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Event: Hey, das macht ja doch Spaß! Reisebericht zu Nintendos Post-E3-Event

PortableGaming-Team, am 25.06.2015, Seite 1 von 1

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Was folgt bei Nintendos stets auf die E3? Klarer Fall, das traditionelle Post-E3-Event, das dieses Jahr wieder in Frankfurt abgehalten wurde. Die deutsche Spielepresse wurde dazu eingeladen, sich die kommenden Hits für Wii U und 3DS aus nächster Nähe anzuschauen – frisch aus den Vereinigten Staaten eingeflogen. Die Gelegenheit haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen und sind sogleich am verregneten Dienstag in die Bahn gestiegen, in unseren Köpfen schon die kühnsten Vorstellungen über das, was uns womöglich erwarten mag. Natürlich auch mit einer gewissen Portion Skepsis, fiel doch zumindest das Nintendo Digital Event im Rahmen der E3 2015 eher ernüchternd aus.




Zum Glück noch trockenen Hauptes im riesigen Bürogebäude angekommen, begaben wir uns direkt in den Raum Mario, wo die Party steigen sollte. Und tatsächlich hat Nintendo in diesem Jahr mächtig Platz geschaffen: Der Saal präsentierte sich nämlich extrem geräumig und beheimatete neben zahlreichen Anspielstationen auch eine kleine Lounge sowie ein Snack-Abteil. So lässt's sich doch zocken! Natürlich waren wir hier aber nicht der Verpflegung wegen hier, sondern um der Spiele willen. Daher widmen wir uns auch umgehend den persönlichen Eindrücken unserer beiden Anzocker, die in Frankfurt am Start waren.

Übrigens: Sämtliche Bilder dieses Artikels lassen sich durch Anklicken in einer vergrößerten Version anzeigen - inklusive des Motivs für unser Header-Bild!

Der mit dem brennenden Kleid:
Tjark Michael Wewetzer [Alanar]
Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht, dass mich die gesamte E3 irgendwie kalt ließ, zumal die einzigen beiden für mich wirklich spannenden Titel zu denen gehören, die ich gerne ohne weitere Informationen einfach nur noch spielen möchte. In gewisser Weise hoffte ich dann aber schon irgendwie, dass Nintendo Fire Emblem Fates und Genei Ibunroku #FE in Frankfurt am Start hat. Klar, ist extrem unwahrscheinlich, zumal die einzigen verfügbaren Builds in japanischer Sprache gehalten sind, aber A) durften wir vor einigen Jahren direkt nach Ankündigung von The Legend of Zelda: A Link Between Worlds eine erste Proberunde mit dem Spiel drehen und B) war Nintendo zu Zeiten von Operation Rainfall auf der gamescom mit den japanischen Versionen von The Last Story und Pandora's Tower vertreten. So abwegig war der Wunsch also nicht.

Um es kurz zu machen: Die beiden Rollenspiele waren selbstverständlich nicht vor Ort. Gleichermaßen vermisste ich kurioserweise das kontrovers diskutierte Metroid Prime: Federation Force, mit dem ich schon irgendwie fest gerechnet hatte. Stattdessen war „nur“ Blast Ball vertreten, so wirklich zum Schaden der ganzen Erfahrung war das jetzt aber nicht. Nachdem man uns direkt zu einem kleinen Space-Marine-Fußballmatch einlud, waren wir innerhalb weniger Minuten äußerst angetan von dem Titel. Da kam sogar richtig Stimmung in unserer Sechsergruppe auf. Hoffentlich kann das Hauptspiel in Sachen Spielvergnügen daran anknüpfen! Übertrumpft wurde das jedoch eindeutig von Zelda: Tri Force Heroes, das ebenfalls voll und ganz auf den Multiplayer setzt – hier aber in rein kooperativer Form. Was ich erst als eine simple Neufassung von Four Swords auf dem Radar hatte, entpuppte sich äußerst schnell als ein anspruchsvolles Action-Adventure, das euren Kopf genauso fordert wie den Zusammenhalt eurer Gruppe. Natürlich führte das Zusammenspiel dreier Leute schnell mal zu lustigen Patzern wie etwa meiner Liebesgeschichte mit den vielen Fallgruben der Welt, aber nichts konnte unser Erlebnis so wunderbar unterstreichen wie der magische Moment, den wir am Ende unseres kleinen Gameplay-Mitschnitts eingefangen haben. Schaut ihn euch unbedingt an! ...ich müsste nur den Upload mal zeitig fertigkriegen.





