Shirt entschwinden durfte. Schön, wenn es beim Zocken auch mal wirklich um was geht! Als blutiger Anfänger konnten mir mein Kollege Denis und die freundlichen Mitarbeiter von Square Enix genug Hilfestellungen geben, um dort nicht unterzugehen. Danke dafür an dieser Stelle! Viel zu schnell vorbei war es mit Assassin's Creed Syndicate, von dem mich die Ubisoft-Mitarbeiter ebenso schnell trennten, wie mich die Welt des viktorianischen London gefangen nahm. Als Veteran der Reihe musste ich den Stand einfach besuchen, so viele Ermüdungserscheinungen die Reihe mittlerweile auch zeigt.


Am Horizont wartet (hoffentlich) ein großartiges Spielerlebnis!


Unbedingt erwähnen muss ich auch die interessanten Spielerfahrungen, die ich mit Final Fantasy Explorers sammeln durfte - ich denke, mein Hands-On dazu spricht Bände. Mit großer Freude durfte ich beim Nintendo-Pressetermin feststellen, dass es dort das von mir heiß ersehnte Yo-Kai Watch anzuspielen gab. Nach all den Jahren des bangen Wartens durfte ich erstmals in die Welt der Yo-Kai eintauchen - was kann es Schöneres geben? Abschließend verweise ich gern noch auf zwei Hands-Ons, die unter meiner Beteiligung entstanden sind: Zum spaßigen Mighty No. 9 hab ich ein Fazit beigesteuert, den Bericht zu Mutant Mudds Super Challenge habe ich komplett allein beigesteuert. Beides lohnenswerte Titel.


Eine Verabredung mit Monstern


Lobend erwähnen muss ich auch die beiden Interview-Termine, die wir mit Image & Form (SteamWorld Heist) und Chris Strauß (Saber Rider and the Star Sheriffs) hatten. Beide liefen in erstaunlich entspannter Atmosphäre ab und lieferten viele neue Erkenntnisse - auf beide Interviews dürft ihr euch absolut freuen. Zu guter Letzt darf natürlich das Merch nicht fehlen, denn immerhin ist dieses für mich in jedem Jahr der vielleicht reizvollste Aspekt der Messe. Viele Stände in Halle 5.1 veranlassten mich dazu, mein mitgebrachtes Geld freigiebig zu verprassen - ohne Rücksicht auf Verluste. Irgendwie musste bei jedem Besuch der Halle etwas mitgenommen werden... Besonders stolz bin ich auf meine Hatsune Miku-Umhängetasche, meine Hatsune Miku-Plüschfigur, das sofort zu Beginn der Messe gekaufte Mein Nachbar Totoro-Kissen und das eingangs erwähnte Horizon-Poster, welches ich aber am entsprechenden Stand erbeuten konnte und somit nicht kaufen musste. Meiner Freundin habe ich natürlich auch etwas mitgebracht, wobei sie sich vor allem über das Pii-Plüschtier gefreut hat.


Sieht hier irgendwer Merch?


Alles in allem war die gamescom 2015 ein großer Widerspruch in sich: Während der Messetage verflucht man das Event und seine eigene Anwesenheit in vielen Momenten, kurz darauf blickt man sehnsüchtig auf all die schönen Erlebnisse, die es ja definitiv auch gab, zurück. Viele Augenblicke möchte man danach einfach nicht mehr missen. Dazu gehört auch das Zusammentreffen mit einigen zuvor nicht in real gesehenen Kollegen von Planet3DS und PlanetVita. Und so halten sich himmlische Erfahrungen und höllengleiche Qualen die Waage - die vielen atemberaubenden Spiele, das gekaufte Merch und die netten Gespräche mit den Kollegen haben mir die gamescom in diesem Jahr gerettet. Bis zum nächsten Mal, Köln! Auf Wiedersehen.

