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Hardware: Der New Nintendo 3DS Akku-Check

Tjark Michael Wewetzer, am 14.02.2015, Seite 1 von 1

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Die Ambassador-Zeit ist vorbei, das gute Schmuckstück in der Vitrine ausgestellt und unsere Daten nun auf einem normalen Einzelhandels-Modell daheim. Dann können wir den New Nintendo 3DS ja endlich einer kleinen Belastungsprobe unterziehen! Und wie ließe sich das besser machen als durch einen kleinen Akku-Check? Immerhin ist das feine Gerät für mobiles Spielen konzipiert worden und in der großen, weiten Welt hat man nicht immer eine Steckdose parat – geschweige denn ein Ladekabel, denn das ist ja bekanntlich nicht im Lieferumfang enthalten. Also müssen wir für längere Zeiträume mit der Ladung auskommen, die wir zum Reiseantritt in unseren New 3DS pumpen. Fragt sich nur, wie lange es eben braucht, bis wir uns einen anderen Zeitvertreib für lange Bus- und Bahnfahrten suchen müssen.

Das ist insbesondere deswegen interessant, weil uns Nintendo abermals einen stärkeren Akku versprochen hat. Gut, das muss nichts heißen, immerhin ist der New 3DS auch ein gutes Stück leistungsfähiger und verschlingt damit ein Stück weit mehr Energie. Reicht der neue Energiespender immerhin aus, um die Leistung des 3DS XL halten zu können? Lässt sich vielleicht sogar ein bisschen mehr Spielzeit herauskitzeln? Wir haben – um für vergleichbare Bedingungen zum eben erwähnten 3DS XL zu sorgen – wieder unser Kid Icarus: Uprising-Modul rausgekramt, den voll aufgeladenen New 3DS das Intro rauf- und runterspielen lassen und dabei natürlich die Stoppuhr bereitgehalten. An dieser Stelle möchten wir übrigens erwähnen, dass uns zum Test lediglich das kleine New 3DS-Modell mit den auswechselbaren Zierblenden zur Verfügung stand. Es ist gut möglich, dass die Ergebnisse beim XL anders aussähen, das kann unser Energieexperte allerdings auf die Schnelle leider nicht überprüfen. Ferner haben wir uns die Freiheit genommen, die automatische Helligkeitsregulierung abzuschalten – die hätte nämlich aufgrund der Zeitspanne, die unser Test in Anspruch nimmt, die Ergebnisse recht deutlich verfälscht. Doch genug des Vorgeplänkels, packen wir es an!

Runde 1: Bis ans Limit
Zuerst wollen wir doch mal schauen, wie lange der New 3DS in den Händen eines wahren Energieverschwenders mitspielt. Wir drehen den 3D-Regler voll auf, die Lautstärke ebenso und die Bildschirmhelligkeit wird auf 5 gestellt. Höher geht es nicht! Außerdem lassen wir die WiFi-Funktionen eingeschaltet. Da die Funktion dafür ins 3DS-Home-Menü gewandert ist und der kleine Schalter am der Kante des Geräts fehlt, ist das für uns gerade eh zu mühsam und umständlich. Und auf den Energiesparmodus verzichten wir ebenso, der lässt das Bild nämlich nicht so schön knackig aussehen. Für uns ist das Beste gerade gut genug! Leider ist der Akku irgendwie anderer Meinung und schmeißt bereits nach 3 Stunden und 50 Minuten das Handtuch. Definitiv keine Top-Leistung und mehr wäre schon irgendwie wünschenswert gewesen, aber immerhin ungefähr auf dem Niveau des alten 3DS XL von damals.


Runde 2: Stromverschwendung? Nicht mit uns!
Okay, dann ziehen wir jetzt andere Saiten auf. Der Stromverbrauch wird mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zurückgefahren und wir hoffen, dadurch reichlich mehr Zeit aus dem Akku herauskitzeln zu können. Lautstärke, 3D-Effekt, WiFi-Signal… All das wird abgeschaltet. Zudem setzen wir die Lichtstufe auf 1 und aktivieren den Energiesparmodus. Jetzt ist das Bild leider ein wenig dunkel, dafür dauert es nur noch 7 Stunden und 18 Minuten, bis der New 3DS den Geist aufgibt. An und für sich eine respektable Leistung, wenn auch schwächer als beim 3DS XL damals. Allerdings: So wirklich praktikabel ist diese ultimative Sparmaßnahme nicht. Je nach Lichtverhältnissen in der Umwelt kann es nämlich schon mal etwas schwer fallen, auf den dunklen Screens etwas zu erkennen.


