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Kolumne: E3 2015 - Ein kleiner Rückblick auf den Messewirbel

PortableGaming-Redaktion, am 23.06.2015, Seite 2 von 2

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Tjark Michael Wewetzer [Alanar]
Gähn… Oh, das war jetzt nicht auf das allgemeine E3-Programm bezogen, sondern mehr auf meinen dank Konferenzenflut vollkommen verschobenen Schlafrhythmus, passt aber eigentlich doch irgendwie ganz gut zu meiner Einstellung gegenüber der Messe. Das liegt aber weniger daran, dass die Vorstellungen der Konsolen- und Spielehersteller so unsagbar schlecht gewesen seien – das kann man nämlich so überhaupt nicht sagen. Aber irgendwie fehlte mir so ein richtiges persönliches Highlight. Irgendwas, das mich komplett wegbläst.

Am ehesten kamen da Sony und Square Enix an, die mit dem neuen NieR, Shenmue III und dem knuffigen World of Final Fantasy einige spannende Titel aus dem Hut zauberten. Aber keiner davon lässt mich in wirkliche Begeisterungsstürme ausbrechen. NieR ist ein Kulthit, bei dem ich persönlich aber lieber zugesehen als selbst gespielt habe. Mit Shenmue habe ich bislang keine Berührungspunkte gehabt und dementsprechend keinen allzu großen Enthusiasmus für den dritten Teil. Und zu World of Final Fantasy ist derzeit schlichtweg zu wenig bekannt, als dass ich das großartig hochhypen würde.


Auch bei Nintendo erwartete mich mehr ein rudimentäres Programm ohne wirklich große, superspannende Highlights – die endgeniale Muppet-Show mal ausgenommen. Auf Xenoblade habe ich nach dem Marsch durch den Vorgänger so überhaupt keinen Bock, Star Fox Zero müsste ich erst einmal anspielen, bevor ich wirklich meine Meinung dazu abgeben könnte und Hyrule Warriors Xtreme Legends ist – trotz all der Stunden, die ich in das Wii-U-Original versenkt habe – aufgrund der schwächeren 3DS-Hardware jetzt auch nichts wirklich Großartiges. Und so sehr ich auf Fire Emblem Fates und Genei Ibunroku #FE warte (und sie nur zu gerne jetztgleichsofort zocken würde), sind das eigentlich Spiele, zu denen ich mir im Vorfeld am liebsten gar nichts mehr ansehen möchte, um den Überraschungseffekt zu erhalten. Immerhin teile ich nicht den allgemeinen Unmut um Metroid Prime: Federation Force, was aber wohl eher daran liegt, dass ich kein absoluter Ultrafan der Reihe bin.

Vielleicht bin ich E3-müde geworden, vielleicht ist es auch einfach meine schlafmangelbedingte Allgemeinmüdigkeit, die hier durchklingt, aber für mich fehlte auf dieser E3 einfach etwas. Hoffen wir mal, dass sich das zur gamescom legt.

Handheld-Spiel der Messe: Fire Emblem Fates (3DS)
Konsolen-Spiel der Messe: Genei Ibunroku #FE (Wii U)
Beste Pressekonferenz: Sony – Die Macht des dreifachen Knalleffekts
Größte Überraschung: NieR New Project kommt von PlatinumGames (und PG hat seine Finger gefühlt überall mit drin)
Größte Enttäuschung: Nintendo ließ richtige Knaller beim Digital Event vermissen
Wunsch für 2016: Ein Mittel gegen Müdigkeit, damit ich nicht kurz vor der Sony-Konferenz wegratze


