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Kolumne: Das Planet3DS-Fundbüro

Tjark Michael Wewetzer, am 15.01.2014, Seite 1 von 1

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Guten Tag und herzlich willkommen im Planet3DS-Fundbüro. Haben Sie etwas verloren oder möchten Sie etwas bei uns abgeben? Oh, sie sind nur am Inventar interessiert? Ein ungewöhnlicher Wunsch, aber dem können wir gerne Folge leisten. Immerhin gibt es in der wilden Welt der Videospiele immer ein paar Projekte, die im Laufe der Zeit einfach unter den Tisch fallen und vergessen werden. Genau diese Fälle dokumentieren wir und hoffen, dass die Besitzer sich schnell dazu aufraffen, diese wieder aufzunehmen. Momentan haben wir hier acht Titel aus der 3DS-Bibliothek vorrätig – allesamt unter den Tisch der Industrie gerutscht, manche davon haben schlimmere Dinge erlebt als andere. Ich stelle sie Ihnen alle der Reihe nach vor.


Dr. Kawashimas diabolisches Gehirnjogging: Können Sie konzentriert bleiben?
Was Sache ist: Die DS-Teile gehörten zu den großen Säulen von Nintendos Casual-Game-Herrschaft der letzten Generation. Trotz einer recht bodenständigen, wenn nicht sogar trockenen Präsentation begeisterte die Hirnakrobatik rund um den Neurowissenschaftler Ryuta Kawashima Nintendo-Fans und Neu-Zocker gleichermaßen. Klare Sache, dass man auf dem 3DS diesen Erfolg nur zu gerne replizieren möchte. Statt simpler Denksportaufgaben soll nun der Fokus auf die Konzentrations-Fähigkeit gelegt werden, der Spieler muss sich Zahlen, verborgene Objekte und andere Dinge merken und diese dann nach Aufgabenstellung bearbeiten. Wo zum Beispiel verbergen sich in einem 3x4-Felder-großen Gebiet Mäuse? Welcher Becher beinhaltet die Kugel mit der niedrigsten Zahl? All das wird wieder vom bekannten Schwebekopf Kawashima begleitet, der gelegentlich sein dämonisches Alter Ego heraushängen lässt.

Was passiert ist: Der 8. März 2013 hätte es sein sollen. Das zumindest verriet eine Nintendo Direct-Ausgabe im Dezember 2012, welche das Spiel für den europäischen Markt ankündigte. Bis zu diesem Termin versorgte uns Nintendo auch mit deutschen Screenshots und einer ersten Verschiebung auf den April desselben Jahres. Als sich dieser Stichtag dann auch näherte, wurde Kawashimas diabolisches Gehirnjogging auf unbestimmte Zeit verlegt. Der Grund? Wir wissen es nicht. Nintendo ließ ihn nie durchsickern. Das ist vor allem deswegen seltsam, weil das Programm sowohl in Japan (28. Juli 2012) als auch in Amerika (10. Februar 2013) termingerecht erschien.

Was zu erwarten ist: Der gute Dr. Kawashima macht derzeit das durch, was auch Scribblenauts Unlimited aufhielt – wobei man zumindest in letzterem Fall noch einen Grund für die Verschiebung nannte und Maxwells Denkabenteuer noch passend zum vergangenen Weihnachtsgeschäft in den europäischen Händlerregalen stand. Vorstellbar wäre höchstens, dass der Titel aufgrund des recht starken Frühjahrs-Line-Ups für den 3DS nach hinten verlegt wurde – immerhin konnten sich begeisterte Mobil-Zocker zum Beispiel mit Castlevania und Fire Emblem die Zeit versüßen. Da im Kalender für die kommenden Monate derzeit noch das ein oder andere Loch klafft, könnte sich das diabolische Gehirnjogging schon bald zurückmelden. Das setzt aber natürlich voraus, dass sich jemand bei Nintendo of Europe überhaupt noch an das Spiel erinnert.