Runde 3: Ein bisschen 3D muss sein
Jetzt haben wir die zwei extremen Enden des Testspektrums analysiert, doch in der Regel einigt man sich ja irgendwo auf einen Mittelweg, nicht wahr? In unserem nächsten Versuch wollen wir zumindest den 3D-Effekt beibehalten – immerhin ist dieser durch das Headtracking-Feature ein gutes Stück angenehmer! Um aber doch ein wenig Strom zu sparen, schalten wir zumindest den Energiesparmodus ein und die Drahtlosverbindung aus. Nun noch die Helligkeit auf Stufe 3 – reicht ja auch völlig für einen ruhigen Abend daheim – und die Lautstärke auf ohrenschonende halbe Kraft und schon kann es losgehen. Dabei kitzeln wir eine noch recht solide Spielzeit aus dem Gerät. Trotzdem gehen nach beinahe 6 Stunden und 30 Minuten die Lichter aus. Woran liegt's? Insbesondere, wo doch der alte 3DS XL unter selben Bedingungen eine gute Stunde länger mitgemacht hat? Vielleicht ist es das Headtracking, auch wenn Runde 1 dem dezent widerspricht, vielleicht aber auch einfach nur ein blöder Zufall. Aber immerhin wissen wir schon mal, wie wir unterwegs länger durchhalten können.


Runde 4: Pfeif auf 3D, ich will Multiplayer!
In diesem Experiment nehmen wir im Vergleich zum vorherigen Test ein paar Veränderungen vor. Insofern ist Vorsicht bei eventuellen Vergleichen angesagt! Wir möchten allerdings herausfinden, wie lang der New 3DS bei dem mutmaßlichen normalen Setup einer Multiplayer-Frohnatur aussieht – dank Monster Hunter 4 Ultimate gibt es da ja gerade zum Start einen großen Spielanreiz. Wir knipsen das 3D aus – stört nur unnötig im hitzigen Gefecht – und schalten die WiFi-Funktionen selbstverständlich an. Außerdem schieben wir den Lautstärkeregler in die Mittelposition, geben uns die vierte Helligkeitsstufe für optimale Übersicht und sparen uns die Energiespar-Funktion. Performance ist in der Gruppe eben entscheidender als ein bewusster Umgang mit Energie! Leider müssen wir dafür auch bezahlen: Etwas weniger als 6 Stunden unterhält uns das Gerät auf diese Weise, bis unser New 3DS wieder um Saft bettelt. Zugegeben, für durchschnittliche Multiplayer-Runden reicht das eigentlich locker, doch beim Zocken mit Freunden vegeht die Zeit ja in der Regel wie im Flug… Behaltet also besser die rote Notstrom-Anzeige im Auge!


Runde 5: Es geht doch nichts über Klassiker
Mittlerweile hat sich die 3DS-Situation ja dermaßen stark gebessert, dass das Gerätchen selbst schon über einen anständigen Software-Katalog verfügt. Trotzdem wollen wir das goldene DS-Zeitalter nicht vergessen, das uns eine Vielzahl von Perlen bescherte. Glücklicherweise laufen die Spiele vom letzten Jahrzehnt ebenfalls noch auf dem New 3DS, weswegen wir natürlich auch hier gleich die Systemlaufzeit bei einer vollen Akkuladung prüfen wollten! Dabei reizen wir unser Testsubjekt voll aus: Die Lautstärke ist auf das Maximum gestellt, die Helligkeit ebenso, die WiFi-Funktionen sind aktiv und der Energiesparmodus bleibt inaktiv. Wir legen unsere gute alte Weiße Edition von Pokémon ein und lassen diese laufen, bis der Akku nachgibt. Wann geschieht das? Erstaunlicherweise erst nach 6 Stunden und 35 Minuten. Im Vergleich zur ersten Runde, wo wir Kid Icarus noch unter ähnlichen Bedingungen spielten, ist das eine bemerkenswerte Steigerung!