Alexander Schneider [Gardevoir ex]
Ich hatte von vornherein keine allzu großen Erwartungen an die diesjährige Ausgabe der E3 - meine Befürchtungen hatte ich schon in unserem Pre-E3-Podcast geäußert. Nun gehört die E3 2015 der Vergangenheit an, und meine doch recht deutlichen Zweifel wurden (leider) bestätigt. Natürlich wurde man in der Vergangenheit häufig mit der Präsentation völlig neuer Konsolen oder absoluter Spielehighlights verwöhnt und klar, man kann nicht in jedem Jahr dasselbe Niveau erwarten, doch wurde uns anno 2015 reichlich kalter Kaffee aufgetischt. Ich muss zugeben: Vor der E3 habe ich von Nintendos Digital Event noch am meisten erwartet, da vor allem die Wii U jede Stärkung brauchen kann, doch leider transformierte sich die freudige Erwartung im Laufe der Präsentation in eine Mischung aus Gleichgültigkeit und Enttäuschung. Immerhin: Zwischendurch waren ein paar Lichtblicke dabei. Als absoluter Animal Crossing-Narr sollte mir jeder zutrauen, dass Animal Crossing: Happy Home Designer für mich ein virtuelles Paradies ist. Noch höher im Kurs steht bei mir allerdings Fire Emblem Fates, wenngleich im Rahmen des Treehouse-Streams wesentlich interessanteres Bildmaterial gezeigt wurde als beim Digital Event. Schon die Tatsache, dass diese Strategie-Perle in gleich zwei Versionen erscheinen wird, die sich elementar voneinander unterscheiden, lässt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Während ich für Metroid Prime - Federation Force rein gar nichts übrig habe, schätze ich The Legend of Zelda: Tri Force Heroes immerhin als Multiplayer-Granate ein, die eine Chance verdient. Und Yo-kai Watch kommt nach all den Jahren auch endlich zu uns... Man, war das eine elendige Warterei! Definitiv eines der Spiele, auf das ich am gespanntesten bin! Als unbelehrbarer Pokémaniac habe ich mir zwar leise Hoffnungen auf neue Pokémon-Editionen gemacht, aber Yo-kai Watch scheint mir schon jetzt ein würdiger Ersatz zu sein.

Und dann wäre da ja noch die Wii U... Der man durch die E3 nur wenig neues Leben einhauchen konnte. Dabei hätte sie es bitter nötig! Okay, wenn man bedenkt, wie die PS Vita-Leute abgespeist wurden, könnte man das beinahe ein Luxusproblem nennen, dennoch hätte ich mir da mehr erwartet. Immerhin konnte man mit dem schaurig-schönen Gruselspektakel namens Project Zero: Priesterin des schwarzen Wassers aufwarten, dessen Veröffentlichung ich schon seit langer Zeit herbeisehne. Das bereits Ende dieses Monats erscheinende Yoshi's Woolly World hat mir zwar auch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, gehörte für mich aber eigentlich nicht mehr in eine derartige Präsentation - der Release ist ja nur einen Wimpernschlag weit entfernt. Xenoblade Chronicles X konnte das Digital Event nur bedingt retten, obwohl ich mich als großer Fan des Vorgängers riesig auf das RPG freue. Die große Frage: Muss man sich als Nintendo-Präsident nun wirklich entschuldigen oder rechtfertigen? Meine Meinung lautet: Nein. Man ist schließlich nicht dazu verpflichtet, den Konsumenten etwas genau dann zu liefern, wenn sie es erwarten. Manchmal benötigen gute Dinge einfach Zeit und nicht immer sind die Erwartungen der Spielerschar angemessen. Immerhin - Nintendo konnte einige Spiele liefern, die ich jetzt schon herbeisehne. Ich sage nur: Genei Ibun Roku #FE.


Sieger in diesem ganzen PK-Zirkus ist für mich aber definitiv Sony, da Nintendos größter Konkurrent zumindest in Sachen PS4 liefern konnte. Und wie! Horizon: Zero Dawn ist mein persönliches Messehighlight überhaupt und erzeugte mit seinem elegischen, anmutigen Trailer augenblicklich Gänsehaut. Wow! Eine epische Szenerie jagt die nächste und untermalt wird das Ganze von einer umwerfenden Optik und einem noch umwerfenderen Soundtrack. Und: Es ist endlich mal was Neues! Guerilla Games kredenzen uns hier ein völlig neues Franchise - genau das, was ich bei Nintendo 2015 schmerzlich vermisst habe. So viel Esprit hätten Miyamoto und Co. mal an den Tag legen sollen! Aber da wäre nicht nur das Endzeit-Epos Horizon, sondern auch das opulente No Man's Sky und das überraschend präsentierte The Last Guardian, das auch für mich einen sensationellen Startpunkt der Sony-PK markierte.