Flipnote Studio 3D
Was Sache ist: Das kleine eShop-Programm sollte in die Fußstapfen seines kostenfreien DSi-Vorgängers treten, der zu den wenigen nicht mit dem 3DS kompatiblen DSiWare-Titeln zählt. Bis wir aber nach anfänglichen Andeutungen im 3DS-Launchrahmen endlich eine handfeste Ankündigung verzeichnen durften, zogen zwei Jahre ins Land. Immerhin: Nintendo versprach, euch mit der Software digitale Daumenkinos in 3D erstellen zu lassen, dafür sechs Farben zur Auswahl zu stellen und eure Kreationen entweder online über die kostenlosen Freundes-Galerien oder die gebührenpflichtige Welt-Galerie zu verteilen bzw. sie als Video- oder Bilddatei zu sichern und dann auf euren PC übertragen zu können.

Was passiert ist: Den 1. August 2013 hatte sich der Publisher als Release-Termin ausgesucht, in Japan ist das Programm sogar zeitig erschienen. Zwei Tage vor der Europa-Veröffentlichung folgte allerdings die Hiobsbotschaft: Aufgrund von Server-Problemen, die mitunter dem massiven Andrang aus Japan zu verdanken seien, habe man das Programm kurzfristig in allen anderen Regionen verlegt – in der Hoffnung, erst einmal die Server zu stabilisieren. Blöd gelaufen.

Was zu erwarten ist: Momentan scheint Flipnote Studio 3D Nintendos hauseigene Katze nach Schrödinger-Modell zu sein: gleichzeitig da, aber irgendwie auch nicht. In Japan lebt das Programm durchaus, auch wenn im Lichte gewisser Kontroversen – denen auch der 3DS-Briefkasten zum Opfer fiel – die kostenlosen Freundes-Galerien abgeschaltet wurden. Der europäische und amerikanische Firmenzweig hüllt sich weiter ins Schweigen, der Software-Eintrag im US-eShop tendiert derzeit dazu, zu verschwinden und dann wieder aufzutauchen. Nach der Briefkasten-Notbremse rechnen wir nicht mehr damit, das Daumenkino-Programm in naher Zukunft zu sehen. Andererseits: unverhofft kommt oft.


Pokémon Bank
Was Sache ist: Man kennt das ja: Da will man seinen Pokédex vervollständigen, vielleicht noch das ideale Kampfteam heranzüchten und plötzlich merkt man, dass einem die Lagerplätze für Pokémon ausgegangen sind. Oder man möchte einen neuen Spielstand beginnen und hat entweder keine Lust oder kein entsprechendes Equipment, um seine Lieblinge kurzzeitig auf einem Zweitmodul zwischenzulagern. Genau hier kommt Pokémon Bank ins Spiel: Das Programm sichert eure Taschenmonster aus Pokémon X/Y online und verlangt dabei eine recht humane Gebühr in Höhe von rund 5 Euro pro Jahr. Dafür könnt ihr unkompliziert eure Pokémon auslagern und sogar mit verschiedenen Modulen auf ein und dasselbe Lager zugreifen – egal aus welcher Region die Cartridge kommt. Für Veteranen besonders interessant: Der mit im Deal enthaltene PokéMover erlaubt es euch, gefangene Pokémon aus der fünften Generation (Schwarz/Weiß 1 und 2) nach Kalos zu transportieren und den Pokédex so wirklich zu komplettieren.

Was passiert ist: Aus irgendwelchen Gründen hielt es Nintendo für klug, das kostenlose Programm – immerhin kommt es mit einem Gratis-Monat – in der Weihnachtszeit zu veröffentlichen. Am 25. Dezember erschien die Pokémon Bank im japanischen eShop, nur um kurze Zeit später wieder entfernt zu werden, weil plötzlich das ganze Nintendo Network mit besonderem Augenmerk auf dem Download-Store praktisch in sich zusammenkrachte. Klar konnte man noch immer online zocken, der eShop allerdings war komplett down – Nintendos erste richtige Netzwerkpanne. Kein Wunder also, dass der zwei Tage nach dem Japan-Start gelegene Europa-Termin nicht eingehalten wurde und Pokémon-Fans auf einen unbestimmten Zeitraum vertröstet werden mussten.