Gamescom Highlight: Drei Siege in Final Fantasy XIV: Heavensward, drei deshalb gewonnene Shirts sowie das viele gekaufte Merch
Gamescom Lowlight: Nicht enden wollende Menschenmassen in Kombination mit Hitze
Der coolste Stand: Horizon: Zero Dawn mit den großformatigen, anmutigen Bildwänden und den Screen-Reihen
Handheld-Spiel der Messe: Final Fantasy Explorers
Konsolen-Spiel der Messe: Horizon: Zero Dawn, obwohl es leider nur eine Präsentation gab
Gesamtzahl der StreetPass-Begegnungen: Nur ca. 60, da ich mich um andere Dinge gekümmert habe.
Längste Anstehzeit an einem Stand: Etwa 35 Minuten bei Xenoblade Chronicles X - ich bin der Warterei geschickt aus dem Weg gegangen
Liebstes Loot: Weiße Hatsune Miku-Umhängetasche
Das wünsche ich mir für die nächste gamescom: Weniger Menschen, weniger Hitze
Mein Ein-Wort-Fazit zur Messe: Kontrastreich - von posititiv bis negativ.
Playstation Vita-nicht-anwesend-Enttäuscht-o-Meter: 0%, da 3DS.


Sebastian Mauch [Paneka]
Kaum steigt man in den Zug, kommt satte 90 Minuten zu spät, schlendert einmal kurz über die Messe, und schon ist alles vorbei… Rückblickend bin ich zugegebenermaßen etwas traurig, jedoch überwiegt die Freude. Das hat gleich mehrere Gründe: Zum einen war es eine großartige Erfahrung, und zum anderen freue ich mich auch wieder auf mein Bett und meinen Ventilator - und auch die Katze natürlich. Zwar geht 24 Stunden danach der Reisestress für mich weiter, aber einmal kräftig ausschlafen und dann passt das schon. Danach kann ich mich schön in Amsterdam mit zwei Freunden vom Messetrubel erholen. In unserem Reisetagebuch habt ihr ja schon einige Erfahrungen erlesen können. Doch nachfolgend möchte ich euch nochmal schildern, was mir speziell im Kopf hängengeblieben ist, und warum das für mich persönlich die beste Gamescom aller Zeiten war.


Noch schön leer, der Fachbesuchertag.


Nach nun etwa 2 Jahren mal mehr und mal weniger intensiver Mitarbeit bei portablegaming.de, lernte ich nun den Großteil meiner Kollegen auch richtig kennen. Auf Anhieb waren sich alle sympathisch, was die Messe natürlich unter einen guten Stern stellte. Auch im Hotel gab es keinerlei Probleme in Sachen Raumaufteilung, so kann das gehen! Nach den Messetagen besuchten wir gemeinsam diverse Restaurants, was die Tage natürlich immer schön abrundete. Nahe unseres Hotels gab es ein Bistrorante namens Dolce et Vita, wo uns sehr leckere Pizzen serviert wurden. Aber auch der Burger am Anreisetag konnte sich sehen lassen. Und eine Reise wäre keine Reise, wenn man sich nicht auch mindestens einmal den Wanst mit Fastfood vollschlägt. So viel zum Rahmengeschehen, doch das eigentliche Highlight war natürlich die Messe selbst.


Nicht mehr so leer, der erste Besuchertag


Mein größtes Problem mit der gamescom bisher war die Hitze. Dies war mein dritter Besuch in Köln und ich habe noch nie eine Schlecht-Wetter-Gamescom erlebt. Trotz der Massen an Besuchern war es konkret in den Hallen recht erträglich, da haben die Klimaanlagen eine gute Arbeit geleistet. Im Boulevard, dem Gang der alle Hallen verbindet, sah es aber schon ganz anders aus. Extrem viele Leute die in zwei Richtung heizen und riesige Glasfronten die sich eine gute Portion Sonne gönnten, machten den Gang eher zu einem elendig langen Ofen. Zwar konnten wir uns jederzeit im Pressezentrum Nord zurückziehen, doch der Weg dahin war stets eine Tortur. Noch krasser war es aber im Außenbereich, allein dort durchzulaufen um eine andere Halle zu betreten hat mir schon gereicht. Ohne zu übertreiben, aber ich glaube es waren in der Sonne mehr als 40°C! Mit ein wenig Kreativität konnte ich der Hitze aber gut Einhalt gebieten. Taten die Beine weh, half der Tearaway-Hocker, der durch die Pappe extrem leicht zu transportieren war. Wurde das Gemüt zu warm, halfen die riesigen Schaumstoffhände im Banjo-Kazooie und Battletoads-Design, besser als jeder Fächer kann ich nur dazu sagen!