Ich könnte nun auch noch über das wundervoll wirkende Uncharted 4, World of Final Fantasy und alles weitere referieren, das würde den Rahmen allerdings vollends sprengen. Meine letzten Worte gelten Assassin's Creed Syndicate, dem neuesten Ableger der von mir so geliebten wie gehassten AC-Serie. Geliebt, weil sie so verdammt atmosphärisch ist. Gehasst, weil Innovation hier als Fremdwort durchgehen könnte. Und doch: Syndicate besticht mit seinem großartigen Setting und dem schon jetzt liebenswürdigen Geschwisterpärchen. All das lässt mich nur zu einem Schluss kommen: Die E3 war keineswegs revolutionär, hatte aber ihre Glanzpunkte - welches Wort würde da besser passen als "Durchschnitt"?

Handheld-Spiel der Messe: Fire Emblem Fates und Yo-kai Watch
Konsolen-Spiel der Messe: Horizon: Zero Dawn
Beste Pressekonferenz: Sony
Größte Überraschung: Dass mich Genei Ibun Roku #FE noch mehr packen konnte als ohnehin schon.
Größte Enttäuschung: Nintendos Digital Recycling-Event
Wunsch für 2016: Mehr Kreativität. Splatoon beweist doch, dass es geht!


Nicola Hahn [501.legion]
Alljährlich ruft die E3 zur großen Pressekonferenz-Schau der Spieleentwickler. In diesem Jahr bin ich ohne große Erwartungen an die Messe herangetreten, die neue Konsolen-Generation ist schließlich schon abgearbeitet und wer diese nicht besitzt, der hat auch dementsprechend keine großen Hoffnungen auf große Titel, die im Laufe der E3 vorgestellt werden könnten. Aber so kann ich auch nicht mehr enttäuscht werden, also hat das alles auch eine positive Seite. Überraschenderweise konnte ich fast alle großen PKs über die Streams live sehen; das Feeling aus den letzten Jahren war wieder da.

Die Ankündigung von Fallout 4 auf der Bethesda-Konferenz war keine große Überraschung mehr, die neuen Infos auch keine Breaking News, dafür schön zu hören. Weiter gings mit Microsoft und der großen Ankündigung mit der Xbox One Backward Compatibility, die sogar Sony unvorbereitet getroffen hat. Leider kann ich mit der News nichts anfangen, aber das war einer der wenigen Überraschungen, die von Jahr zu Jahr weniger werden. Mit EAs Konferenz ging es weiter mit Plants vs. Zombies 2: Garden Warfare, eine überraschende Fortsetzung des Shooter-Formats der PvZ-Reihe. Optisch gibt's anscheinend keine großen Änderungen bis auf neue Figuren, aber immerhin, eine interessante Neuankündigung. Eher altes, dafür mit neuem Material gab es zu Mirror's Edge: Catalyst und Star Wars Battlefront. Beides sieht beeindruckend gut aus, bei Battlefront konnte man sogar einen ordentlichen Gameplay-Ausschnitt sehen. Ach ja, und da war noch Star Wars: Galaxy of Heroes, ein Smartphone-Spiel einer Film-Lizenz, das auf keiner EA-Konferenz fehlen darf.


Um 0 Uhr ging dann der E3-Marathon auch schon mit Ubisoft weiter. Auf der Tagesordnung standen unter anderem das neue Assassin's Creed Syndicate, das sich meiner Meinung nach in eine ideenlose (?) alljährliche Spiele-Reihe wie FIFA oder Call of Duty verwandelt hat. South Park: The Fractured but Whole, die vermeintliche Fortsetzung des Stick of Truth hat die Welt schon etwas heiler aussehen lassen, auch das neue Anno 2205, das neuerdings auf dem Mars spielen wird, ist eine Erwähnung wert. Ansonsten kam mir diese Konferenz wie ein Tom Clancy-Speedrun vor: Mit The Division, Rainbow Six Siege und Ghost Recon: Wildlands kommen in diesem und im nächsten Jahr drei neue Tom Clancy-Spiele heraus. The Division verbreitet mit der gezeigten Ingame-Sequenz einen Charme von The Last of Us und den Gruppen-Verhalten aus The Walking Dead. Mit Rainbow Six Siege kommt ein Counter Strike mit Battlefield Hardline-Verschnitt, worauf ich mich am meisten von den Spielen der Ubisoft-Konferenz freue. Der dritte Tom Clancy-Kooptitel ist Ghost Recon: Wildlands, ein Open World Western, das dynamische Spielerwechsel erlaubt.