Was zu erwarten ist: Im Gegensatz zu den zwei vorher genannten Fällen macht Nintendo hier den Eindruck, als seien sie fieberhaft an der Sache dran. Über Twitter meldet sich das Team seit der Panne regelmäßig mit kleinen, wenn auch noch ernüchternden Status-Updates. Man sei eifrig damit beschäftigt und wolle dafür sorgen, die Cloud-Boxen bald für alle bereitstellen zu können. Insofern können wir uns schon vorstellen, dass noch im Laufe dieses Monats etwas daraus wird. Wenn es so weit ist, sollten wir uns aber wieder auf Server-Crashs einstellen. Wir wissen ja mittlerweile, wie das mit beliebten und zeitweise kostenlosen Dingen ist…


Mario Golf: World Tour
Was Sache ist: Unser aller Lieblingsklempner ist allen voran für drei Sportarten bekannt: den Rennsport, Tennis und Golf. Ersteres Lager wurde 2011 mit Mario Kart 7 bedient, Gruppe 2 bekam 2012 Mario Tennis Open. 2013 hätte das Jahr von Mario Golf werden sollen, allerdings scheint Entwickler Camelot einfach noch nicht so weit zu sein. Und das, obwohl der 3DS-Titel bereits für den Sommer des Jahres angesetzt war. An Inhalten angekündigt hatte man neben dem klassisch-farbenfrohen Golf-Gameplay mit Power-Schlägen und kreativen Kursen allen voran einen Online-Modus. Dieser sollte, ähnlich wie in Mario Kart 7, von Spielern kreierte Communitys nutzen, in denen sich Freunde und Bekanntschaften untereinander messen können.

Was passiert ist: Wie schon angemerkt: Camelot ist wohl einfach nicht rechtzeitig mit dem Spiel fertig geworden. Tatsächlich war sogar eine Demo im Sommer geplant, die noch vor dem Release der Vollversion im eShop aufschlagen sollte. Dann wurde es still, bis Nintendo in einem Analysten-Briefing zur E3 2013 den Titel kommentarlos ins nächste Jahr verlegte. Immerhin: Anders als bei den oben genannten Fällen betrifft die Verschiebung alle Regionen – wir müssen also nicht neidisch auf die japanischen oder amerikanischen Zocker schielen.

Was zu erwarten ist: Dass Mario Golf irgendwann noch kommt, sollte klar sein. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass die Entwickler das Projekt nach dieser kleinen Termin-Panne einstampfen. Zu hoffen ist auch, dass diese zusätzliche Zeit genutzt wird, um aus dem portablen Golf-Spaß etwas Besonderes zu machen. Wie genial wäre es zum Beispiel, wenn wir dank dieser Verschiebung jetzt doch einen Story-Modus im Stil vorangegangener Handheld-Episoden kriegen würden? Vor allem, weil wir den bei Mario Tennis schon irgendwie vermissten. Aber wir sollten unsere Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Uns würde es nämlich schon genügen, wenn wir im Sommer wieder mit Mario und Co. das Grün unsicher machen könnten.


Shin Megami Tensei IV
Was Sache ist: Ein weiterer RPG-Versorger denkt um und bringt den nächsten nummerierten Ableger seiner Reihe auf ein Handheld-System. Wie Valkyria Chronicles und Dragon Quest zuvor springt Shin Megami Tensei nun ins portable Format und will ein vollwertiges Rollenspiel-Erlebnis auf den kleinen Screen zaubern. Immerhin klingt so weit auch alles vielversprechend: Als Mitglied einer geheimen Gesellschaft mausert ihr euch zum tapferen Kämpfer, der dem Ursprung der Dämonen aus einer nahen Höhle auf den Grund gehen will. Dabei tappst ihr allerdings in das postapokalyptische Tokio, wo zwei Parteien um die Vorherrschaft streiten. Ihr steht zwischen den Fronten und bekommt es mit allerlei garstigen Kreaturen zu tun, von denen ihr nicht wenige aber auch auf eure Seite ziehen und mit euch in die Schlacht führen könnt. Die Feuerkraft ist auch bitter nötig, denn serientypisch scheut sich Shin Megami Tensei IV nicht vor kniffligen Begegnungen.