Na, zu welchem Stand die wohl gehört?


Abgesehen von den leidigen Problemen einer jeden Riesenmesse, das Beste zum Schluss – die Spiele! Ohne das Presseticket hätte ich wohl nicht einmal die Hälfte von dem sehen können was ich sehen wollte. So konnte ich den ganzen Mittwoch sowie Donnerstag und Freitag jeweils nochmal eine Stunde nutzen, um die großen Stände schon einmal größtenteils abzuklappern. Zu Beginn ging es direkt in den Vorführsaal von Horizon: Zero Dawn, das vor allem mit gewaltigen Landschaften und etwas unkonventionellem Gameplay aufwarten konnte. Außerdem hat mich einen Tag später der spielbare Horror-Thriller Until Dawn überrascht. Als Riesenfan von Heavy Rain-ähnlichen Spielen musste ich das unbedingt antesten und war positiv überrascht. Nicht nur Ingame war die Atmosphäre extrem beklemmend, sondern auch im Vorführraum, der von Innen wie eine alte Holzlaube aussah, mit durch Schwarzlicht leuchtenden Fingerabdrücken und Todesbotschaften. Außerdem lief ein Mitarbeiter des Stands im Mörderkostüm herum und ich konnte ich Ruhe beobachten, wie sich dieser von hinten an meine geschätzte Kollegin Lisa heranschlich und sie erschreckte. Herrlich, wenn auch etwas schadenfroh. Sicher gab es auch noch zahlreiche andere tolle Momente, diese aber hier aufzuzählen würde schlichtweg den Rahmen sprengen.

Zum Schluss möchte ich mich persönlich noch recht herzlich bei 4players bedanken, dass sie uns diese Unternehmung ermöglicht haben.

Gamescom Highlight: Der unglaublich entspannte Fachbesuchertag!
Gamescom Lowlight: Viele tolle Fotos, doch leider auch viele unterbelichtet.
Der coolste Stand: Tearaway Unfolded, zahlreiche Anspielstationen verpackt in einen märchenhaften Pappwald, und dann noch die tollen Falthocker *_*
Handheld-Spiel der Messe: Komischerweise fällt mir spontan nichts ein, traurig eigentlich...
Konsolen-Spiel der Messe: Un-fucking-charted 4, die Gameplay-Präsentation hat mich sowas von geflasht, ich hätte am liebsten den Vorführaparillo mitgenommen.
Gesamtzahl der StreetPass-Begegnungen: It’s over 9000! Na gut, nicht ganz, aber über 500 waren es mit Sicherheit! Und sogar ein 3DS-Dev war dabei.
Längste Anstehzeit an einem Stand: Erstaunlicherweise waren das nur knapp anderthalb Stunden bei FF IV Heavensward, doch leider haben meine Teammates versagt.
Liebstes Loot: Gekauft: ein Plüsch-Poogie. Gelooted: zahlreiche Shirts.
Das wünsche ich mir für die nächste gamescom: Mehr Gratisspiele, und wieder so hilfreiche Goodies gegen die Hitze.
Mein Ein-Wort-Fazit zur Messe: Schwein!
Playstation Vita-nicht-anwesend-Enttäuscht-o-Meter: Ehrlich gesagt, gab es vor allem im Indiebereich extrem viel Vita-Zeug, da ich aber keine besitze, tangiert mich das peripher.


Denis Wewetzer [Azure]
Erst wenn man in den Zug gestiegen ist, merkt man eines: Die schönen Messetage sind vorbei. Man befindet sich wieder auf dem Weg in das traute Heim. Man muss sich von den tollen Leuten verabschieden, mit denen man die letzten Tage verbracht hat. Das ganze mag recht melancholisch klingen, doch ich muss sagen, wieder sehr zufrieden zu sein von dem, was ich so erlebt habe. Die letzte Woche hat mir sehr viel Spaß gemacht und das obwohl mir die vollen Hallen mal wieder tierisch auf die Nerven gegangen sind. Aber wiederum positiv hier war, dass ich inzwischen gute Wege gelernt habe, diesem Getummel aus dem Weg zu gehen. Aber das greift dem Ganzen ein wenig voraus, also schauen wir uns das mal genauer an.