Die richtigen Kracher kamen dann mit der Sony-PK: Das längst für verlorengeglaubte The Last Guardian feierte seine Wiederauferstehung und auch Shenmue 3 kam aus der Versenkung zurück. Auch das neue Hitman ließ mich aufhorchen, der Trailer zum Spiel war für mich definitiv der beste der gesamten Messe. Dann gab es noch das Final Fantasy 7-HD-Remake und das comic-artige Firewatch, das eine gewisse Ähnlichkeit mit The Long Dark hat. Ach ja, Uncharted 4: A Thief's End und das neue Call of Duty: Black Ops 3 darf man natürlich auch nicht vergessen. Kommen wir zu den Heimspielen in der Nintendo-Pressekonferenz: Star Fox Zero, The Legend of Zelda: Tri Force Heroes, Metroid Prime Federation Force, Mario and Luigi: Paper Jam Bros. und Mario Tennis: Ultra Smash. Ja, bei Nintendo ging alles Schlag auf Schlag, wie man es auf dem Nintendo-Direct-Format gewohnt ist, und die Handpuppen hatten ihren ganz eigenen Charme.

Mein Fazit für die Messe kurzgefasst: Es gibt mehr Online-Koop-Titel, Assassin's Creed Unity hat wohl im letzten Jahr den Anstoß dazu gegeben. Besonders Ubisoft hat sich weiter von dieser Welle mitreißen lassen und flutet nun in der nächsten Zeit den Videospielemarkt mit diesem Genre, ob das auch endlich mal ordentlich wie damals in Left 4 Dead funktioniert, bleibt abzuwarten.

Handheld-Spiel der Messe: Metroid Prime Federation Force (3DS)
Konsolen-Spiel der Messe: Star Wars Battlefront (PS4, Xbox One)
Beste Pressekonferenz: Square Enix - Das gesamte Publikum mit der Kingdom Hearts 3-Ankündigung an der Nase herumzuführen hatte was
Größte Überraschung: The Last Guardian - Comeback is real!
Größte Enttäuschung: PC Gaming Show - zu viel Talk-Show-Format, wenig konkretes
Wunsch für 2016: Die Termine sollten doch noch ein wenig weiter auseinander gelegt werden


Sebastian Mauch [Paneka]
Die E3, die wohl bekannteste Veranstaltung für Unterhaltungssoftware, und doch hat sie es bisher immer geschafft mich fast komplett kalt zu lassen. Zwar werden dort nicht selten große Softwaretitel oder gar neue Konsolen angekündigt, dennoch ist mir das im Endeffekt immer etwas zu viel Wind um zu Wenig. Damit spiele ich vor allem auf ultracoole, cineastische Trailer ab. Oft werden auf Veranstaltungen wie dieser die Erwartungen sehr hoch gesetzt und am Ende wartet dann Ernüchterung. Vor allem weil große Hersteller und Publisher auf der Electronic Entertainment Expo zukünftige Produkte zeigen, muss natürlich ordentlich die Werbetrommel gerührt werden, das ist verständlich. Nur die Art und Weise wie beispielsweise Microsoft das oft tut stößt mir hin und wieder bitter auf, Stichwort TV, TV, Sports! Durch meine Tätigkeit bei Planet3DS.de kam ich nun um die E3 nicht herum und versuche nun im folgenden Text zu erläutern, warum meine untenstehende Liste so aussieht wie sie aussieht.

Beginnen wir mit meinem Handheld-Spiel der Messe, schließlich liegt ja gerade dort für uns der Fokus. Ich habe einfach mal Hyrule Warriors Legends gewählt, obwohl die WiiU-Vorlage bisher komplett an mir vorbeigegangen ist. Auch das zum Launch des Nintendo 3DS erhältliche Warriors-Spiel wurde schnell langweilig. Von Hyrule Warriors habe ich allerdings seitens Freunden und Presse nur Positives gehört, daher kann ich es eigentlich gar nicht mehr abwarten, endlich auch unterwegs Massen von Gegnern auf die Mütze zu geben.