Was passiert ist: Der europäische Atlus-Fan hat es wahrlich nicht einfach. Praktisch jeder Titel der Spiele-Schmiede kommt – wenn überhaupt – nur mit mächtigen Verzögerungen zu uns. Die DS-Ableger der Shin Megami Tensei-Reihe sind sogar erst letztes Jahr endlich zu uns herübergeschwappt. Na ja, zumindest der Devil Survivor-Anteil. Umso mehr fiel RPG-Zockern ein kollektiver Stein vom Herzen, als Satoru Shibata von Nintendo of Europe im April 2013 einen Europa-Release bestätigte. Was darauf folgte? Schweigen. Elendig langes Schweigen. Keiner will etwas von dem Spiel wissen, kein Publisher zeigt sich für den Europa-Release verantwortlich. Es ist zum Mäusemelken.

Was zu erwarten ist: Gemessen am Verfahren von Persona 4 Arena, welches ebenfalls trotz redlicher Bemühungen von Seiten Zen United nur nach einer extremen Verzögerung in Europa aufschlug, rechnen wir in naher Zukunft mit genau derselben Funkstille, die uns jetzt schon seit geschlagenen neun Monaten heimsucht. Das ist vor allem deswegen sowohl schade als auch unverständlich, weil sich im letzten Jahr endlich einmal ein frischer Wind im europäischen Atlus-Kalender aufgetan hat. Dank einer Partnerschaft mit NIS America schafften es nämlich Etrian Odyssey IV, Devil Summoner: Soul Hackers und das Vita-Spiel Persona 4 Golden 2013 nach Europa. Wir vermuten allerdings, dass aufgrund einer gewissen Kooperation (siehe Shin Megami Tensei X Fire Emblem für Wii U) Nintendo gegebenenfalls für den Europa-Vertrieb einspringen möchte und daher alle beteiligten Parteien zum Stillschweigen auffordert, bis alles geklärt ist. Wenn das stimmen sollte, hätte das aber auch etwas Positives: Damit wäre Shin Megami Tensei IV seit seinem mehr oder minder direkten Vorgänger Lucifer's Call mit aller Wahrscheinlichkeit der erste, ins deutsche übersetzte Serienableger (das kurzlebige IMAGINE Online zählt nicht). Das, oder es erscheint nicht in Deutschland. Warten wir es ab.


Cave Story (eShop)
Was Sache ist: Es war einmal das Jahr 2011. Der Indie-Entwickler Nicalis setzte sich mit Daisuke „Pixel“ Amaya zusammen und brachte sein kleines Meisterstück Cave Story in die dritte Dimension. Zum Vollpreis. Auf Modul. Kein Wunder, dass sich Kenner der Freeware-Fassung für den PC ein wenig veralbert vorkamen, vor allem weil die 3D-Version bis auf einen neuen Soundtrack und die Grafik nichts Neues bot. Nicalis konterte wenig später mit einer eShop-Version des Spiels, die wieder im bekannten 2D-Pixelstil daherkommt, diesen aber mit Breitbild-Unterstützung, dem 3D-Tiefeneffekt und praktisch allen Boni aus Cave Story+ für den PC, also dem Curly-Modus, dem Wind Fortress-Level und mehr ausstattet. Das alles zu einem moderaten Preis auf dem Niveau der bisherigen Download-Versionen – was kann da schon schiefgehen?