Pictured: Lots and lots of people.


Da ich mich absolut gar nicht darüber informiert habe, was überhaupt auf der Messe zu finden sein wird, war jeder Stand wie ein Überraschungsei. Leider mit weniger Schokolade, nur damit kann ich eigentlich ganz gut leben. Aber so habe ich mich gefreut, bei SquareEnix, neben dem bereits erwarteten Final Fantasy XIV (bei dem ich natürlich schrecklich viel Zeit verbracht habe) auch Dragon Quest Heroes zu sehen. Hier gab es zudem eine kleine Herausforderung, einen Boss zu besiegen und damit ein T-Shirt abzugreifen. Das Spiel hat mir Spaß gemacht (als alter Warriors-Fan, war das schon zu erwarten) und somit konnte ich es mir nicht nehmen lassen, solch ein Shirt abzugreifen. Joink!

Aber wie vorher bereits erwähnt habe ich mich natürlich auch bei Final Fantasy XIV aufgehalten. Nachdem vor Kurzem erst die erste große Erweiterung nach dem Reboot, Heavensward, erschienen ist, konnte ich mich hier nochmal richtig austoben. Da man hier die Klassen auf Lvl 60 an die Hand gelegt bekommt und ich noch nicht mit allen Klassen so weit bin, konnte ich mir schonmal einen kleinen Eindruck von den neuen Fähigkeiten machen. Außerdem gab es mit der Battle Arena tatsächlich ein gute Herausforderung an die Hand und die hier gebotenen Challenges waren auch ganz nett. Zu schade, dass ich bei meinen insgesamt acht Versuchen nicht ein einziges mal "Strike a Pose" bekommen habe, bei dem man für kurze Zeit alles stehen und liegen lassen musste, um in echt die Pose von Hildibrand im Spiel nachzumachen. Das hätte mir deutlich mehr Spaß gemacht.


Das wäre echt cool gewesen. Aber leider sollte es nicht sein.


Abgesehen davon war ich sehr fröhlich überrascht, Dark Souls III auf der Messe zu sehen, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Um es allerdings kurz zu fassen: Es ist Dark Souls. Es macht unglaublich viel Spaß und ist nicht zu leicht, es gibt viel zu erkunden und das Kampfsystem ist durchdacht und gewohnt spaßig. Ich freue mich auf den Teil und werde wohl schon bei Release zuschlagen. Selbes gilt für Mirror's Edge: Catalyst, bei dem man zwar nur eine 13-minütiges Demo anzocken konnte, diese aber viel Lust auf mehr macht. Meine einzige Sorge ist hierbei, dass der Titel viel verspricht. ZU viel. EA hat macht mir damit mehr Angst als Vertrauen zu schaffen. Hoffentlich geht das gut. Weniger Sorgen mache ich mir da Guitar Hero Live, das mit einem neuen Controller wieder sehr viel Spaß gemacht hat. Cool war auch die Aktion am Ende, bei der man vor einem Greenscreen mit einer Plastik-Gitarre abgehen konnte, wobei mehrere Fotos geschossen worden, die als Gif angeordnet worden. Hier nur eines dieser Bilder:


Ich bin halt verrückt nach Musik-Spielen, dieses ist keine Ausnahme.


Kommen wir aber mal zum eigentlich Aspekt, wegen dem ich bei der gamescom war: Handheld-Spiele! Als Vita'ler war ich schrecklich enttäuscht von Sony, dass sie nicht eine einzige Vita an ihrem Stand hatten. NICHT. EINE! Das zeigt einen sehr offenen Ton, wie selbst der Entwickler zu ihrem Handheld steht und lässt mich nicht gerade frohen Mutes sein. Wenigstens hielt Marvelous weiter die Flagge oben, indem sie Corpse Party: Blood Drive auf zwei Vitas zeigten. Wenigstens etwas, aber wirklich fröhlich stimmt mich das nun trotzdem nicht.