Apropos magischer Moment: Star Fox Zero für die Wii U war natürlich als praktisch größtes E3-Zugpferd für die Konsole ebenfalls vor Ort. Und das ist auch gut so, denn von der E3-Präsentation her sah der Weltraum-Shooter einfach nur merkwürdig aus – insbesondere durch das ungewöhnliche Steuerungskonzept. Genau deswegen ging ich zunächst auch das Training an, um mich mit dem seltsamen Mix aus klassischer Arwing-Lenkung und Motion-Control-Ballereien vertraut zu machen. Und was soll ich sagen: Danach lief das wirklich fast wie geschmiert! Der Corneria-Level zeigte sich schon jetzt äußerst furios, wenn auch grafisch mit diversen Ecken und Kanten (wortwörtlich). Was mir das Spiel aber umgehend verkaufte, war eine Zwischensequenz gen Ende des Abschnitts: Während auf dem Fernseher ein paar langsam antanzende Mechs vorgestellt wurden, bemerkte ich auf dem GamePad-Screen, dass ich augenscheinlich noch die volle Kontrolle über meinen Arwing hatte. Ich frage mich, ob man die Gegner dann wohl direkt auf's Korn nehmen kann… Jupp, das geht! Und während mich noch meine Teamkameraden über die antapsende Gefahr warnen, explodieren die Walker schon auf dem großen Bildschirm. Diese nahtlose Verschmelzung von Zwischensequenzen und Gameplay gefällt mir schon jetzt äußerst gut, sie erfordert nur einiges an Umgewöhnung.

Und das waren im Prinzip auch schon meine größten Highlights der Veranstaltung. Klar, es waren noch viel mehr Titel am Start, aber die hielten mein Interesse nicht so sehr. Über Chibi-Robo: Zip Lash verrate ich euch an anderer Stelle mehr, Mario Tennis: Ultra Smash wirkte wie ein rudimentäres Update einer Sportspiel-Reihe, mit der ich seit geraumer Zeit nichts mehr anfangen kann, Yo-kai Watch sieht knuffig und lustig aus, Super Mario Maker ist so überhaupt nicht mein Ding und Mario & Luigi: Paper Jam Bros. möchte ich aufgrund diverser Enttäuschungen mit drei der vier Vorgänger lieber meiden. Und dass Nintendo sowohl den bereits veröffentlichten neuen Smash Bros.-DLC als auch das morgen erscheinende Yoshi's Woolly World im Gepäck hatte, sei an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Insgesamt besserte das Post-E3-Event aber meinen Gesamteindruck von Nintendos Messe-Lineup. Das war fast schon der rote Faden, der sich durch diese Veranstaltung zog: Was im Stream noch eher öde und ernüchternd wirkte, fühlt sich einfach richtig und wirklich gut an, wenn man es erst einmal selbst in der Hand hat. Insofern bin ich echt guter Hoffnung, was einige vermeintliche Enttäuschungen wie etwa Metroid Prime: Federation Force anbelangt. Und hey, wenn's scheitert haben wir immer noch Blast Ball.

Der noch heute an das Buffet denken muss:
Sebastian Mauch [Paneka]
Wie so viele war auch ich reichlich skeptisch darüber, was Nintendo uns in der E3-Präsentation geboten hat. Mit einem etwas seltsamen Gefühl machte ich mich also in aller Frühe auf in die Finanzstadt Frankfurt am Main. Dort angekommen trennte uns letztlich nur noch ein kleiner Fußmarsch von unserem Ziel und schon waren wir bei Nintendo angekommen. Als wir den Veranstaltungsraum betraten, waren wir zunächst positiv überrascht. Auf viel Fläche wurde reichlich Wert auf Ambiente gelegt, zum Beispiel mit unzähligen Demo-Stationen, gemütlichen Sitzecken, einer Retro-Ecke und sogar einem Kantinenbereich. Nachdem wir mental angekommen waren zückte Tjark auch ohne große Umschweife die Digicam und hielt sie direkt auf das Vorführgerät von Yo-Kai Watch.