Was passiert ist: Zum Beispiel könnte es nicht in Europa erscheinen. Obwohl Nicalis uns hoch und heilig eine Veröffentlichung versprach und das Produkt im März 2013 sogar von Nintendo offiziell abgesegnet wurde, sehen wir bis zum heutigen Tage nichts davon. Ärgerlich, vor allem weil die eShop-Auflage schon seit dem 4. Oktober 2012 zum Preis von etwa 10 Dollar lockt. Was den Betrieb aufhält, lässt Nicalis nicht durchsickern.

Was zu erwarten ist: Wer Cave Story schon länger verfolgt, wird angesichts dieser Ereignisse ein kleines Déjà-Vu-Erlebnis haben. Schon die WiiWare-Auflage ließ hierzulande gefühlt ewig auf sich warten (immerhin rund neun Monate), die DSiWare-Version erschien sogar gar nicht erst bei uns. Man könnte fast meinen, Nicalis mag uns nicht. Vor allem bekommen wir dieses Bild dann, wenn augenscheinlich seit Frühjahr 2013 grünes Licht von Seiten Nintendos besteht und sich einfach nichts tut. Wir glauben nicht mehr so recht daran, dass wir die eShop-Umsetzung je in Europa zu Gesicht bekommen. Schade um das schöne Spiel.


Kaio: King of Pirates
Was Sache ist: Mega Man-Schöpfer Keiji Inafune hat sich zwar aus Capcoms Klauen befreit, das Videospiel-Business aber noch längst nicht aufgegeben. Neben Projekten wie Soul Sacrifice, Bugs vs. Tanks und jetzt auch Mighty No. 9 kündigte er 2011 ein ambitioniertes Anime-Abenteuer für den 3DS an. Als Basis dient der chinesische Roman Die Geschichte der Drei Reiche, statt Menschen an Land fechten hier allerdings Tiere zur See. Allen voran ein verwegener Pinguin namens… Peguin (sehr kreativ), der auf der Suche nach der sogenannten Luzifer-Münze ist. Denn, so sagt die Legende, wer diese Münze sein Eigen nennt, darf sich König der Piraten nennen. Abgesehen vom Spiel, welches übrigens im Trilogie-Format vollendet werden soll, befindet sich übrigens auch eine Anime-Serie in Planung.

Was passiert ist: Ehrlich gesagt wissen wir nicht so genau, was hier eigentlich vorfiel. Es wurde relativ medienwirksam Ende 2011 angekündigt, sollte noch im nächsten Jahr in Japan starten und dann kam einfach nichts. Ein Jahr später meldete man sich mit großen Franchise-Plänen zurück, aus denen dann aber praktisch nichts wurde. Mittlerweile listet die offizielle Website das Jahr 2014 als Release-Zeitraum – weitere handfeste Infos fehlen aber nach wie vor.

Was zu erwarten ist: Aufgrund dieser schwierigen Situation erhoffen wir uns auch nicht ganz so viel von Kaio: King of Pirates. Klar kann es passieren, dass das Projekt endlich einmal in die Puschen kommt und Form annimmt. Aber nach zwei Jahren ohne schlagkräftige Updates werden wir einfach misstrauisch. Das ist ziemlich schade, denn das ehrgeizige Konzept klingt nach wie vor interessant. Dann wiederum galt das auch damals für Duke Nukem Forever und wissen ja, wie das geendet ist.


Rodea: The Sky Soldier
Was Sache ist: Nicht nur Inafune-san kann in einer neuen Firma florieren, auch Sonics Erschaffer Yuji Naka feierte mit seinem neuen Studio Prope schon einen kleinen Erfolg – mit dem possierlichen Geschicklichkeitstest Ivy the Kiwi? auf DS und Wii. Rodea sollte aber noch größer und schöner werden. Geplant war das Action-Adventure für 3DS und Wii, der Fokus liege auf rasanten Luftkämpfen. Roboter Rodea mischt nämlich als ehemaliges Mitglied der fiesen Naga-Armee nun unter seinen bisherigen Brötchengebern mächtig auf und verteidigt die unterdrückten Bewohner des Himmelskontinents Garuda. Und mehr wissen wir eigentlich auch nicht von dem Spiel.