Aufgeheitert wurde ich aber durch ganz viele andere Dinge: Messegoodies! Wie im letzten Jahr konnte ich es mir nicht verkneifen, ordentlich Zeug abzugreifen. Insgesamt sind so zehn Shirts in meinen Besitz gewandert (von denen ich vier an andere Leute abgegeben habe) und diverses andere Zeug war auch noch dabei, was ich nun nicht detailliert auflisten möchte. Wichtiges Anliegen dieses Jahr für mich war es allerdings auch, nicht nur Sachen zu gewinnen, sondern auch mal was zu kaufen: Ein Schlüsselschwert, um genau zu sein. Letztes Jahr habe ich eines gesehen, bevor ich es kaufen konnte, wurde der Laden allerdings geschlossen. Dementsprechend habe ich dieses Jahr nicht gezögert und wie ihr im Tagebuch bereits sehen konntet, war ich erfolgreich. Aber da ist noch ein wenig mehr in meinen Besitz gelandet, was ihr euch hier ansehen könnt:


Loot loot.


Das war es aber schon wieder. Die gamescom hat ihre Pforten geschlossen und nun muss wieder ein Jahr gewartet werden, bis wir wieder in den Genuß dieser schönen Messe kommen. Ich hatte eine Menge Spaß, ich habe einen ganzen Haufen von Zeug abgegriffen und habe die folgenden Tage erstmal genutzt, um mich richtig auszuschlafen. Ich hoffe ihr hattet alle genauso viel Spaß und vielleicht sieht man sich ja im nächsten Jahr! Bis dahin, bleibt gesund und spielt weiter.

Gamescom Highlight: Erneutes Treffen mit meinen Redaktions-Kollegen
Gamescom Lowlight: Zu wenig Fotos für gescheitere Fotos des Tages.
Der coolste Stand: Sony mit Guitar Hero Live. Man fühlte sich da doch schon ein wenig wie auf einer richtigen Bühne, wenn genug Leute vorbeigegangen sind.
Handheld-Spiel der Messe: Ehm... Ja.... Final Fantasy Explorers? Vielleicht... Eigentlich keines wirklich.
Konsolen-Spiel der Messe: Als Fan dieser Spielart, definitiv Dark Souls III. Es ist zwar immernoch Dark Souls, aber es macht eben Spaß.
Gesamtzahl der StreetPass-Begegnungen: Um die 400 oder so. Ich war mal etwas fleißiger hiermit.
Längste Anstehzeit an einem Stand: Über zwei Stunden bei der Final Fantasy XIV Battle Arena am Freitag. Das waren wirklich viele Leute.
Liebstes Loot: Beides zwar gekauft, aber definitiv der Korosensei-Plüschie und das Schlüsselschwert Memoire.
Das wünsche ich mir für die nächste gamescom: Das sie hoffentlich so ähnlich wird, wie dieses Jahr.
Mein Ein-Wort-Fazit zur Messe: Loot!
Playstation Vita-nicht-anwesend-Enttäuscht-o-Meter: 10/10, would be disappointed again.

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Jetzt seid ihr an der Reihe! Wie fandet ihr die Messe? Wart ihr vor Ort oder habt ihr nur vom sicheren Haus aus verfolgt, was so passiert ist? Was waren eure Lieblingsspiele oder Momente? Wie freuen uns auf eure Eindrücke!


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8 Kommentare

profil 120 comments
[05.08.2015 - 09:54 Uhr]
JoWe:
Na, die Bahnfahrt ist ja schon mal ein adäquater Auftakt für eine trubelige Messe ;-P Der Burger schien aber schon mal entschädigt zu haben.
Wünsche euch viel Spaß auf der Gamescom!
profil 99 comments
[08.08.2015 - 20:57 Uhr]
E39freak:
Ich war am Freitag da und fand ihn richtig beschissen. Ich werde mit der gamescom einfach nicht richtig warm - ist ne Art Hassliebe. Ich finde es einerseits richtig geil, die Firmen zu treffen und die ganzen "Kollegen" zu sehen, die Cosplayer die total coole Kostüme haben.