Den Anfang machte ich. Auch wenn ich schon seit ein paar Jahren mit der Pokémon-Reihe nicht mehr viel am Hut habe, war ich dennoch gespannt auf dieses Spiel, zumal ich ein Riesenfan von Professor Layton bin und generell sehr viel von Level-5 halte. Nach einer netten Instruktion der hübschen Hostess starteten wir auch sofort durch und machten uns auf die Suche nach den kleinen verspielten Yo-Kai. Wenige Minuten später hatten wir die Demo dann auch durch und zogen weiter. Auf dem Plan standen noch weitere Titel wie Blast Ball, The Legend of Zelda: Tri Force Heroes und natürlich auch ein paar Wii-U-Spiele. So zockten wir uns im ständigen Wechsel von Station zu Station und sammelten haufenweise Eindrücke, wobei die Positiven definitiv die Überhand hatten. Lediglich Chibi-Robo: Zip Lash und Mario & Luigi: Paper Jam Bros. wirkten noch ein wenig ausbaufähig. Wobei ich sagen muss, dass mich Chibi-Robo bisher immer total kalt gelassen hat. Das neue Hüpfabenteuer mit der neuen Zip-Lash-Mechanik sah aber doch ziemlich spaßig aus, auch wenn sich mein geschätzter Kollege etwas über die hakelige Steuerung beklagte.





Jetzt ausnahmsweise mal etwas abseits der Spiele. Nach ein paar Aufnahme- und Anspielrunden hat man sich die Beine gefühlt bis in den Bauch gestanden und braucht natürlich erstmal eine Pause. Da war es der reinste Segen dass Big N den Besuchern kostenlos Verpflegung anbot. Wo anfangs nur kleinere Häppchen und Getränke standen, gesellten sich um die Mittagszeit auch warme Gerichte, Salate und Desserts dazu. Alles vom Feinsten, kann ich euch sagen. Wären da nicht die Spiele, wäre ich schon alleine für das Dinner dort aufgeschlagen, ohne Witz! Der seltsame Quark-Gemüse-Auflauf und die entzückend garnierten Desserts waren so unglaublich lecker, dass ich mich zugunsten der anderen Gäste bremsen musste nicht alles wegzufuttern. Gut, so extrem war es am Ende nicht, trotzdem hinterließ diese Geste des Gastgebers sicher bei vielen Gästen einen heimischen Eindruck. Nun wollen wir uns aber auch wieder den Spielen zuwenden.

Mein geheimes Highlight des Events war erstaunlicherweise keines der 3DS-Riege, sondern der Super Mario Maker für die Wii U. Davon waren auch ziemlich viele Stationen aufgebaut, allesamt mit riesigen hochauflösenden Curved-TVs - ein Genuss, dort Spiele anzutesten. Angekommen an einer der Stationen, mussten wir einen Nintendo-Mitarbeiter beim Durchzocken aller Levels unterbrechen, der uns sogleich auch einen kurzen Crashkurs gab und uns während des Spielens begleitete. Ich will jetzt kein Hands-On hier hineinsetzen, darum sage ich nur kurz was mich an diesem „Spiel“ so fasziniert hat. Die Freiheit, die Vielfalt, das Interaface, die Miiverse-Anbindung, oder kurz – einfach alles! Selbst als kompletter Laie kann man total schnell eigene, knifflige Levels basteln und anderen Spielern zur Verfügung stellen. Stirbt man beim Zocken der Levels an einer Stelle, wird dieser außerdem mit einem „X“ markiert. Der Witz daran ist, dass man auch die Todesorte anderer Spiele angezeigt bekommt, was nicht selten für Gelächter gesorgt hat. Aber nun gut, belassen wir es dabei. Super Mario Maker ist schon sowas von gekauft, das glaubt ihr gar nicht.

Direkt daran schlossen sich Tri Force Heroes und Blast Ball an. Mal wieder abseits von Monster Hunter 4 Ultimate richtig sinnvoll kooperativ zusammen zu spielen, war einfach genial. Was bei Blast Ball ein unbändiger, sportlicher Eifer war, waren bei Tri Force Heroes unsere zahlreichen Missgeschicken. Nicht selten muss wir herzhaft lachen und Tjark lag sogar einmal kurz auf dem Boden, weil ein Spieler kurz vor Abschluss eines Levels das Zeitliche segnete - HERRLICH! Gegen Ende holte uns noch Nostalgie ein, als wir uns eine Vitrine ansahen, die mit Geräten und Spielen den Werdegang von Nintendo zeigte. Aber auch ein paar lustige Runde Super Smash Bros. waren für uns drin. Nach all diesen Erlebnissen machten wir uns guten Gewissen wieder auf den Heimweg, und freuen uns bereits jetzt auf die nächste Veranstaltung!

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