Auf der Konsole, oder speziell der PS4, überraschte mich vor allem Horizon: Zero Dawn. Ohne jetzt direkt in die Superlative abzurutschen, aber das gezeigte Material sieht hammermäßig aus! Die Grafik sah für Konsolenverhältnisse extrem genial aus und bestach nicht nur wegen des Detailreichtums, sondern vor allem durch den Charme einer realistischen Welt und dem unverbrauchten Setting. Als kampferfahrene Amazone in einer von Maschinen dominierten Welt wilde Robo-Tiere zu verkloppen, was will man da als alter Monster Hunter-Hase mehr? Hoffen wir mal kollektiv darauf, dass uns hier nicht ein Grafik-Flop à la Watch Dogs erwartet.


Die aufregendste Pressekonferenz war die von Microsoft. Ok, kleiner Scherz. Was man dort aber bezüglich Minecraft und der HoloLens zeigte war schon irgendwie faszinierend, nach der Akquisition der Marke Minecraft allerdings mehr als erwartet. Den absoluten Reißer brachte hingegen Square Enix. Kurz gesagt wollten die meisten doch nur das eine, nämlich endlich etwas handfestes zu Kingdom Hearts III. Was macht der nette Mensch dort auf der Bühne? Er veräppelt das gesamte Publikum inklusive der weltweiten Zuschauerschaft mit der Ankündigung eines Mobile Games! So etwas muss man sich bei der positiven Reputation von Square erstmal trauen. Nachdem die Mundwinkel im Keller waren, legte der Sprecher eine verschmitzte Mine auf und zeigte das, was jeder wollte. Mit dem gezeigten Material war ich mehr als nur zufrieden, da auch ein paar Gameplay-technische Neuerungen wie vertikale Wall-Runs ins Haus stehen. Aber die Pressekonferenz, einfach genial!

Die letzten drei Punkte auf der Agenda fasse ich jetzt einmal kurz zusammen. EA ist ja für alljährliche Sport-Recyclings und Battlefield bekannt, doch auch Mirror's Edge steht unter der Schirmherrschaft des mir persönlich unsympathischsten Publishers der Welt. Der erste Teil war allerdings dermaßen genial, dass ich mich schon wie ein kleines Kind auf Neuigkeiten zur Serie gefreut habe. Mit Catalyst kann man in Zukunft in bester Parcour-Manier durch eine großes, freies Areal rennen, spitze! Im direkten Kontrast dazu liegt leider dieses Jahr Nintendo. Wenig Neues, wenig Atemberaubendes, zu wenig Altbewährtes. Das Traditionsunternehmen hat in meinen Augen sogar Verrat an einer der ältesten Nintendo-IPs begangen. Gemeint ist Metroid, das nicht zuletzt durch die Prime-Trilogie einen Boom mitbrachte. Nun nimmt man den Titel Metroid Prime, hängt Federation Force ran und präsentiert ein halbgares Koop-Geballere ohne auch nur einmal Samus Aran zu zeigen. Dahingehend ist auch mein Wunsch für die nächste E3 eindeutig, mehr tolle Neuankündigungen von Nintendo, auch wenn das im gleichen Atemzug weniger Nintendo Direct-Ausgaben bedeutet.

Handheld-Spiel der Messe: Hyrule Warriors Legends (3DS)
Konsolen-Spiel der Messe: Horizon: Zero Dawn (PS4)
Beste Pressekonferenz: Square Enix – Endlich ein Lebenszeichen von Kingdom Hearts III
Größte Überraschung: Mirror's Edge: Catalyst
Größte Enttäuschung: Metroid Prime: Federation Force
Wunsch für 2016: Etwas mehr zum Freuen von Nintendo und ein RICHTIGES Metroid!


Altin Bujupaj [Ailtin]
"Ach, habe ganz vergessen, dass es die E3 gibt", würde ich wohlmöglich als Besitzer der Vita von mir geben. Dank meines flexiblen Studiencurriculums, konnte ich es mir erlauben die meisten Shows mitzuerleben und konnte dabei mitfiebern/lachen/weinen. Es war schon fast überraschend, dass ich es dieses Mal schaffen konnte, die EA-Pressekonferenz zu sehen ohne dabei zehntausendmal die gleichen Wörter vom gehörnten Teufel zu hören. Sogar Microsoft war dieses Jahr nicht allzu übel, aber am Ende hat Sony für mich die Show gerissen.