Bonus-Runde: New Ladezeiten
Auf jedes Experiment folgt erst einmal eine kleine Ruhephase. Immerhin braucht auch der New 3DS gelegentlich mal eine Pause. Doch warum eigentlich nicht die Zeit auch noch nutzen? Interessant ist doch schließlich auch, wie lange ihr zum Aufladen des Stromspenders braucht. Dabei ist uns aufgefallen, dass zumindest das uns vorliegende Exemplar nach einem festen Zeitplan arbeitet. All unsere Ladepausen endeten nämlich nach exakt 3 Stunden und 9 Minuten. Das überraschte uns ein wenig, allerdings ist das immer noch ein recht langer Zeitraum. Wenigstens können wir mit dem Schmuckstück während des Ladevorgangs problemlos weiterzocken (was wir hier übrigens nicht getan haben und die Ladezeit somit verlängern dürfte) – es sei denn, wir haben es in die neue Ladeschale gelegt, die diesen Luxus leider nicht mehr erlaubt.

Fazit: Lichter aus!
Stärker sollte er also mal wieder sein, der Akku. Leider macht sich das zumindest bei dem von uns getesteten, kleinen New 3DS nicht gerade durch längere Spielzeiten bemerkbar – zumindest, wenn wir unsere Ergebnisse mit dem 3DS XL vergleichen. Dabei schürte zumindest unser erster Versuch die Hoffnung, dass immerhin das alte Niveau gehalten werden könnte. Mit jedem anderen Anlauf wurde die Ernüchterung jedoch stetig größer, auch wenn der Zeitunterschied eigentlich gerade mal rund eine Stunde beträgt. Immerhin könnt ihr auf dem neuen 3DS die guten alten DS-Spiele ein Stück weit länger zocken. Daraus könnte man schlussfolgern, dass die neuen Systemfeatures wie die stärkeren Prozessoren oder das Headtracking für den 3D-Effekt auf sparsameren Einstellungen schlichtweg mehr Strom verschlingen. Außerdem liegt der neue Handheld damit immer noch deutlich über dem wesentlich schwächer bestückten ersten 3DS-Modell.

Es muss natürlich abschließend erwähnt werden, dass es sich hierbei lediglich um einen Modellversuch handelt. Je nachdem, welches Spiel ihr gerade spielt und was ihr mit eurem 3DS so anstellt, können schon mal ganz andere Akkulaufzeiten zustande kommen. Außerdem gehen wir stark davon aus, dass ihr euer Gerät spätestens beim Blinklichtspektakel auf niedrigster Energiestufe ans Stromnetz anschließen werdet – und das, obwohl der Akku in dem Zustand zumindest bei uns gut und gerne noch 10 bis 20 weitere Minuten mitgemacht hat. Und vielleicht finden sich ja schon bald andere Stromlösungen und Zusatzakkus, wie Dritthersteller sie schon zu vorherigen Modellen veröffentlicht haben. Da man am New 3DS auch wesentlich leichter an den Energiespeicher herankommt, könnte das möglicherweise sogar ohne übergroße Dockingstation funktionieren. Bis es soweit ist, wünschen wir euch jedenfalls viel Spaß beim Zocken - und behaltet eure Energievorräte im Auge! Ihr wollt doch schließlich nicht, dass Termina aufgrund eines niedrigen Batteriestandes terminiert wird, oder?


Kann seinen New 3DS jetzt endlich im Normalbetrieb bespielen: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

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2 Kommentare

profil 599 comments
[15.02.2015 - 01:27 Uhr]
Leopardchen:
Bei meinem alten 3DS konnte ich inzwischen kaum mehr als 2 Stunden bis vielleicht 3 erwarten. Nach den vielen Jahren in der Dockingstation ging einfach nicht mehr viel. Von daher ... sind sogar die 3,x Stunden bei maximalem Grad der Verschwendung noch mehr als ausreichend.
profil 3144 comments
[15.02.2015 - 08:51 Uhr]
Iwazaru:
Ich finde es reicht. Ich kwnn eh nicht mehr, oeer nur einmal im Jahr 12Stunden am Stück daddeln. Daher nach jeder Runde zrück in die Ladestation. Frisst natürlich dann immer gleich Strom, aber irgendwo gibt es immer ein Hinkebein.
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