Aber ich hasse dieses kuschelige Sardinenbüchsen-Flair und den ganzen Kommerz dahinter. Wirkt auf mich stark wie ein Flohmarkt mit Eintrittsgeld.

Ich ziehe für die Zukunft für mich die Konsequenz die gamescom nur noch als Fachbesucher zu besichtigen, so dass man am Mittwoch sich Zeit für die Messe nehmen kann und am Donnerstag dann sich Zeit für das Gedränge nehmen kann - ohne Angst haben zu müssen was zu verpassen.

Ich vermute dass mittlerweile selbst der Sonntag recht überlaufen ist?
profil 1006 comments
[09.08.2015 - 00:15 Uhr]
Alanar Tjark Michael Wewetzer
@E39freak: Da die Tagestickets aus dem Vorverkauf für alle Messetage vergriffen waren, ist stark davon auszugehen.
profil 99 comments
[09.08.2015 - 16:28 Uhr]
E39freak:
@Alanar hab Gerüchte gehört, dass für Sonntag weniger Tickets verkauft werden als für Samstag. Sprich trotz ausverkauften Tickets wären weniger Menschenmassen da...

Aber, ist mir auch schon fast egal.. ist zu sehr eine Hassliebe die langsam auf Hass rausgeht...
profil 604 comments
[10.08.2015 - 22:02 Uhr]
Leopardchen:
Ich haette jetzt gerne eigentlich sowas simples wie: alle 3DS neuankuendigungen in einer Liste...
profil 17 comments
[10.08.2015 - 22:40 Uhr]
Azure Denis Wewetzer
Das ist schnell gemacht:

-

Done. :D
profil 604 comments
[11.08.2015 - 17:28 Uhr]
Leopardchen:
Ernsthaft? :/ Ich habe lange schon kein Spiel mehr gekauft. Xenoblade, und das war's. Seitdem warte ich auf was interessantes neues. Ein paar Dinge sind da schon am Horizont, aber... im Moment ist eine derartige Spieleflaute, wie im 3DS Releasejahr -- manchmal kamen danach jeden Monat, oder jeden zweiten Monat mal Spiele heraus, welche mich interessierten. Momentan ... nichts. Vom eShop und Kleinigkeiten darin abgesehen.

Davon abgesehen frage ich mich, ob nochmal irgendwann was 3DS exklusives rauskommt? Wird XC das einzige N3DS Spiel bleiben?
profil 1006 comments
[11.08.2015 - 23:13 Uhr]
Alanar Tjark Michael Wewetzer
Ist leider wirklich so. Die einzigen Ankündigungen, die ich in der gamescom-Zeit aufgeschnappt habe, sind ein Erscheinungstermin für Zelda: Tri Force Heroes und die Mewtu-amiibo-Figur (beides am 23. Oktober) sowie eine Verschiebung für Rodea: The Sky Soldier (13. November). Neuankündigungen gab es gar keine, was aber jetzt auch nicht sooo verwunderlich ist - sowas ist bei der gamescom allgemein eher die Ausnahme als die Regel.

Mit der Releaseflaute hast du aber wirklich recht. Der 3DS befindet sich momentan mitten im Brennpunkt des Sommerlochs. Der nächste "große" Release ist Senran Kagura 2 im August, bevor es dann im September langsam wieder mit Etrian Mystery Dungeon und Hatsune Miku ins Rollen kommt und die Weihnachtssaison dann endlich mal wieder etwas mehr Software in die Regale spült - wenngleich noch immer in überschaubarer Menge.

Was New-3DS-Exklusivtitel anbelangt: Ich würde mich schon darüber freuen, wenn es Spiele mit New-3DS-Boni geben würde. Abseits von Smash Bros., Monster Hunter 4 und Xenoblade macht ja praktisch kein Spiel etwas mit der zusätzlichen Power (und selbst da könnte man über Smash Bros. noch streiten). Mit dem kommenden NFC-Adapter fällt ja auch die amiibo-Kompatiblität als Alleinstellungsmerkmal weg. Da müsste wirklich mal so langsam etwas kommen.
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