Neben Sony, hat mich bei EA der Trailer für Need For Speed begeistert. Zwar ist die Kreativität beim Namen des Titels noch für die Katz', gefiel mir die Kombination von Underground und Carbon, zwei meiner Ansicht nach sehr guten NFS-Titel. Bleibt nur zu hoffen, dass es weiter so geht! Star Wars: Battlefront sah auch nicht übel aus, aber es kam mir an vielen Stellen vor, als würde ich ein sehr, sehr gutes Battlefield 3-Mod sehen. Viele der Szenen im Video kamen mir zu gescripted vor, doch war es nicht allzu übel. Bei Ubisoft hat mich lediglich For Honor sehr an den Hörnern gepackt. Es sah super aus, baute auf viel Teamplay auf und erinnert sehr stark an Chivalry, was mit Freunden unmenschlich viel Spaß machen kann. Und wie viele Spiele gibt es denn, in welchen man Wikinger spielen kann? Zu wenige!


Zwar war die Abstinenz der Vita bei der Sony-PK eher unüberraschend, war es schon fast kriminell, dass nur ein einziges Spiel (und danach noch ein paar Indie-Titel) für den Handheld anstehen. Bei dem einen Spiel handelt es sich um das kunterbunte, knuddelmuddelige World of Final Fantasy. Es sah auf erstem Blick nicht allzu übel aus, doch fehlen mir für dieses Spiel noch eine Menge Informationen, ehe ich ein gutes Bild davon haben kann. Und dann folgten die drei großen Kanonen in Form von The Last Guardian, Shenmue III und das Final Fantasy VII-Remake. In ähnlicher Reihenfolge freue ich mich auch auf die Spiele, wenn sie erscheinen, doch muss ich auch hier eingestehen, dass immer noch etwas Skepsis für sowohl Shenmue III als auch Final Fantasy besitze. Bei Ersterem bin ich gespannt wie viel mit dem noch kleinen Budget von Ys Net umgesetzt werden kann, denn der erste Shenmue schlug mit einem Budget von über 70 Millionen Dollar Weltrekorde im Bereich Entwicklungskosten. Doch bin ich immer noch im Vergleich zu Final Fantasy VII, dem dritten Nachzügler, optimistischer. Der Grund: Final Fantasy VII war zu seiner Zeit eines der erfolgreichsten JRPGs und konnte mit dem Gameplay definitiv überzeugen. Anders als die Grafik, ist das Spiel immer noch JRPG für sich und an diesem Punkt mache ich mir Sorgen. Wieviel wird verändert und werden diese Änderungen als gut oder schlecht empfangen? Da dürfen wir auf jeden Fall gespannt bleiben. The Last Guardian fand ich ganz fein und es gab wenig was ich am gezeigten Video als schlecht empfinden konnte. Eine angenehme Überraschung war aber Horizon: Zero Dawn. Ähnlich wie Wikinger, gibt es zu wenig Spiele mit einem Charakter, der einen Bogen benutzt.

Alles in allem würde ich dieser E3 eine 11/10 "It's ok"-Wertung geben - wenn ich kein Besitzer der Vita wäre. Allerdings war es auch sehr unrealistisch, dass wir Vita-Blockbuster auf der E3 gäbe. Dafür gibt es ja schließlich die Tokyo Game Show.

Handheld-Spiel der Messe: Winner by Default: Fire Emblem Fates (3DS)
Konsolen-Spiel der Messe: For Honor (Multiplat) & Horizon: Zero Dawn
Beste Pressekonferenz: Haushoch Sony mit dem Wunder-Dreieck!
Größte Überraschung: Shenmue III (Juhuu!)
Größte Enttäuschung: Es gab kein Gameplay zu Dark Souls III
Wunsch für 2016: Vielleicht wieder etwas mehr Vita


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Kommentare verstecken

1 Kommentar

profil 3161 comments
[24.06.2015 - 14:51 Uhr]
Iwazaru:
Schade, dass Nintendo viel bei Directs verpulvert hat. Dass da einiges aus bleibt bei der E3 war absehbar. Trotzdem insgesamt eine tolle E3 und auch die Treehouse-Szenen haben einen besseren Einblick in einige Nintendo-Spiele geliefert, als das die Trailer erstmal haben.
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