Was passiert ist: Mangelndes Medieninteresse gab Publisher Kadokawa Games als Grund für die über zwei Jahre andauernde Funkstille an. Kein Wort wurde über das Projekt verloren, selbst einen etwaigen Release-Termin ist man uns derzeit schuldig. Nicht wenige hielten Rodea sogar für tot – vorausgesetzt, sie erinnerten sich überhaupt noch an das Spiel. Aber laut Kadokawa sei das Spiel sehr wohl noch in Entwicklung und befand sich letzten Juli in einer zu 70% fertiggestellten Alpha-Fassung.

Was zu erwarten ist: Es zeugt nicht gerade von Selbstvertrauen, wenn über einen derartig langen Zeitraum Stillschweigen bewahrt wird. Klar, laut Publisher wurde die Zeit genutzt, um den Fokus auf die 3DS-Version von Rodea zu legen, da der Titel primär auf die mittlerweile weitestgehend ausgediente Wii zugeschnitten war. Aber das fehlende Medieninteresse sei Schuld an den ausbleibenden Infos? Liebe Leute von Kadokawa Games: Wenn ihr selbst nicht zu reden anfangt und auf euch aufmerksam macht, dann kann dabei einfach nichts herumkommen. Vor allem dann nicht, wenn zig andere Projekte um die Aufmerksamkeit der Spielerschaft buhlen. Da müsst ihr euch wirklich an eure eigene Nase fassen. Andernfalls sehen wir nämlich – leider – für den gewieften Kampfroboter aus dem Hause Prope schwarz.

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9 Kommentare

profil 84 comments
[16.01.2014 - 01:53 Uhr]
smoki :
von den 3 partys im westen fange ich lieber gar nicht an..
profil 3143 comments
[16.01.2014 - 09:15 Uhr]
Iwazaru:
Beyond the Labyrinth wäre für mich auch noch so ein Fall und dieses Albibaba-RPG (oder irgendwie so). Der Metal Max kann auch mal endlich in den Westen schippern... MEH!

Bezüglich Mario Golf: In einigen Werbeheftchen steht das Teil für's erste Quartaql 2014. Ob das stimmt sei natürlich mal dahingestellt.
profil 85 comments
[16.01.2014 - 12:26 Uhr]
Yomi:
Ich warte ehrlich gesagt (und es nervt mich selbst mich ständig zu wiederholen XD) auf Fantasy Life. Würde wirklich gerne wissen, was aus einem West-Release geworden ist... bzw. weiß ich ja, dass es da noch absolut keine Bestätigung gab. Aber Mann! Ich will es zocken!
Ich kapier nicht, warum es hierfür keine neuen Infos gibt ;__;
profil 549 comments
[16.01.2014 - 14:35 Uhr]
zocka:
@Iwazaru
ja was is aus beyond the labyrinth geworden???
keine ahnung ob ich es mir jemals gekauft hätte aber es sah echt interessant aus
profil 3143 comments
[16.01.2014 - 14:48 Uhr]
Iwazaru:
@ zocka: Das Spiel blieb in Japan. Kommt wohl auch nimmer in den Westen.
profil 140 comments
[16.01.2014 - 16:31 Uhr]
h2owarrior
Ich hoffe immernoch auf Bomberman für 3DS...
Und das obwohl mir bewusst ist, dass diese Hoffnung vollkommen sinnlos ist; dankeschön Konami...
profil 549 comments
[16.01.2014 - 20:46 Uhr]
zocka:
@h2owarrior

es gibt nen bomberman dsi-spiel. is ganz okay für zwischendurch. wobei ich nich viel ahnung von bomberman habe. das kann man auch aufm 3DS runterladen glaube ich
profil 379 comments
[18.01.2014 - 11:24 Uhr]
tunitu:
wo bleibt da WeihnachtsGewinnspiel?
profil 15 comments
[19.01.2014 - 18:50 Uhr]
Magou:
Ich bin ehrlich gesagt noch einer der wenigen, die noch auf Bomberman 3DS warten! Und ich werde nicht aufhören zu warten :D
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